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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Zombies

Story:
Nach dem Tod ihres Mannes entschließt sich Karen Tunny (Lori Heuring), mit ihren beiden Töchtern Sarah (Scout Taylor-Compton) und Emma (Chloe Moretz) in das in den Wäldern weit abgelegen liegende Familienhaus ihres verstorbenen Gatten zu ziehen. Das heruntergekommene Domizil ist wenig wohnlich und liegt zudem in einem Gebiet, das Nachts laut Legenden von unheimlichen Zombiekindern heimgesucht wird, die auf der Suche nach Menschenfleisch sind. Karen hindert dies allerdings nicht daran, das neue Heim zu beziehen.

Meinung zum Film:
Produziert wurde "Zombies" vom Israeli Boaz Davidson, der Ende der 70er Jahre die seinerzeit sehr erfolgreiche "Eis am Stiel"-Reihe in die Kinos brachte. Von dieser verabschiedete er sich nach dem 4. Teil und nach den folgenden, weniger erfolgreichen Versuchen auf dem Regiestuhl beschränkte er seine Arbeit auf das Schreiben von Drehbüchern und dem Produzieren der Umsetzungen eben dieser für Videopremieren oder das TV. Herausgekommen sind dabei Beiträge wie "Spiders", "Octopus", "Crocodile", "Larva" oder "Shark King". Regie bei "Zombies" führte J.S. Cardone ("8 MM2"), der auch gleich Hauptdarstellerin Lori Heuring ("Mulholland Drive") mitbrachte, die auch bei seinen 3 vorhergehenden Filmen mit an Bord war. Das Drehbuch nach einer Geschichte von Boaz Davidson schrieb das Duo Jace Anderson / Adam Gierasch, das unter anderem auch zu "Spiders", "Octopus", "The Toolbox Murders" und "Mortuary" die Drehvorlage verfassten, unterstützt wurden sie dabei von Ben Nedivi, der mit dieser Arbeit seinen Einstieg ins Filmgeschäft schaffte.

Wenn man den Begriff "Zombies" hört, werden beim Horrorfreund in der Regel gleich Erinnerungen an "Dawn of the Dead", für viele die Mutter aller Zombie-Filme im modernen Horrorkino wach. Eine Verbindung, die für den Film nicht sonderlich gut ist, da er mit dem Romero-Klassiker herzlich wenig gemein hat. "Zombies" war während der Produktionszeit der Arbeitstitel, der später allerdings bei der Veröffentlichung in das wesentlich passendere "Wicked little things", was in etwa "Boshafte kleine Dinger" bedeutet, umgetauft wurde. Nun war man bei der Vermarktung im deutschsprachigen Raum aber offensichtlich der Meinung, dass sich ein Film mit dem Namen "Zombies" weitaus besser vermarkten lassen würden, vor allem dann, wenn dieser eine "KJ"-Freigabe auf dem Cover zeigt, wenngleich das gezeigte sicherlich auch problemlos eine "FSK 16"-Freigabe hätte erhalten können. Für den Absatz mag diese Strategie vielleicht gut sein, die Erwartungshaltung des Publikum kann der Film auf diese Weise aber garantiert nicht erfüllen, da obendrein auch der Gore-Gehalt eher zurückhaltend ist und meist außerhalb des Bildschirms stattfindet.

Das Drehbuch steckt voller offener Fragen, die das Sehvergnügen nachhaltig schmälern. Hat es anfangs noch den Anschein, als wäre der Tod von Karens Ehemann von Bedeutung, immerhin flüchtet die Familie in ein heruntergekommenes Haus im Nirgendwo, wird das Thema später vollkommen vergessen. Warum die Kinder in den Minen zu fleischfressenden Zombies, oder besser gesagt Rachegeistern wurden, wird genauso verschwiegen wie die Tatsache, warum der sehr platt wirkende Bösewicht im Film trotz anderslautender Unterlagen auf einmal das gesamte Gebiet besitzt. Was bleibt sind einige gruselige Momente, eine nicht langweilige, dafür aber auch nicht sonderlich interessante Story, sowie eine dichte Atmosphäre durch den Set in einem abgelegenen, großen Waldstück, das vor allem im Dunkeln mit feinem Nebel Gruselstimmung zu erzeugen weiß. Wem das reicht zum Abschalten vor dem TV wird sicherlich nicht enttäuscht werden. Wer allerdings ein wenig Erklärungen und eine zumindest ansatzweise nachvollziehbare Story zum Filmvergnügen benötigt, wird mit diesen verdammten kleinen Dingern sicherlich nicht sonderlich glücklich werden.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild erscheint stellenweise sehr dunkel, wodurch stellenweise nicht sonderlich viel auf dem Schirm zu erkennen ist. Davon abgesehen erreicht es aber ein gutes Niveau für eine eher kleinere Produktion. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist sehr gut abgemischt, klar verständlich und auch immer bemüht ein Räumlichkeitsgefühl aufkommen zu lassen, was durchaus gelingt.

Als Extra gibt es neben dem Trailer und einer kurzen Bildergalerie noch ein rund 20-minütiges, recht kurzweiliges Making Of, in dem die Künstler vor und hinter der Kamera über den Dreh, die Story und die Charaktere philosophieren.

Fazit:
"Zombies" ist so weit von Romeros lebenden Toten entfernt wie Albert Pyun vom großen Blockbuster-Kino. Was geboten wird ist vielmehr eine Geschichte über Rachegeister, die mit reichlich Löchern versehen ist. Wem eine düstere Atmosphäre in der Abgeschiedenheit ausreicht kann hier ruhig zugreifen, wer mehr von einem Film erwartet, sollte dies allerdings besser nicht tun.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
90:14 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Bildergalerie
  • Trailer
Zombies - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Zombies
Wicked Little Things

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Nicht überall, wo Zombie drauf steht, sind auch Romeros lebende Tote drin


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
J.S. Cardone
Drehbuch:
Jace Anderson, Adam Gierasch, Ben Nedivi, Boaz Davidson
Darsteller:
Lori Heuring, Scout Taylor-Compton, Chloe Moretz, Geoffrey Lewis, Ben Cross, Chris Jamba, Velizar Binev, Michael McCoy

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
16.08.2007