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Kino-Besprechung - Shrek der Dritte
Story:
Es häufen
sich die Probleme im märchenhaften Land Weit Weit Weg. Der König, dahingerafft
von einer langen Krankheit, stirbt und ernennt keinen eindeutigen Nachfolger.
Klar, dass ein gewisser Oger als Schwiegersohn in der Erbfolge ganz oben steht.
Doch Shrek möchte eher wieder in seinen geliebten Sumpf zurück. Also macht er
sich auf, den letzten Verwandten des Königs zu suchen, einen kleinen
unbeliebten Rotzlöffel namens Artus. In der Zwischenzeit bereitet Prince Charming
eine Verschwörung mit allen bösen Einwohnern des Märchenlandes vor, mit dem
Ziel, der rechtmäßige Herrscher von Weit Weit Weg zu werden. Und nur die
schwangere Prinzessin Fiona und ihre Freundinnen stellen sich ihm entgegen…
Meinung zum Film:
In der
Tat, unser liebster grüner Held ist zurück mit einem neuen Abenteuer. Waren die
ersten beiden Teile für Publikum, Kritiker und Produzenten gleichermaßen ein
Grund zum Jubeln, schickt sich nun Folge 3 an, den Erfolg noch zu übertreffen…
Wie soll ihm das gelingen? Mit mehr Handlungssträngen und neuen Figuren in
einem sowieso schon überfüllten Cast. Kann der dritte Shrek es schaffen, wie
schon sein Vorgänger Kinder UND Eltern zu begeistern? Das
größte Problem des Filmes gleich vorweg: Er ist einfach zu überladen. Shrek
sucht Artie, Charming kämpft gegen die Prinzessinnen Gang, Fiona ist schwanger
und Shrek hat Vaterängste. Dazu der Minderwertigkeitskomplex von Artus, ein
wahnsinniger Merlin, Esel und Kater tauschen Rollen, und so weiter und so fort.
Die Macher der Serie haben scheinbar so eine Freude daran, immer neue
Charaktere zu erfinden, dass die etablierten Figuren einfach zu wenig Zeit
bekommen und demnach auch immer dünner charakterisiert werden. Das mag den
einen oder anderen erwachsenen Filmfan nicht sonderlich stören, für kleinere
Kinder bedeutet das aber das Todesurteil für deren Aufmerksamkeitsspannen.
Dazu
kommt dass die große Stärke der Filme um den liebenswerten Oger – die versteckten
Parodien auf das wirkliche Leben und die vielen vielen Anspielungen mit der
feinen Klinge – hier nun fast nicht mehr ausgespielt wurde. Zuviel Augenmerk
wurde auf harmosen Slapstick gelegt. Das mag Kinder auf der ganzen Welt zum
Lachen bringen, aber die Zeiten, wo ältere Begleitpersonen wissende Lacher und
Augenzwinkern über diverse Gags ausgetauscht haben, sind wohl vorbei. Weiters
wird mancher Zuschauer schmerzlich den politisch unkorrekten Shrek vermissen.
Besonders am Ende, wo der große Grüne eine flammende Rede über das Gute im
Herzen hält, wird sich jeder mit Wehmut an den Moment erinnern, als sich Shrek
mit einem Märchenbuch den Hintern abgewischt hat.
Nichtsdestotrotz
macht der Film Spaß. Bis auf ein paar kleine Hänger in der Mitte verfliegen die
Minuten schnell, und der wie immer großartige Soundtrack hievt den Level der
Unterhaltung noch um ein großes Stück nach oben. Wie immer gilt, wer die Chance
hat, unbedingt den Film in der OV anschauen. Antonio Banderas, Mike Myers,
Eddie Murphy und Cameron Diaz in den Hauptrollen machen wie immer ihren Job
großartig. Da können die deutschen Sprecher nicht ganz mithalten, obwohl auch
sie sich keine Fehler leisten. Nur die neue deutsche Stimme von Eddie Murphy
nervt gewaltig. Lässt sich aber leider nach dem Tod der langjährigen gewohnten
Synchronstimme nicht ändern. Auf der technischen Seite gibt es nichts zu
meckern, Shrek sieht fantastisch aus wie immer
Fazit:
"Shrek, der Komödie dritter Teil" macht Spaß und bietet Unterhaltung für die ganze Familie. An den Einfallsreichtum und die Brillanz der ersten beiden Teile kommt er aber nicht mehr ran.
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Shrek der Dritte
Shrek the Third
Aller guten Dinge sind Drei
Autor der Besprechung:
Thomas Embacher
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Chris Miller, Raman Hui Drehbuch: Howard Gould, Andrew Adamson Darsteller: Cameron Diaz, Eddie Murphy, Mike Myers, Antonio Banderas, Justin Timberlake
Verleiher:
Universal Pictures Germany
Kinostart : 21.06.2007
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