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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Them

Story:
Die Lehrerin Clementine (Olivia Bonamy) lebt gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Lucas (Michaël Cohen) in einem großen, alten Haus, das weit abgelegen in einem Wald liegt. Eines Nachts hört sie merkwürdige Geräusche vor dem Haus und als sie und Lucas nach dem Rechten sehen, müssen sie mit ansehen, wie ihr Auto gestohlen wird. Doch dies ist erst der Beginn einer Nacht voller Angst, denn auf einmal sind Geräusche aus verschiedenen Ecken des Hauses zu vernehmen. Und dann fällt der Strom aus.

Meinung zum Film:
Die Franzosen David Moreau und Xavier Palud haben mit "Them" ihren ersten Beitrag abgeliefert und sich dabei gleich als Autoren und Regisseure versucht. Das Ergebnis hat Lions Gate in den USA offensichtlich so beeindruckt, dass die Beiden nach einem Drehbuch von Sebastian Gutierrez ("Gothika") das Remake des Hong-Kong-Gruslers "The Eye" drehen durften. Die Hauptrolle im US-Remake spielt dabei die alles andere als unbekannte Jessica Alba ("Fantastic Four"). Grund für die Wahl des französischen Duos für die US-Produktion war sicherlich ihr Gespür für den schleichenden Horror, den die Beiden in ihrem fast schon kammerartig aufgeführten "Them" dem Publikum präsentieren.

Zu Beginn geht es gleich mit einem Knalleffekt los, als eine Mutter und ihre Tochter sich nach einem Autounfall einem Angriff ausgesetzt sehen. Doch wer meint, es würde in diesem Tempo weiter gehen, sollte seine Erwartungen besser drastisch zurückschrauben. In den nächsten Minuten werden erst einmal die beiden Charaktere, Clementine und Lucas eingeführt, indem ihr ausklingender Abend gezeigt wird. Mit dem Moment, in dem das Paar sich zur Nachtruhe begibt und das Licht ausschaltet, gehen dann auch die nervenaufreibenden Momente los. Es gibt Geräusche aus dem Haus zu hören, das Fahrzeug wird vor der Haustür vom Grundstück geklaut und auf einmal fällt zusätzlich auch noch der Strom aus. Ab hier nimmt "Them" schlagartig an Tempo auf und die beiden Hausbewohner finden sich auf einmal als Gejagte in ihren eigenen vier Wänden wieder, ohne dabei jedoch zu wissen, wer der eigentliche Angreifer ist. Der Film wirkt dabei fast wie ein Kammerspiel und abgesehen von Clementine und Lucas gibt es fast keine anderen Gesichter mehr im weiteren Verlauf des Films zu sehen.

Die Art und Weise, wie die Bedrohung präsentiert wird ist in grafischer Hinsicht relativ harmlos und hätte problemlos mit einer FSK 12 versehen werden können. Ganz anders sieht es aber mit der psychischen Belastung aus, die vor allem auf ein Publikum übertragen wird, das ohnehin schon im Dunkeln aus jeder Ecke die ungewöhnlichsten Geräusche hört. Die Kamera schwebt dabei in den ruhigen Momenten vorsichtig wie ein stummer Beobachter, der keinesfalls stören will durch die Gänge, legt in den Verfolgungsszenen dann aber an Tempo zu. Die Laufzeit von rund 70 Minuten ist gut gewählt, da das Thema nicht unbedingt viel mehr an Inhalt hergeben würde. Am Ende präsentieren Moreau und Palud eine Auflösung, die schlüssig und auch ein wenig schockierend ist, vor allem da die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. "Them" gehört somit zu den Gruselfilmen, die gut zu unterhalten wissen und auf eher subtile Weise für Angst und Schrecken sorgen. Am besten sieht man sich den Film im abgedunkelten Raum an, um möglichst tief in die düstere Atmosphäre hineingezogen werden zu können.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck. Teilweise ist zwar auf Grund der Dunkelheit nicht allzu viel zu erkennen, was aber durchaus gewollt sein dürfte. Feines Rauschen an manchen Stellen kann verziehen werden. Der deutsche Ton ist stets klar zu verstehen, bei den räumlichen Effekten hätte allerdings ruhig etwas mehr Gebrauch von den hinteren Lautsprechern gemacht werden dürfen. Die Szenerie bietet hinreichend Möglichkeiten hierzu und wenn der hintere Bereich dann mal akustisch zum Einsatz kommt, trägt dieses gleich deutlich zu einer Steigerung der schaurigen Stimmung bei.

Als Extras gibt es neben dem Trailer und einer Fotogalerie noch ein interessantes Making Of, in dem die Darsteller und die Filmemacher über ihre Erfahrungen beim Dreh und ihre Intentionen bei der Umsetzung erzählen.

Fazit:
"Them" ist ein gelungener Gruselfilm, der entgegen dem allgemeinen Trend mal nicht auf grafische Effekte setzt, sondern seine gute Spannung aus einer unbekannten Bedrohung zieht. Wer ohnehin schon Angst vor Geräuschen aus der Dunkelheit hat, würde sicherlich auch hier am liebsten die Decke über den Kopf ziehen. Doch auch mit stärkeren Nerven versehene Gruselfreunde werden sicherlich ebenfalls auf ihre Kosten kommen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
73:35 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Französisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Fotogalerie
  • Trailer
Them - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Them
Ils

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Der Film, der unheimliche Geräusche im Dunkeln zum Programm macht


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2006
Regie:
David Moreau, Xavier Palud
Drehbuch:
David Moreau, Xavier Palud
Darsteller:
Olivia Bonamy, Michaël Cohen

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
24.05.2007