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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Twin Peaks: Fire walk with me

Story:
Der mysteriöse Mord an Teresa Banks (Pamela Gidley) ruft das FBI auf den Plan, das in Form von Special Agent Chester Desmond (Chris Isaak) in Begleitung des frisch gebackenen Agenten Sam Stanley (Kiefer Sutherland) die Ermittlungen aufnimmt. Auch Special Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) wird mit involviert in den Fall, ohne dass der Täter dabei jedoch gestellt werden kann. Doch Cooper ist sich sicher, dass man es hier mit einem Wiederholungstäter zu tun hat, der wieder zuschlagen wird. Er hat auch bereits ein Bild des nächsten Opfers vor Augen, ohne dabei jedoch zu wissen, dass es sich hierbei um Laura Palmer (Sheryl Lee) handelt.

Meinung zum Film:
Mit dem Aus für die TV-Serie "Twin Peaks" wollte sich Serien-Schöpfer David Lynch ("Lost Highway") nicht so recht abfinden, zu viele Ideen schwirrten ihm offensichtlich noch im Kopf herum, die er nur zu gerne dem Publikum präsentieren wollte. Das Ergebnis dieses Wunsches ist der Twin-Peaks-Film "Fire walk with me", der sich mit der Zeit vor den Ereignissen der Serie beschäftigt. Es sollte aber niemand den großen Fehler machen und sich aus chronologischer Korrektheit den Film vor der Serie anzuschauen, da dadurch die wohl größte Faszination der Serie, das Geheimnis um den Tod Laura Palmers, fast gänzlich seiner Kraft beraubt wäre. Idealerweise schaut man sich den Film direkt nach dem Genuss der Serie an, wenn die Erinnerungen an die vielen kleinen Dinge, die teilweise nebensächlich und unerklärlich erscheinen, noch frisch sind, da wie nicht anders vom Regisseur zu erwarten, einige von diesen aufgegriffen und erläutert werden. Wer sich z.B. schon immer gefragt hat, welche Bedeutung eine in der ersten Staffel regelmäßig gezeigte rote Ampel hat, wird die tragende Bedeutung dieser für den Mordfall erleben können.

Aufgeteilt ist der Film in einen längeren Prolog und dem großen Hauptteil. Zu der Einleitung gehören die anfänglichen Ermittlungen des FBI um den ersten Mord, bei dem dem Opfer am Ende ein Buchstabe unter den Fingernagel gelegt wurde. In dieser Zeit wird die ganze Kraft der Serie hinsichtlich der mysteriösen Ermittlungen mit reichlich übernatürlichem Charakter perfekt inszeniert und jeder, der die Zeit in Twin Peaks genossen hat, wird sich auch hier gleich wieder heimisch fühlen. Nach rund einer halben Stunde ist dieser Teil abgeschlossen und es gibt einen Szenenwechsel nach Twin Peaks, ein Jahr nach den bislang gezeigten Ereignissen. Durch das Einspielen der Titelmusik der Serie und dem Zeigen des Ortseingangsschildes von Twin Peaks wird auch deutlich signalisiert, dass ab hier eine direkte Auseinandersetzung mit den Ereignissen rund um Laura Palmers Tod beginnt. Ein großer Wermutstropfen hierbei ist allerdings, dass Lara Flynn Boyle wegen anderer vertraglicher Verpflichtungen nicht für die Rolle der Donna zur Verfügung stand und durch Moira Kelly ("Chaplin") ersetzt wurde. Zum einen ist es befremdlich, einen der lieb gewonnenen Hauptcharaktere mit einem neuen Gesicht zu sehen, zum anderen hat Kelly nicht die notwendige Ausdruckskraft in ihrer Mimik, um die Zerrissenheit und Verletztheit von Donna ansprechend auf den Schirm zu bringen. Bei der deutschen Lokalisierung standen ebenfalls nicht mehr sämtliche Synchronsprecher der TV-Serie parat, was vor allem bei Leland Palmer negativ ins Gewicht fällt, da seine TV-Stimme um einiges besser zu seinem Charakter passte als die neue Variante.

