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DVD-Besprechung - The Doll Master
Story:
Eine Gruppe offensichtlich zufällig zusammen gestellter Menschen kommt auf Einladung des Kurators in das abgelegene Haus einer Puppenmacherin. Diese möchte Puppen nach den menschlichen Vorbildern schaffen, um diese dann in ihrem kleinen Puppenmuseum auszustellen. Doch die Versammelten sind keinesfalls wahllos ausgesucht, sie sind alle durch ihre Vergangenheit miteinander verbunden. Als die Gäste dem Geheimnis des Puppenmuseums auf die Spur kommen ist es jedoch für einige bereits zu spät.
Meinung zum Film:
Mörderpuppen hat es in der Filmgeschichte schon einige gegeben. Und dies bereits lange bevor "Chucky" für Grauen auf dem Bildschirm sorgte und zum Inbegriff dieses Subgenres wurde, hatte unter anderem Stuart Gordon in "Dolls" einen todbringenden Puppenmacher auf Film gebannt. "The Doll Master" des südkoreanischen Regisseurs und Drehbuchautors Yong-ki Jeong schlägt in eine ähnliche Kerbe wie der Film von Stuart Gordon. Auch er verschlägt eine Gruppe Menschen in ein abgelegenes Haus, in dem ein mysteriöser Puppenbastler lebt und in dem die Spielzeuge offensichtlich ein tödliches Eigenleben führen. Allerdings ist die Art, wie sich dieses Eigenleben darstellt, hier ein wenig anders präsentiert und dem asiatischen Kino gemäß mehr auf den kurzen Schock setzend und erst gegen Ende mit längeren Einstellungen der Killer versehen.
Was das Tempo und die Spannung im Film betrifft, so zeigen sich diese schwankend. Nach der Einleitung wird langsam der Spannungsbogen angezogen, um danach allerdings wieder deutlich nachzulassen. Erst in der zweiten Hälfte zieht "The Doll Master" in Sachen Spannung wieder an, um dann in einem viel zu lang hingezogenen Finale zu enden. Und genauso unausgewogen wie sich der Spannungsbogen gibt, genauso durchwachsen fällt der gesamte Film aus. Die Schauspieler legen, mal abgesehen von der teils heftigst überagierenden Puppenmacherin, durchweg eine ordentliche Leistung ab, jedoch sind sämtliche Charaktere so stereotyp ausgefallen und wurden ihnen teils so dumme Dialoge in den Mund gelegt, dass nie auch nur der Hauch einer Bindung zum Publikum aufkommt.
Ein ganz großes Problem im Film ist die Story an sich. Ab der Mitte beginnt sich der Plot in zwei voneinander fast unabhängige Stränge aufzuteilen, bei denen dann immer offenbarer wird, wie konstruiert das gesamte Konstrukt letzten Endes doch ist. Zu Beginn besteht die Hoffnung, endlich mal wieder einen durchdachten und auch inhaltlich ansprechenden Asienhorror zu sehen zu bekommen, am Ende bleibt allerdings nur die leichte Ernüchterung, dass auch "The Doll Master" nicht über die gesamte Länge überzeugen kann. Er hat zwar ein paar gute Spannungsmomente zu bieten, die Puppen werden stellenweise recht effektiv genutzt und auch die Grundidee bietet gute Ansatzpunkte, dem entgegen stehen jedoch ein zu schwankender Spannungsbogen, ein zu sehr in die Länge gezogenes Finale und eine Story, die nicht zuletzt durch die Aufteilung in praktisch zwei Handlungsstränge einiges an Fragen aufwirft und alles andere als logiksicher erscheint.
Digitale Aufarbeitung:
Was die Farben und die Schärfe anbetrifft, so macht das Bild einen guten Eindruck. Allerdings neigen weiße Flächen immer wieder zum Überstrahlen und bei Kamerabewegungen sind immer wieder Nachzieheffekte zu erkennen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar zu vernehmen und hat auch den ein oder anderen Surroundeffekt zu bieten.
Die Extras fallen recht überschaubar aus. Ein paar unkommentierte Minuten vom Dreh, knapp 2 Minuten Statements der Darsteller zur ihren Rollen, ein Musikclip mit Ausschnitten aus dem Film, Teaser und Trailer sowie eine Bildergalerie stellen die einzigen knappen Beiträge in dieser Rubrik dar.
Fazit:
"The Doll Master" ist ein netter Asiengrusler für zwischendurch, der aber kaum nachhaltig in Erinnerung bleiben dürfte. Letzten Endes ist es die unausgegoren wirkende Geschichte, die den guten Ansatz und die teils spannend inszenierten Momente mit den Puppen im Keim erstickt und dadurch einer Einstufung als großes Horrorkino im Wege steht. Wer allerdings nur einfach mal wieder einen netten Gruselfilm sehen möchte, sollte zur DVD greifen
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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89:00 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Koreanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Behind the Scenes
- Interviews
- Teaser & Trailer
- Musikclip
- Bildergalerie
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The Doll Master
Inhyeongsa
Ein paar nette Puppenhorrormomente machen alleine noch lange keinen spannenden Gruselfilm aus
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Südkorea, 2004 Regie: Yong-ki Jeong Drehbuch: Yong-ki Jeong Darsteller: Yu-mi Kim, Eun-kyeong Lim, Hyeong-tak Shim, Ji-young Ok, Hyeong-jun Lim, Yu-mi Jeong, Ka-Yeong Lee
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 10.05.2007
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