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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Unknown

Story:
5 Männer wachen ohne Erinnerung an ihr Leben in einer heruntergekommenen Lagerhalle mitten in der Wüste auf, zwei von ihnen sind gefesselt. Durch einen Anruf erfahren sie, dass zwei von ihnen Geiseln der restlichen drei Entführer sind, wer welche Rolle bekleidet, weiß aber niemand. Eine angespannte Atmosphäre herrscht unter den Eingeschlossenen, da es offenbar keinen Ausweg aus dem rundum verriegelten Gebäude gibt. Als dann langsam die Erinnerung in kleinen Fetzen wieder zurückkommt, wird die Situation in der Gruppe noch bedrohlicher.

Meinung zum Film:
Was Regieneuling Simon Brand und der ebenfalls debütierende Drehbuchautor Matthew Waynee dem Publikum mit "Unknown" präsentieren, ist bestes Thrillerkino mit Gedächtnislücke. Mit "Memento" wurde in diesem Bereich eine Messlatte gesteckt, die nur schwer zu erreichen ist. Zuletzt waren es meist kleinere Filme wie "EMR", "The Intruder" oder "Five Fingers", die das Publikum mit der Frage beschäftigten, welche Funktion einzelne Protagonisten in einem anfangs recht verwirrenden Spiel inne haben. Doch kaum einer hat dieses in ähnlich verzwickter Weise präsentieren können, wie der vorliegende Film. Allein der Gedanke, dass 5 Männer in einem Raum eingeschlossen sind und 2 von ihnen gewaltsam von den anderen 3 dorthin gebracht wurden, man nun aber an einem Strang ziehen muss, um das eigene Leben auf jeden Fall zu sichern, ist grandios und sorgt für reichlich Nervenkitzel und Rätselraten.

Ein ganz besonderer Reiz bei dieser Situation ist natürlich, dass die vermeintlichen Gangster nach telefonischer Ankündigung der Mittäter, dass diese in 2 Stunden eintreffen würden, eigentlich entspannt die Beine hochlegen könnten. Doch das Risiko kann niemand eingehen, da jeder von Ihnen sowohl Täter als auch Opfer sein könnte. Nach und nach werden immer wieder kleinere Erinnerungen wach, die auch der Zuschauer in schnellen, farbveränderten Flashbacks zu sehen bekommen, welche aber nicht unbedingt immer gleich Sinn ergeben. So darf jeder für sich seine eigene Einteilung in gut und böse machen und sich überraschen lassen, wie gut seine Trefferquote am Ende aussieht. Parallel werden auch immer wieder die Ereignisse um die Lösegeldübergabe und die Verfolgung des vermeintlichen Täters durch die Behörden gezeigt. Der generelle Fokus liegt aber eindeutig bei den Geschehnissen in dem abgelegen liegenden Gebäudes, ohne dass dabei auch nur der kleinste Funken Langeweile aufkommt. Kleinere Unstimmigkeiten im Skript können über den guten Rahmen problemlos verziehen werden. Vor allem wenn man bedenkt, dass Regisseur und Drehbuchautor hier ihren Erstling abliefern.

Bemerkenswert ist die Schar an bekannten Darstellern, die dem Regisseur bei seinem ersten Film zur Verfügung standen. Im Mittelpunkt stehen die 3 Hauptcharaktere bei den Gedächtnislosen, dargestellt vom James Caviezel ("Die Passion Christi"), Greg Kinnear ("Mord und Margaritas") und Barry Pepper ("The Green Mile"). Als Nebencharaktere ergänzen Joe Pantoliano ("Die Sopranos") und Jeremy Sisto ("Six Feet Under") das 5er-Team. Der Drahtzieher der Entführung, der sich außerhalb der Mauern mit dem Lösegeld beschäftigt, wird gespielt von Peter Stormare ("Die Gebrüder Grimm"). Die Frau eines Entführten wird gespielt von Bridget Moynahan ("Coyote Ugly"). Auf Seiten der Behörden sind unter anderem Chris Mulkey ("Twin Peaks"), David Selby ("End Game") und Adam Rodriguez ("CSI: Miami") zu sehen. Nicht zuletzt durch die namhafte Besetzung bekommt "Unknown" das gewisse Etwas, das ihn über so manch anderen Independent-Film ähnlicher Machart hinaus hebt. Über die Laufzeit von gut 81 Minuten weiß der Film bestens zu fesseln- die auf dem Cover angegebene Laufzeit von 98 Minuten wird allerdings nicht erreicht. Am Ende hält der Plot noch eine zusätzliche Wendung bereit, die sicherlich niemand erwartet hat und für so manch erstauntes "Oha" sorgen wird.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck und lässt keine Wünsche offen. Lediglich der Kontrast ist stellenweise ein klein wenig zu tief gewählt, was den sehr guten Gesamteindruck allerdings kaum schmälern kann. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr klar abgemischt, spielt sich bis auf kleinere Effekte aber im Frontbereich ab.

Als Extra gibt es ein sehr ausführliches, 45-minütiges Making Of, das sich sehr ausführlich mit den verschiedenen Produktionsphasen des Films beschäftigt und die am Film beteiligten zu Wort kommen lässt. Als Dreingabe gibt es noch 2 Trailer und eine Slideshow.

Fazit:
"Unknown" ist ein empfehlenswerter Beitrag aus dem Bereich der Thriller über Helden mit Gedächtnisproblemen. Ein interessanter, fesselnder Plot, durchweg bekannte, gut agierende Darsteller und eine überraschende Wendung am Ende des Films sorgen für beste Thrillerkost, die man als Freund dieser Art Film zumindest einmal gesehen haben sollte.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
81:51 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Surround
Dolby Surround
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Surround
Dolby Surround
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • "Making Of"-Featurette
  • Trailer
  • Slideshow
Unknown - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Unknown
Unknown

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
5 Menschen, 3 von ihnen Entführer, 2 Opfer. Und keiner von ihnen weiß, zu welcher Gruppe er selbst gehört.


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Simon Brand
Drehbuch:
Matthew Waynee
Darsteller:
James Caviezel, Barry Pepper , Greg Kinnear, Bridget Moynahan, Joe Pantoliano, Jeremy Sisto, Peter Stormare, Chris Mulkey, Clayne Crawford, Kevin Chapman, Adam Rodriguez, Wilmer Calderon, David Selby

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
22.03.2007