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DVD-Besprechung - Stay Alive

Story:
"Stay Alive" ist der Name eines neuen Videospiels, das bislang noch nicht in den Läden zu kaufen ist und nur von ausgesuchten Beta-Testern gespielt werden kann. Durch ein tragisches Unglück gerät das Spiel in die Hände von Hutch (Jon Foster), der beginnt, das Horrorspiel zusammen mit seinen Freunden zu spielen. Doch ein Ableben der Spielfigur scheint auch eine Auswirkung auf die Realität zu haben und wenn das Spiel erst einmal gestartet wurde, ist ein Ausstieg unmöglich.

Meinung zum Film:
Regisseur William Brent Bell ("Sparkle and Charm") gibt dem Begriff "Killerspiel" in "Stay Alive" eine recht wörtliche Bedeutung, die weit mehr über das hinaus geht, was derzeit immer wieder in den Medien diskutiert wird: Er lässt seine Protagonisten das gleiche Schicksal erleiden wie ihren Charakteren im Spiel. Hierzu zeigt er immer wieder Sequenzen mit CGIs, die aus Spielen wie "Resident Evil" oder "Silent Hill" stammen könnten, die aber durchaus auch ihren Reiz auf dem Bildschirm haben und gut ausgearbeitet wurden. Vor allem die Eröffnungsszene mit einer längeren Einstellung aus dem Spiel ohne Unterbrechung hat durchaus ihren Reiz und Horrorpotential. Aber auch im Laufe des Films immer wieder kurz gezeigte Spielszenen geraten niemals langweilig und passen sich immer wieder gut in die Handlung ein. Auch Überblendungen zwischen Realität und Spielewelt sind stets gut aufeinander abgestimmt.

Bei den Darstellern konnte zwar nicht auf ganz große Namen zurückgegriffen werden, aber neben frischen Gesichtern standen mit Jon Foster ("Door in the Floor"), Samaire Armstrong ("Zum Glück geküsst"), Frankie Muniz ("Malcolm mittendrin"), Jimmi Simpson ("Herbie fully loaded"), Milo Ventimiglia ("Gilmore Girls") und Adam Goldberg ("Man about town") immerhin Gesichter mit Wiedererkennungswert zur Verfügung. Diese machen ihre Sache nicht nur ganz ordentlich, sondern sorgen obendrein bei dem ein oder anderen ganz sicher auch für ein "Woher kenne ich das Gesicht denn?"-Gefühl. Die Charaktere im Film sind allerdings teilweise sehr platt und klischeehaft gezeichnet, vor allem die durch Frankie Muniz und Jimmi Simpson verkörperten Spieler sind peinliche, fleischgewordene Klischees von Spielern, wie man sie eigentlich nicht sehen möchte. Es gibt einige Momente im Film, die einfach zu albern und überdreht wirken, und dadurch einiges an der guten Grundstimmung kaputt machen.

Was den Horror im Film betrifft so gibt es im Grunde die übernatürliche Version von "Scream" für Videospieler geboten. Die Morde werden dabei nicht allzu sehr ausgebreitet, was aber nicht unbedingt als Nachteil anzusehen ist, da "Stay Alive" es auch so schafft, in den entsprechenden Momenten Spannung aufzubauen. Die Mischung aus Horrorspiel, Teenie-Slasher und Geisterfilm ist ganz ordentlich gelungen und sorgt für kurzweilige Unterhaltung, die mit ein wenig mehr ernst in den Dialogen und Aktionen durchaus hätte richtig gut werden können. So reicht es letzten Endes nur zu einem durchschnittlichen, aber durchaus sehenswerten Film, der vor allem durch seine interessante Mischung aus Videospielszenen und Realität zu unterhalten weiß. Auf eine tiefgreifende und bis in die letzte Ecke ausgearbeitete Geschichte wurde dabei größtenteils verzichtet und der Plot beschränkt sich auf eine Geisterhausgeschichte, die sich über die neuen Medien ihre Opfer rekrutiert. Als Rahmenhandlung für ein paar spannende Momente reicht das aber allemal aus.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann nicht sonderlich überzeugen. Vor allem der viel zu tief gewählte Kontrast verschluckt regelmäßig Bildinformationen und erschwert den Durchblick teilweise erheblich. Feines Rauschen ist fast durchweg zu erkennen und teilweise ist das Bild wie von einem Schleier überdeckt, der einen verwaschenen Eindruck hinterlässt. Der deutsche Ton ist in Dolby Digital 5.1 oder dts vorhanden, in beiden Varianten sehr sauber abgemischt und nutzt auch den Surroundbreich regelmäßig zur Stimmungserzeugung.

Die Extras sind sehr mager. Neben einem Audiokommentar vom Regisseur und dem Co-Drehbuchautoren in englischer Sprache, ohne deutsche Untertitel, gibt es nur noch Texttafeln mit Infos zu Cast & Crew, eine Fotogalerie und den Trailer zum Film.

Fazit:
"Stay Alive" ist eine gelungene Vermischung zwischen Videospielszenarien und Realität. Hätte der Regisseure auf klischeehaft überzeichnete Charaktere und so manche Albernheit verzichtet, der Film hätte das Zeug zum Next-Generation "Scream" gehabt. Hierzu reicht es nun zwar nicht ganz, aber für kurzweilige Horrorthriller-Unterhaltung ist auf jeden Fall gesorgt.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
96:45 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar von Regisseur William Brent und Co-Autor Matthew Peterman
  • Cast & Crew Infos
  • Fotogalerie
  • Kinotrailer
Stay Alive - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Stay Alive
Stay Alive

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Scream Reloaded


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
William Brent Bell
Drehbuch:
William Brent Bell, Matthew Peterman
Darsteller:
Jon Foster, Samaire Armstrong, Frankie Muniz, Jimmi Simpson, Sophia Bush, Adam Goldberg, Billy Slaughter, Nicole Oppermann, April Wood, Wendell Pierce

Label Deutschland :
Concorde Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
03.02.2007