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DVD-Besprechung - Wolf Creek
Story:
Die drei Jugendlichen Liz (Cassandra Magrath), Kristy (Kestie Morassi) und Ben (Nathan Phillips) sind auf einem Trip quer durch die Outbacks, um nach Sydney zu gelangen. Nachdem sie sich den durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen "Wolf Creek Crater" ansehen, müssen sie erschreckt feststellen, dass ihr Auto nicht mehr anspringt. Zum Glück kommt der freundliche Mick Taylor (John Jarratt) an der abgelegenen Stelle vorbei und erklärt sich dazu bereit, den Wagen der Drei abzuschleppen. Doch die Fahrt am Abschleppseil stellt sich weniger als Hilfe, als viel mehr als Reise in einen Albtraum heraus.
Meinung zum Film:
"Wolf Creek" ist der erste Film von Regisseur und Drehbuchautor Greg McLean. Der Regisseur basierte seinen Film auf realen Ereignissen, die zwischen 1989 und 1992 für Aufsehen sorgten. Der Beginn seines Erstlings ist sehr ruhig. Fast die komplette erste Hälfte handelt nur von der Reise der Protagonisten und es gibt in diesen Einstellungen kaum einen Grund für echte Furcht, abgesehen von ein paar erschreckend wirkenden Truckern an einer Tankstelle. Die Stimmung in der ersten Hälfte hat einiges von der Rucksack-Stimmung im "Blair Witch Project". Hier wie dort begeben sich eine Gruppe von motivierten Teenagern auf eine Reise in ein weitläufiges Gebiet. Dabei wurden lediglich die Bäume gegen die weitreichenden Outbacks vertauscht, aber beide Gebiete haben ausreichend Potential für die Beunruhigung des Publikums.
Am auffälligsten ist dabei sicherlich der Einsatz von Handkameras, zu der Greg McLean relativ oft zurück greift. Was zum Einen etwas nervend wirkt, da der Bildstand immer ein wenig wankt, bringt zum Anderen aber auch den Effekt mit sich, als Zuschauer nicht nur einem Film beizuwohnen, sondern das Gefühl zu bekommen, selbst mit von der Partie zu sein. Die Bindung, die sich zwischen den Protagonisten und dem Publikum in der ersten Hälfte aufbaut, ist erstaunlich und schlägt mit voller Wucht auf das Gemüt des Zuschauers zurück, wenn die Stimmung in der Hälfte des Films auf einmal kippt und aus einem eher ruhigen Roadtrip ein schweißtreibender, an den Nerven zehrender Albtraum wird. In der Intention kann es der Film dabei durchaus mit Filmen wie "High Tension" oder "Hostel" aufnehmen, hält sich allerdings in der gezeigten Gewalt weitestgehend zurück.
Bemerkenswert ist der Look des Films, der seine Herkunft als Low-Budget-Movie kaum durchkommen lässt. Gedreht wurde im HD-Format, welches das Rennen gegenüber dem eigentlich angedachten MiniDV machte und den Film dadurch vor dem sterilen Look anderer Independent-Filme bewahrte. Auch die Schauspieler können überzeugen und dürften dem ein oder anderen sogar bekannt vorkommen. Während Cassandra Magrath hauptsächlich in Serien mitspielte, die in Deutschland kaum bekannt sein dürften, konnte Kestie Morassi in einer kleineren Rolle in "DDer Fluch von Darkness Falls" bewundert werden, Nathan Phillips durfte sich jüngst mit "Snakes on a Plane" herumschlagen und John Jarratt dürfte einigen bereits bei "McLeods Töchtern" aufgefallen sein. Greg McLean hat es geschafft, mit einem höchst überschaubaren Budget von rund 1 Million US-Dollar einen fesselnden Film zu schaffen, der sich mit den Großen des Geschäfts messen kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck und hebt von dem Gros der Independent-Produktionen mit einer detailreichen Vielfalt und feingezeichneten Konturen ab. Der deutsche Ton in wahlweise dts oder Dolby Digital 5.1 ist sehr sauber abgemischt und macht sparsamen, dafür aber gezielten Gebrauch von den hinteren Lautsprechern.
Die Extras stellen sich sehr interessant dar. Der Audiokommentar mit Regisseur Greg McLean, Produzent Matt Hearn und den Darstellerinnen Cassandra Magrath und Kestie Morassi ist gleichermaßen interessant und unterhaltsam. Gleiches gilt für das sehr ausführliche Making Of, das von Pre- zu Post-Production das gesamte Projekt begleitet und für den Zuschauer ausführlich aufbereitet. Es folgen drei nicht verwendete Szenen, eine Fotogalerie, sowie Spots und Trailer.
Fazit:
"Wolf Creek" ist ein zu Beginn ein sehr gemächlicher Film, der an einen Roadtrip-Movie erinnert, dafür aber in der zweiten Hälfte richtig loslegt und für reichlich spannende und an den Nerven zehrende Momente sorgt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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94:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Greg McLean, Produzent Matt Hearn und den Darstellerinnen Cassandra Magrath und Kestie Morassi
- Making of
- Deleted Scenes
- Fotogalerie
- TV Spots & Trailer
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Wolf Creek
Wolf Creek
Outback Killer Project
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Australien, 2005 Regie: Greg McLean Drehbuch: Greg McLean Darsteller: Cassandra Magrath, Kestie Morassi, Nathan Phillips, John Jarratt
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 09.03.2007
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