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DVD-Besprechung - The Butcher
Story:
Eine Gruppe Teenager ist mit dem Auto auf den Weg nach Las Vegas, als sie eine vermeintliche Abkürzung durchs Gelände nehmen. Das Unglück beginnt, als sie erst eine Reifenpanne haben und kurze Zeit später einer von Ihnen bei einem fatalen Ausgang eines Scherzes ums Leben kommt, bei dem zusätzlich auch noch der Wagen fahruntüchtig wird. Die Gruppe sieht in der Nähe ein verlassenes Farmhaus, in welches sie nach Hilfe fragen wollen, was sich letzten Endes allerdings als fatale Entscheidung herausstellt.
Meinung zum Film:
Was Regisseur Edward Gorsuch in seiner ersten Arbeit als Drehleiter präsentiert, klingt nicht nur flüchtig nach einer Ansammlung bereits bekannter und mehr als einmal gesehener Horrorklischees, es stellt sich sogar mit laufender Spielzeit immer mehr als eine Art Kollage bekannter Motive heraus, die mit einer rudimentären Rahmenhandlung aneinandergereiht wurden. Es scheint als hätte sich Drehbuchautor Michael Hurst ("Room 6") vorab noch einmal einige moderne Klassiker des Horrorfilms angesehen, um einzelne Szenen daraus in seinem Skript zu verwenden und zahlreiche kleinere Anspielungen auf eine Großzahl an Filmen zu machen. Doch der Spagat zwischen anerkennender Hommage und plumpen Plagiat ist schwer und nur durch das Einbringen hinreichend eigener Ideen kann er gelingen.
Die größere Übernahme von Momenten aus anderen Filmen nimmt gleich zu Beginn seinen Lauf, wenn mit dem Nehmen einer vermeintlichen Abkürzung und die Art des anschließenden Unfalls die Gruppe festgesetzt wird. In ähnlicher Weise war dies erst vor kurzem in Alexandre Ajas "The Hills have Eyes" zu sehen. Die Gruppe, die sich dann zu einer abgelegenen Farm bewegt und dort eine verwahrloste Einrichtung vorfindet, nebst skurriler menschlicher Körperteile trägt überdeutlich ein "Texas Chainsaw Massacre" in den Kulissen und der Killer im Film erinnert optisch wieder an die mutierten Freaks in "The Hills have eyes", erscheint von den Handlungen wie der verrückte Outlaw in "Wolf Creek" und schwingt letzten Endes auch noch die Kettensäge wie Leatherface in den TCM-Filmen. Frei nach dem Motto "Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht" muss solch ein Film natürlich nicht unbedingt misslingen. Wichtig hierzu ist es nur, dass der Rahmen stimmt. Aber leider ist genau dies das große Problem, da kein rechter Erzählfluss aufkommen will und dadurch auch kaum durchgehende Spannung oder Dramatik aufkommt.
Ein Grund hierfür ist unter anderem so manch dummer Einfall, der beim besten Willen nicht ungesehen bleiben kann. Wie etwa der Moment, wo eine der Heldinnen mit beiden Händen in einem Sicherungskasten rumhantiert, um den Strom wieder einzuschalten. Durch die Art, wie sie hier vorgeht, bedarf es keines Killers, um für ihr Ableben zu sorgen, denn dies besorgt der bei ihrer Aktion ganz sicher reichlich vorhandene elektrische Strimfluss in ihrem Körper auf der Stelle. Aber selbst der Killer kann nicht unbedingt sonderlich überzeugen. Er beginnt als düsterer Freak die Szene zu betreten, was durchaus Eindruck beim Zuschauer hinterlassen kann. Wenn er dann aber ab der Hälfte des Films zu sprechen beginnt und zusätzlich noch so manche überhaupt nicht unheimliche Aktion vollführt, wird der gute erste Eindruck zunichte gemacht. Es mag sicherlich die ein oder andere Szene geben, die für sich betrachtet recht effektiv ist, aber durch die kaum vorhandene Bindung zu den Protagonisten, was zum Teil am Klischeeverhalten der Protagonisten, zum Teil am begrenzten Talent der Darsteller liegt, und dem Fehlen eines echten Spannungsbogen ist "The Butcher" weit davon entfernt die „teuflische Mischung aus "Texas Chainsaw Massace" und "High Tension"" zu sein, die auf der Rückseite des Covers versprochen wird. Er ist maximal ein netter Backwood-Horror für zwischendurch, den man aber keinesfalls unbedingt gesehen haben muss und dem der Spagat zwischen Hommage und Plagiat überhaupt nicht gelingen will. Er erscheint in erster Linie wie eine Aneinanderreihung bekannter Horrormomente, ohne dabei dem Genre jedoch selbst Neues hinzufügen zu können.
Digitale Aufarbeitung:
Am Bild gibt es nichts zu beanstanden. Die Farben wirken natürlich und der Kontrast ist so gut gewählt, dass auch in dunklen Szenen der Durchblick nicht verloren geht. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar zu vernehmen, macht aber eher weniger Gebrauch von den hinteren Lautsprechern.
Als Extra gibt es den Trailer zum Film in Deutsch und Englisch.
Fazit:
"The Butcher" hat einige gute Ansätze und auch das Potpourri aus Szenen von beliebten Horrorfilmen ist nicht unbedingt schlecht. Doch durch konturenlose Helden, einem mit fortlaufender Spielzeit immer weniger bedrohlich wirkenden Killer und dem Fehlen eines durchgehenden Spannungsbogen kann der Film nur leidlich überzeugen und gehört dadurch sicherlich nicht zu den Filmen, die man selbst als Freund des Horrorfilms unbedingt gesehen haben muss.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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The Butcher
The Butcher
The hills have eyes in the Texas Chainsaw Massacre
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Edward Gorsuch Drehbuch: Michael Hurst Darsteller: Myiea Coy, Annie Mackay, Tom Nagel, Alan Ritchson, Nick Stellate, April Gilbert, Ashley Rebecca Hawkins, Bill Jacobson, April Lang
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 15.03.2007
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