Das Hauptaugenmerk des Filmes liegt auf dem Leben und dem Leiden von Laura Palmer. Sehr detailliert wird die Hölle gezeigt, in der sie jeden Tag bestehen musste. Sie kennt schon recht früh die Person, die sie seit ihrer frühen Kindheit regelmäßig missbraucht, als sie dann aber auch noch dessen wahres Gesicht erkennen muss, sorgt dies für eine noch größere Belastung ihrer Seele, an der sie letzten Endes dann auch zerbricht. Während dieser Umstand in der Serie nur durch Worte umschrieben wurde, zeigt David Lynch nun den ganzen Schrecken in sehr bewegenden Bildern und es hätte gar nicht der symbolischen Bilder am Ende bedurft, um klar zu machen, dass der Tod letzten Endes die einzige Erlösung und die einzige Hoffnung auf ihren Seelenfrieden darstellte. Der Film gerät durch seine tragische Darstellung und der charakterlichen Studie fortlaufend immer mehr zu einem Drama mit Mystereinschlag, wodurch zwangsläufig auch das Tempo deutlich zurückgefahren wird gegenüber der Einleitung. Langweilig wird der Filme dadurch aber keinesfalls, denn es wird immer wieder ausreichend Futter für Auge und Hirn geboten, die durch eine unheimliche und fesselnde Atmosphäre getragen werden. Wer die Serie gesehen und geliebt hat, kommt definitiv an "Fire walk with me" nicht vorbei.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr gut gelungen und stört das Sehvergnügen in keinster Weise. Gleiches gilt für den sehr weiträumig abgemischten deutschen Ton in Dolby Digital 2.0, der bis auf eine Ausnahme gut zu vernehmen ist. Diese Ausnahme ist eine Szene, in der Desmond und Stanley in einem Diner sitzen, und wo in der Mitte der Szene die Lautstärke auf einmal deutlich gesenkt wird, was ein Nachregeln notwendig macht. Nach dem Ende der Szene geht es dann in der gewohnten Lautstärke weiter. In einer Szene in einem düsteren Club werden durchgehend Untertitel eingeblendet, was aber offensichtlich aus dem Grunde geschieht, da die laute Musik die englische Sprache weitestgehend überlagert und lediglich die deutsche Synchro ein wenig lauter abgemischt wurde. Die Untertitel sind hier also wohl vom Regisseur vorgesehen und lediglich bei er deutschen Lokalisierung wurde es ein wenig zu gut gemeint, als ein Fehler korrigiert wurde, der eigentlich keiner war.

Extras gibt es keine auf der DVD

Fazit:
"Twin Peaks - Fire walk with me" zeigt die Vorgeschichte zum Laura-Palmer-Mord und das tragische Leben der jungen Frau. Wer die TV-Serie gerne gesehen hat, kommt im Grunde gar nicht umhin, sich auch den Film anzusehen. Wer die Serie allerdings (noch) nicht gesehen hat, sollte es gleichermaßen mit dem Film halten, da ohne dem Wissen um die Hintergründe die gezeigten Ereignisse nur wenig Sinn ergeben werden.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
129:12 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Italienisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch
Bonusmaterial:
  • -
Twin Peaks: Fire walk with me - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Twin Peaks - Fire walk with me
Twin Peaks - Fire walk with me

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Die perfekte Ergänzung zum Mystery-Serien-Highlight, aus der Sicht von Laura Palmer


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich / USA, 1992
Regie:
David Lynch
Drehbuch:
David Lynch, Mark Frost
Darsteller:
Sheryl Lee, Moira Kelly, Phoebe Augustine, Ray Wise, Dana Ashbrook, Pamela Gidley, Chris Isaak, Kiefer Sutherland, Kyle MacLachlan

Label Deutschland :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
19.04.2007