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Blu-ray-Besprechung - Step Up
Story:
Nachdem Tyler Gage (Channing Tatum) beim nächtlichen Randalieren in einer Tanz- und Musikschule geschnappt wird, verpflichtet ihn die Richterin zu sozialen Pflichtstunden in der Einrichtung, um den angerichteten Schaden wieder auszugleichen. Er selbst ist ein recht guter Freestyletänzer, kann sich mit dem klassischen Tanzstil allerdings nicht so recht anfreunden. Als er sich der Tanzschülerin Nora Clark (Jenna Dewan) als Trainingspartner für ihren Abschlusstanz anbietet, ändert sich seine Meinung allerdings ein wenig, was bei seinen Freunden natürlich reichlich Spott hervorruft. Doch Tyler hat sich vorgenommen, die Sache zu Ende zu bringen, nicht zuletzt, weil er sich immer mehr in Nora verliebt.
Meinung zum Film:
„Step Up“ -Regisseurin Anne Fletcher legte mit dem Film zwar ihr Regiedebüt vor, doch im Filmgeschäft ist sie schon seit langem keine Unbekannte mehr. Als Choreographin war sie bereits an erfolgreichen Filmen wie „...und dann kam Polly“ und „Wedding Planner“ beteiligt. Es ist von daher sicherlich auch kein Wunder, dass es sich bei ihrem Debüt um einen Beitrag handelt, der vor allem mit seinen Tanzeinlagen zu begeistern weiß. Der Rahmen des Film erinnert nicht unwesentlich an den ebenfalls recht frisch erschienenen „Dance!“, in dem Antonio Banderas einer Gruppe Ghettokids klassische Gesellschaftstänze näher brachte, indem er ihnen zeigte, dass auch diese durchaus cool sein können. Anne Fletcher reduzierte lediglich die Gruppe auf einen Einzelfall, legte bei diesem aber ebenfalls altbekannte Schablonen an.
Channing Tatum („Coach Carter“) ist der Hauptprotagonist im Film, der vom unzuverlässigen Taugenichts Saulus über den Tanz zu einem verantwortungsvollen jungen Menschen Paulus heranreift. Seine Partnerin ist Jenna Dewan, die auch in „Dance!“ eine Rolle hatte und nun erneut ihre tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte und dabei aus der Anonymität der Gruppe heraus bricht. Dass ihr gemeinsamer Weg von kleineren Problemen gesäumt ist und dass beide mit ihrem Umfeld und ihren charakterlichen Schwächen zu kämpfen haben, ist wie bei Filmen dieses Genres üblich weitestgehend vorher bestimmt. Erneut werden übliche Klischees bemüht, die auf dem Weg zum meist vorherbestimmten Happy End führen. Während Channing Tatum das Anforderungsraster recht gut ausfüllen kann, fehlt es Jenna Dewan teilweise ein wenig an Ausstrahlung, lediglich in den Tanzeinlagen weiß sie so richtig mitzureißen und zu begeistern. Freunde von Tanzfilmen dürften die genutzten Klischees und kleinere Schwächen in darstellerischer Hinsicht allerdings eher wenig stören. Ihnen kommt es in erster Linie auf mitreißende Choreographien, eingängige Musikstücke und nahe gehende Emotionen an und „Step Up“ hat von allem etwas zu beiten.
Allerdings verlangt der Film zu Beginn reichlich Geduld beim Zuschauer, da die erste Hälfte nur ein Vorbereiten gewohnter Klischees darstellt. Es wird sich zu wenig mit den Tänzen und der Musik beschäftigt, dafür werden Charaktere und Szenen angeboten, welche die Story nicht unbedingt weiter bringen. In der zweiten Hälfte legt der Film dann zu und weiß deutlich besser zu unterhalten. Es bleibt aber weiterhin beim Spiel mit Klischees, das schon oft in dieser oder ähnlicher Form zu sehen war. Und so bleibt es am Ende bei „Step Up“ nur bei einem weiteren Vertreter der Tanz-Romanzen, der sich in die Reihe der Werke einreiht, die zwar nicht unbedingt Neues zu bieten haben, dafür aber eine weitestgehend unterhaltende Variation bekannter Muster vorzuweisen hat. Es gibt einige Vertreter des Genres, die ihre Sache deutlich besser machen, aber auch genau so viele, die deutlich weniger zu unterhalten wissen.
Digitale Aufarbeitung:
Der Detailgrad beim Bild ist ganz ordentlich gelungen, allerdings gibt es in Sachen Schärfe, wie auch schon bei der DVD kleinere Probleme. Hier werden maximal noch durchschnittliche Werte erreicht. Davon abgesehen werden aber überzeugende Ergebnisse geboten und ein insgesamt ordentlicher HD-Eindruck erreicht. Der deutsche Ton liegt in DTS-HD High Resolution 5.1 vor und kann wie schon bei der DVD überzeugen. Vor allem der Soundtrack sorgt dabei im hinteren Bereich immer wieder für Leben.
Die Extras sind komplett von der DVD-Veröffentlichung übernommen worden. Die Beiträge “Myspace Contest", “Entstehung der Tänze” und “Making Of” beschäftigen sich mit verschiedenen Phasen der Entstehung, das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den Tänzen und der Musik. Es folgen noch rund 4 Minuten nicht verwendeter Szenen, eine gute Minute Outtakes und Musikvideos mit Songs aus dem Film. Doch es wird nicht nur wiederverwertetes Material geboten, es sind auch neue Extras dabei. So wurden u.a. die Musikvideos von 4 auf 7 erhöht und es gibt die zusätzlichen Hintergrundberichte "Weltpremiere", "Interviews", "Blick hinter die Kulissen" und "Tanzproben".
Fazit:
Vor allem wegen der eher schwachen ersten Hälfte schafft es „Step Up“ nicht, sich aus der Masse der Tanzfilme hervorzuheben. Wer diese Richtung Film mag, sollte aber trotzdem nicht zögern und zugreifen. Zumindest die zweite Hälfte bietet ausreichend mitreißende Tanzeinlagen zum Zusehen und Wohlfühlen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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103:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD High Resolution 5.1 | Englisch DTS-HD High Resolution 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Myspace Contect
- Entstehung der Tänze
- Making Of
- Deleted Scenes
- Outtakes
- 7 Musikvideos
- Weltpremiere
- Interviews
- Blick hinter die Kulissen
- Tanzproben
- Darstellerinfos
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Step Up
Step Up
Durchschnittlicher Tanzfilm nach Schablonenschema F
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Anne Fletcher Drehbuch: Duane Adler, Melissa Rosenberg Darsteller: Channing Tatum, Jenna Dewan, Damaine Radcliff, De'Shawn Washington, Mario, Drew Sidora, Rachel Griffiths, Josh Henderson, Tim Lacatena, Omar, Heavy D
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 10.02.2011
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