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DVD-Besprechung - The Roost - Angriff der Fledermäuse
Story:
Auf der Reise zu der Hochzeit eines Freundes hat eine Gruppe Jugendlicher eine Autopanne. In der abgelegenen Gegend entdecken sie eine alte Farm, in der sie nach Hilfe suchen. Doch anstelle von Hilfe finden sie hier nur eine tödliche Bedrohung, die sich zu Beginn in Form von blutgierigen Fledermäusen zeigt.
Meinung zum Film:
Inhaltlich hat "The Roost" sicherlich nicht viel zu bieten, was dafür sprechen könnte, ihn sich unbedingt anschauen zu wollen. Von Teenagern, die in der Abgeschiedenheit auf eine tödliche Bedrohung treffen und zu Gejagten werden ist schon oft, aber selten richtig gut erzählt worden. Gerade bei kleinen Independent-Produktionen, zu denen "The Roost" ohne jeden Zweifel gehört, ist es selten der Fall, dass diese zu den wirklich empfehlenswerten Beiträgen im Genre gehören. Doch Regisseur Ti West hat in seinem ersten Spielfilm einiges besser gemacht als viele seiner Kollegen und einen größtenteils unterhaltsamen Film geschaffen. Trickreich hat er die natürlichen Schwierigkeiten eines kleinen Budgets umschifft und seinen Erstling in die Kategorie sehenswerter B-Movies platziert. Allerdings sollte niemand einen Tierhorror hinter dem Film vermuten, nur weil auf dem Cover groß mit Fledermäusen geworben wird. "The Roost" ist vielmehr ein Mix aus verschiedenen Subgenres des Horrors, der durch eine düstere Atmosphäre und einigen skurrilen Einfällen zu überzeugen weiß.
Da die Geschichte um die Teenager wahrscheinlich nicht ausreichend Stoff hergab, entschied sich Ti West, diese in einem Rahmen zu präsentieren, wie man ihn sonst bei Episodenhorrorfilmen der Marke "Tales from the Crypt - Geschichten aus der Gruft" kennt. Ein kahlköpfiger Butler, der ein wenig an Onkel Fester aus der "Addams Family" erinnert, bietet in einem stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Rahmen eine kurze Einstimmung auf den Film und meldet sich auch zum Abschluss noch einmal zu Wort. Ein wenig erinnern die Kommentare von Butler Fester auch an Elvira, die für das US-TV alte Horrorklassiker süffisant kommentierte und später auch in zwei eigenen Kinofilmen den Bildschirm erobern konnte. Selbst wenn diese eher heiteren Momente im krassen Gegensatz zu dem eher ernsten Hauptteil stehen, bieten sie dennoch einen annehmbaren Rahmen. Die Aufmachung erinnert ein wenig an die Schwarz-Weiß-Zeiten des Horrorfilms, wo Filme in Double Features in den Kinos zu sehen waren und mit meist reißerischen Werbetexten angekündigt wurden. Über den Sinn eines einmaligen Eingriffs in die Handlung des Films durch den Butler werden sicherlich geteilte Meinungen entstehen, aber auch bei Nichtgefallen ist dies nur ein kleinerer Makel.
Der Hauptfilm selbst ist allerdings zu keiner Sekunde komisch. Hier präsentiert Ti West einen knallharten Horrorfilm, bei dem lediglich die CGI-Effekte mit den Fledermäusen nicht immer ganz überzeugen können. Die Stimmung orientiert sich ein wenig an George A. Romeros "Nacht der lebenden Toten". Denn auch wenn die erste Bedrohung von einer Horde angriffslustiger Fledermäuse ausgeht, stehen die Opfer der Tiere später wieder von den Toten auf und greifen die Lebenden an. Eine Erklärung für diesen Vorgang sucht man zwar vergebens, was aber nicht sonderlich stört. Das Auftreten der zombiehaften Wesen beginnt oftmals mit einer Hintergrunderscheinung, wodurch teilweise ein sehr schöner Suspense entsteht. Die blutigen Effekte im Film sind ebenfalls gut gelungen und auch das Make Up sorgt für den passenden Rahmen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist nicht sonderlich gut ausgefallen. Vor allem das mitunter sehr starke Rauschen in dunklen Szenen ist ein überdeutlicher Zeuge des begrenzten Budgets. Auch die Schärfe fällt nicht unbedingt fein aus, wodurch das Bild selbst für einen Independent-Film nicht sonderlich überzeugen kann. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut abgemischt, übertreibt es in den Tieftönen allerdings doch ein wenig zu sehr.
Als Extra gibt es ein paar Texttafeln mit Hintergrundinformationen, die Ti West zu der Entstehung des Films bereithält, eine Bildergalerie und den Trailer zum Film.
Fazit:
Wer sich auch nur ein klein wenig für B-Movie-Horror begeistern kann und auch zufrieden gestellt wird, wenn nicht alles 100% stimmt, sollte "The Rooster" in den DVD-Player legen. Mit aggressiven Fledermäusen, einer Handvoll lebender Toter und Menschen, die in der Falle sitzen, bietet der Film alles, was einen spannenden, wenn auch mit knapp 77 Minuten recht kurzen Horrortrip ausmacht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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77:01 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Texttafeln mit Produktionsnotizen
- Bildergalerien
- Trailer
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The Roost - Angriff der Fledermäuse
The Roost
Night of the killing bats
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Ti West Drehbuch: Ti West Darsteller: Tom Noonan, Karl Jacob, Vanessa Horneff, Sean Reid, Wil Horneff, Barbara Wilhide, Richard Little, John Speredakos, Larry Fessenden
Label :
Epix
Verkaufsstart : 08.03.2007
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