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DVD-Besprechung - The Tooth Fairy - Auge um Auge, Zahn um Zahn
Story:
Als Peter Campbell (Lochlyn Munro) ein altes Haus zu einem Bed & Breakfast umbaut ahnt er nicht, dass hier vor rund 50 Jahren eine alte Hexe lebte, die unter dem Namen "Tooth Fairy" für Schrecken unter den Kindern sorgte. Als Peters Freundin Darcy (Chandra West) zusammen mit ihrer 10-jährigen Tochter Pamela (Nicole Muñoz) in dem fast fertig renovierten Haus vorbeischaut, scheint damit auch die alte Hexe wieder zu Leben erweckt zu sein, denn auf einmal geschehen blutige Mord in der näheren Umgebung. Anfangs wollen Peter und Darcy die alte Legende von der Zahnfee nicht glauben, die Pamela von ihrer neuen Freundin erfahren hat, aber irgendwann haben auch sie den Verdacht, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht bei den Geschehnissen der letzten Tage.
Meinung zum Film:
Bereits 2003 gab es einen Film, der unter dem Arbeitstitel "Tooth Fairy" zum ersten Mal von sich reden machte, anschließend dann aber unter dem Namen "Der Fluch von Darkness Falls" veröffentlicht wurde. Während die Zahnfee in Darkness Falls eine geisterhafte Erscheinung war, die ohne materielle Hülle daherkam, ist die Hexe in dieser Videopremiere von 2006 eine entstellte Frau, die ihr Antlitz unter einer großen schwarzen Kapuze versteckt. Anstelle von übernatürlichen Übergriffen auf ihre Opfer geht die bodenständige Angreiferin höchst irdisch vor und nutzt bevorzugt ein Handbeil zum Morden, greift aber auch schon mal auf einen großen Häcksler zurück.
Nicht zuletzt durch das unterschiedliche Auftreten und den unterschiedlichen Angriffsvarianten stellt sich die jüngere "Tooth Fairy" als die deutlich blutigere heraus, während die ältere, geisterhafte Form mehr in Sachen Spannung zu bieten hatte. Die Morde in "The Tooth Fairy" fallen reichlich blutig aus und dürften vor allem Anhänger der kreativen Verstümmelungen im Film gefallen. Ein Vergleich zu den beliebten "Freitag, der 13."-Filme ist in dieser Beziehung durchaus angebracht. Wo es dem Film allerdings ein wenig mangelt, ist an einem durchgehenden Spannungsbogen. Die Hexe erscheint nicht sonderlich bedrohlich, Hintergründe über sie gibt es so gut wie keine zu erfahren und zu guter Letzt wird ein großer Teil der Laufzeit für eher dumme Handlungsstränge vergeudet, anstatt eine bedrohliche Atmosphäre zu kreieren. Erst in der letzten halben Stunde wird das Hauptaugenmerk auf den interessanten Horrorteil der Geschichte gelegt, ohne dabei jedoch das Potential auch nur annähernd auszuschöpfen.
"The Tooth Fairy" ist durch seine erwachsenen Darsteller zwar nicht unbedingt zu den Teenie-Slashern zu zählen, doch das Verhalten der Protagonisten ist keinen Deut besser als bei den jüngeren Opfern. Die Drehbuchautoren bieten den gewohnten Kompott aus Dummheiten und gekünstelt wirkenden Dialogen, die zu einem großen Teil dafür sorgen, dass das Horrorgenre nicht unbedingt zu den intelligentesten zählt. So gilt es sich auch diesmal durch reichlich geistigen Durchfall zu kämpfen, um in den Genuss der teils wirklich gelungenen Slasher-Momente zu kommen. Ein großes Problem ist, dass die Zahnfee nur bruchstückhaft näher gebracht wird und ansonsten ein im wahrsten Sinne des Wortes gesichtslosen Monster bleibt. Aber immerhin eines, das zumindest schlagkräftige Argumente in Form ihres Handbeils vorzuweisen hat. Doch ansonsten gibt es kaum etwas überraschendes zu erleben. Die neue Freundin von Pam ist schnell durchschaut, das Kanonenfutter relativ offensichtlich und das Verhalten ist in Gefahrenmomenten genauso so dumm, wie so mancher Charakter im Film. Für einen durchschnittlich unterhaltsamen Slasher mit einigen überzeugenden Effekten reicht es aber allemal und Freunde dieses Genres werden mit diesem gut bedient.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und bietet keinen Grund zum Klagen. Selbst in dunklen Sequenzen kommt nicht der Verdacht auf, dass Bildinformationen vom Schwarz verschluckt werden. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut verständlich, ein Räumlichkeitsgefühl wird in der Regel aber nur über den Soundtrack vermittelt.
Extras gibt es keine auf der DVD.
Fazit:
"The Tooth Fairy" ist ein Slasher, der auf den ersten Blick etwas übersinnliches hat, sich letzten Endes aber als Horror der Marke "Freitag, der 13." herausstellt. Der Fokus liegt eindeutig auf der Wirkung der gut inszenierten Mordeinlage, der Spannungsaufbau rückt eindeutig ins zweite Glied und geht stellenweise sogar ganz verloren.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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85:18 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Tooth Fairy - Auge um Auge, Zahn um Zahn
The Tooth Fairy
Eine Zahnfee Marke Jason
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Chuck Bowman Drehbuch: Stephen J. Cannell, Corey Strode, Cookie Rae Brown Darsteller: Lochlyn Munro, Chandra West, Nicole Muñoz, Carrie Fleming, Steve Bacic, Peter New, Jesse Hutch, Sonya Salomaa
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 23.02.2007
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