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DVD-Besprechung - Snoop Dogg's Hood of Horror

Story:
Snoop Dogg ist der Abgesandte der Hölle, der seine Seele dem Teufel verschrieb, um das Leben seiner kleinen Schwester zu retten und fortan in dessen Diensten steht. Seine Aufgabe ist es, das Geschehen auf der Erde im Auge zu behalten und jedem seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Meinung zum Film:
Snoop Dogg gehört zu den erfolgreichsten und schillernsten Figuren der amerikanischen Rap- und HipHop-Szene. Es gibt nur wenige Gangsta-Rapper in der WestCoast-Szene, die auf eine ähnlich herausragende Karriere im Geschäft zurückblicken können. Nachdem Dogg bereits im Bereich des Erwachsenenfilms mit Leibesertüchtigung seinen Spuren hinterließ und auch in in dem einen oder anderen Horrorfilm seinen Auftritt hatte, bekommt er nun seinen Personality-Horrorfilm. Doch dies nicht nach seiner eigenen Idee, vielmehr waren es die Drehbuchautoren Tim Sullivan ("2001 Manicas") und Chris Kobin ("2001 Manicas"), die auf gut Glück einen Episodenhorror um den Rap-Star schrieben und erst mit einem fertigen Skript bei ihm anklopften und um seine Beteiligung baten. Und da ein echter Gangsta-Rapper bei einem solchen Angebot kaum widerstehen kann, nahm er die Rolle in seiner eigenen Personality-Show an, in der er cool wie Eis den "Goodfatha of Hell" geben kann und der Herrscher der Todespforte ist.

Schon zu Beginn wird klar, dass der Film eine ganze Menge Snoop Dogg in sich trägt. Es beginnt mit einer Animeeinleitung, in der gezeigt wird, wie der Dogg zu seiner Aufgabe als Höllenwächter kam. Coole Sprüche, starke Rap-Lyrics und blutige Schusswechsel aus dem Auto sind ein Hinweis auf das kommende Szenario. Ein wenig befremdlich wirkt allerdings die deutsche Synchro, da die lockere Redensart der Hood kaum angemessen ins Deutsche übertragen werden kann. Das Ergebnis ist sicherlich das Beste, was erreicht werden konnte, wer allerdings die Möglichkeit hat, mit dem englischen Original, bei Bedarf mit Untertiteln klarzukommen, sollte von daher dieser Option unbedingt den Vorrang geben. Bemerkenswert sind die Gaststars, die in den Episoden zu sehen sind. Von Danny Trejo ("Irgendwann in Mexico"), Jason Alexander ("Seinfeld"), Ernie Hudson ("Ghostbusters"), Lin Shaye ("Snakes on a Plane"), Billy Dee Williams ("Star Wars – Das Imperium schlägt zurück"), Daniella Alonso ("The Hills have Eyes II") bis hin zu Wrestling-All-Star-Legende Diamond Dallas Page dürfte so manches Gesicht Wiedererkennungswert haben.

Die 1. und 3. Episode spielt sich im Metier des Raps ab. In der ersten geht es um die Rache einer jungen Frau, die sich an den miesen Typen ihrer Nachbarschaft rächt, in der dritten Episode um die fehlende Ehre im Musikgeschäft. In der 2. Episode zieht ein Hillybilly in das von seinem Vater geerbte Haus, in dem ehemalige Kriegskameraden des Verstorbenen leben und denen er zusammen mit seiner verwöhnten Geliebten das Leben zur Hölle macht. Das Szenario ist von der Stimmung typischer comichafter Episodenspaß, jedoch mit einem deutlichen Anteil Rap-Kultur. Wer sich mit dieser nicht anfreunden kann, wird von daher eher weniger Freude am Film haben. Es sollte zumindest die Möglichkeit bestehen, die coolen Sprüche und lockere Redensart zumindest ausblenden zu können, denn ansonsten werden auch die durchaus blutigen und teils recht schwarzhumorigen Effekte nicht dafür sorgen, dass rechte Freude beim Filmkonsum aufkommt. "Hood of Horror" ist eindeutig ein durch die Marke Snoop Dogg geprägter Beitrag, der problemlos als überlanges Musikvideo des Gangsta-Rappers durchgehen könnte.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild hinterlässt weitestgehend einen sehr guten Eindruck. Lediglich leichtes Hintergrundrauschen und Unschärfen bei schnellen Bewegungen stellen kleinere, nicht sonderlich störende Makel dar. Der deutsche Ton in dts ist sehr klar und verständlich abgemischt und vermittelt vor allem über den Sound einen sehr angenehmes Räumlichkeitsgefühl. Die deutsche Dolby-Digital-5.1-Variante klingt insgesamt ein klein wenig dumpfer.

Als Extra gibt es neben dem Trailer noch ein Making Of, bei dem der Grundtenor darin besteht davon zu schwärmen, wie toll die Zusammenarbeit mit einem bestimmten Kollegen war, wobei aber zumindest auch einige Eindrücke vom Set vermittelt werden.

Während die Verleihfassung mit SPIO/JK-Siegel ungekürzt erschien, wurde die durch die FSK freigegebene Verkaufsfassung deutlich gekürzt.

Fazit:
Wer Rap und HipHop cool findet, Snoop Dogg zu den Größten zählt und obendrein noch Episodenhorror mag, wird an "Snoop Dogg's Hood of Horror" ganz sicher nicht vorbei kommen. Doch auch wer nur ein oder zwei der genannten Komponenten zu seinen Favoriten zählt, sollte durchaus einen Blick riskieren. Wer allerdings mit nichts von all dem genannten gute Unterhaltung verbindet, sollte um den Film einen großen Bogen machen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
84:18 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Trailer
Snoop Dogg's Hood of Horror - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Snoop Dog's Hood of Horror
Hood of Horror

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Yo Brotha' – it's the Doog-Keeper from Hell


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Stacy Title
Drehbuch:
Jacob Hair, Chris Kobin, Jonathan McHugh, Tim Sullivan
Darsteller:
Snoop Dogg, Ernie Hudson, Danny Trejo, Pooch Hall, Anson Mount, Lin Shaye, Brande Roderick, Dallas Page, Jason Alexander

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
23.03.2007