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DVD-Besprechung - Zum Glück geküsst

Story:
Ashley Albright (Lindsay Lohan) lebt schon seit ihrer frühesten Kindheit unter einem ganz besonderen Glücksstern, der gerade wieder richtig hell am scheinen ist. Erst lernt sie einen tollen Typen kennen, der sie zu einem Flug in seinem Privatjet einlädt, dann stolpert sie die Karriereleiter in einer Marketingagentur weit nach oben und wird mit der Planung einer großen Maskenparty für den Schallplattenmogul Damon Phillips (Faizon Love) beauftragt. Als sie auf der Party den Loser Jake Hardin (Chris Pine) küsst, ist es aber erst einmal vorbei mit dem Glück und nun ist es der einstige Pechvogel, der sich vor lauter Glücksfällen kaum noch retten kann. Ashley würde sich ihre Glückssträhne gerne wieder zurück holen, allerdings weiß sie nicht genau, wen sie geküsst hat, da Jake eine Maske trug.

Meinung zum Film:
Die Formel von „Zum Glück geküsst“ hört sich im Grunde gar nicht so schlecht an. Eine Glücksmarie, die von einer Sekunde auf die nächste in die Pechmarie verwandelt wird und am Ende zwischen Glückssträhne und großer Liebe entscheiden muss, hat ohne jeden Zweifel das notwendige Potential für eine gute Teeniekomödie mit einer ausreichenden Portion Romantik. Doch leider haben es die beiden Drehbuchautoren und die zusätzlichen drei Storyautoren nicht geschafft, aus den verheißungsvollen Voraussetzungen eine auch nur durchschnittlich gute Komödie zu machen. Zu glatt und langweilig erscheinen die Charaktere, zu überzogen und platt kommt die Story daher. Genauso bunt wie die Kulissen und die Garderobe der Darsteller wirken, genauso plastikhaft gerät der Film selbst.

Es beginnt schon mit den Ereignissen am ersten Tag. Was Ashley dort an Glücksfällen erfährt, ist bemerkenswert. Es stellt sich allerdings schnell die Frage, warum sie nicht schon längst an der Spitze der Marketingagentur steht, wenn dies nur die Glücksfälle eines einzigen Tages sind. Durch ihr oberflächliches Verhalten kann sie auch nur schwerlich die vollen Sympathien des Zuschauers gewinnen, da sie hierzu viel zu oberflächlich und entfernt vom Leben agiert. Selbst als sie ihr Glück verliert und ihr das Pech an den Fingern klebt, schafft sie es nicht so recht, die Sympathien zu gewinnen, da sie weiterhin überheblich erscheint und es somit den meisten egal sein dürfte, ob sie nun ihr Glück oder ihren Traumtypen am Ende des Films ihr eigen nennt, oder aber auch keines von beiden.

Apropos Traumtyp - Chris Pine („Plötzlich Prinzessin 2“) schafft es in seiner ersten richtigen großen Rolle nicht, seinem Charakter die notwendige Ausstrahlung zu verleihen um wenigsten dem Pechvogel ein Ende seiner Missgeschicke zu wünschen. Dies vor allem auch deshalb, weil die Erlebnisse ebenfalls so überdreht wirken, dass sie nicht dazu geeignet sind, Mitgefühl zu wecken. So bleibt Chris Pine die meiste Zeit über relativ blass und geht in der Gegenwart der stets im Vordergrund agierenden Lindsay Lohan („Freaky Friday“) zusätzlich noch reichlich unter. Aber trotz ihrer Präsenz schafft es auch Lindsay Lohan nicht, den Film noch herumzureißen. Im Grunde ist Faizon Love („Hart am Limit“) als schwergewichtiger Spaßvogel der einzige Charakter im Film, der richtig überzeugen kann, wenn er als überdrehter, schwergewichtiger Plattenproduzent die Menschen in seiner Umgebung aufmischt. Für eine Hollywoodproduktion ist das aber eindeutig zu wenig. Die Geschichte hätte das Potential gehabt, ein Film in der Stilrichtung von „Clueless“ zu werden, schafft es letzten Endes aber maximal auf das Unterhaltungsniveau einer durchschnittliche TV-Produktion

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann überzeugen und bietet keinen Grund für Klagen. Die Farben kommen vor allem bei den kräftigen Ausstattungen zum Tragen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich, bleibt in Sachen Räumlichkeit aber hinter den Möglichkeiten zurück.

Die Extras setzen sich in erster Linie aus einer ganzen Reihe kurzer Featurettes zusammen. Die beiden zusammen rund 6-minütigen „Luck“-Beiträge zeigen über die Hälfte der Zeit Ausschnitte aus dem Film und garnieren sie mit ein paar Meinungen der am Film Beteiligten. Im Casting-Featurette erkennen die Schaffenden hinter der Kamera unter anderem das Problem des Films selbst, indem sie sagen „Wenn das Publikum nicht will, dass die beiden zusammen kommen, kann er nicht funktionieren“. Es folgen filmische Portraits über die beiden Hauptdarsteller, nicht verwendete Szenen und Interviews, in denen hauptsächlich darüber gesprochen wird, wie toll die Zusammenarbeit mit den Kollegen war. Etwas länger fällt der Beitrag über die Band McFly aus, die im Film eine entscheidende Rolle hat und die es auch außerhalb des Bildschirms gibt. Als weiteres Extra gibt es noch zwei Songs aus dem Film in voller Länge in der Liveversion. Last but not least gibt es ein einfaches Tarot-Spielchen für den PC.

Fazit:
„Zum Glück geküsst“ hat durch den Plot und die beliebte Hauptdarstellerin Lindsay Lohan reichlich Potential, das er allerdings nicht einmal annähernd auszuschöpfen weiß. Er ist nicht mehr als eine seelenlose, maximal durchschnittliche Komödie, bei der ein paar Gags überzeugen können, die als gesamtes aber keinen sonderlich großen Eindruck hinterlässt.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
1,85:1
1,85:1
98:09 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Look of Luck
  • Just my Luck
  • Deleted Scenes
  • McFly: Behind the Scenes
  • Casting
  • Star-Featurettes
  • Interviews
  • McFly live in Concert
  • TV Spots
  • Fotogalerie
  • Trailer
  • Tarot-Sitzung für den PC
Zum Glück geküsst - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Zum Glück geküsst
Just my luck

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Viel zu seelenlos und flach, um richtig überzeugen zu können


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Donald Petrie
Drehbuch:
Marlene King, Amy Harris, Jonathan Bernstein, Mark Blackwell, James Greer
Darsteller:
Lindsay Lohan, Chris Pine, Faizon Love, Samaire Armstrong, Bree Turner, Missi Pyle, Makenzie Vega

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
23.03.2007