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DVD-Besprechung - The Amityville Horror (2005)
Story:
Eigentlich hätten George (Ryan Reynolds) und Kathy (Melissa George) wissen müssen, dass etwas nicht in Ordnung ist mit dem scheinbar supergünstigen Haus, in das sie mit ihren Kindern ziehen. Aber anfangs scheint es tatsächlich ein Schnäppchen ohne Haken gewesen zu sein, denn es können keinerlei Makel ausgemacht werden. Was das Ehepaar nicht weiß ist, dass vor einigen Jahren ein Vater in dem Haus Amok lief und seine gesamte Familie auslöschte. Und von einem Tag auf den anderen hat auch George immer mehr dämonische Züge an sich, die sich immer mehr bemerkbar machen.
Meinung zum Film:
1979 brachte Stuart Rosenberg mit seinem "Amityville Horror" einen Film in die Kinos, der laut eigener Aussage auf einer wahren Begebenheit beruhte. Fast 30 Jahre später produzierte Blockbuster-Regisseur Michael Bay nach dem recht gelungenen "Kettensägen-Massager"-Remake die aktualisierte Variante des Geisterhaus-Klassikers. Und genauso wie bei der neuen Version von Leatherface fiel auch der "Amityville Horror" ein wenig mehr actionorientierter aus als sein Original, das in erster Linie durch subtile Spannungserzeugung und dem Erzählen einer dramatischen Geschichte zu gefallen wusste. Als Regisseur wurde der recht unbeschriebene Andrew Douglas verpflichtet, der mit einigen sehr schönen Aufnahmen zu gefallen weiß.
Ein wenig mehr Spannung konnte der 2005er-Version auf jeden Fall auch gut tun, denn gerade in diesem Punkte hatte das Original doch offensichtliche Schwächen. Und die Momente, in denen der Spuk loslegt, sind auf jeden Fall der Rede wert und wissen zu gruseln. Allerdings sind einige Momente mittlerweile etwas abgegriffen und dadurch in ihrer Wirkung gelindert. Wie z.B. die geisterhafte Erscheinung, die nur von der kleinen Tochter gesehen werden kann oder die schrecklich aussehende Spukgestalt, die urplötzlich aus dem Nichts auftaucht und dadurch für einen kurzen, aber dafür umso heftigeren Schock sorgt. All dies gab es in letzter Zeit zu Hauf in Filmen wie "The Ring" und ähnlichen Klonen, weswegen der Innovationswert gen Null geht. Aber für den kurzen Schock und die befristete Spannung reicht dies aus und wenn man sie in eine ordentliche Story verpackt, ist dem Horror-Genre damit mehr als genüge getan.
Aber die Story ist dann eindeutig der Schwachpunkt des Films. Anstatt den Wahnsinn von George langsam vorzubereiten und dem Spuk im Haus einen greifbaren Hintergrund zu geben, ist der irre Blick des Mannes quasi über Nacht gegeben und seine Sympathien beim Publikum sind genauso schnell verspielt wie ein paar Scheine beim Hütchenspieler an der Ecke. Die Ereignisse rund um das Haus sind nicht sonderlich harmonisch verarbeitet, so dass eine durchgehende Spannung fast nie zustande kommen will. So sind es sind immer nur einzelne Augenblicke, die für den großen Schock sorgen, sich dann aber gleich einer eher müden Story ergeben müssen. Das Ende ist dann wieder einmal von der Sorte "Was besseres fiel uns nicht ein, aber wer bis hierhin geguckt hat, wird es sicherlich auch nicht mehr stören". Der perfekte "Amityville Horror" wäre eine Mischung aus den Stärken des von der Story her gesehenen, gut aufgemachten Originals und dem in Bezug auf Spannungsmomente an die nervengehenden Remake. Nur leider gibt es diesen nicht und von daher muss man zwischen den beiden Varianten mit ihren Stärken und Schwächen wählen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ohne Fehl und Tadel, ohne dabei jedoch in irgendeiner Weise große Highlights zu setzen. Das gleiche gilt für den deutschen Ton in Dolby Digital 5.1, der klar erschallt und mit einer guten Räumlichkeit versehen ist, bei den Effekten aber ganz offensichtlich nicht alles herausholt.
Die Extras verdienen das Prädikat "informativ". An erster Stelle erwähnenswert ist der Audiokommentar mit dem Hauptdarsteller und den Produzenten. Es gibt ein Making Of zum Film, bei dem vor allem auch auf den Mythos um das bekannteste Spukhaus Amerikas eingegangen wird. Der Beitrag "Was geschah im Haus der Defoes" berichtet dann an Hand von Fakten, was sich tatsächlich seinerzeit im Amityville Haus zugetragen hat. Es folgen 8 entfallene Szenen, die auf Wunsch mit Kommentar von Ryan Reynolds betrachtet werden können. Das Feature "Am Set" blendet während des Films zwischen einzelnen Szenen Blicke hinter die Kulissen ein, was eher als störend denn als durchdacht erscheint. Alle Beiträge wurden mit optionalen deutschen Untertiteln versehen. Abgerundet werden die Extras durch eine Fotogalerie und einem knappen Booklet.
Fazit:
Das Remake von "Amityville Horror" hat ein paar wirklich gute und gruselige Schockeffekte zu bieten, die zwar etwas abgegriffen erscheinen, ihre Wirkung aber dennoch nicht verfehlen. In Sachen Geschichtenerzählung hat der Film allerdings eindeutige Schwächen, die den Horrorspaß deutlich schmälern.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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85:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Ryan Raynolds und den Produzenten Andrew Form und Brad Fuller
- Entfallene Szenen
- Was geschah am Haus der Defeos
- Quelle des Bösen - Making of "Amityville Horror"
- Am Set - Einblicke in verschiedene Szenen
- Fotogalerie
- Booklet
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The Amityville Horror
The Amityville Horror
Einige gute Schockeffekte, aber eine lahme Geschichte
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Andrew Douglas Drehbuch: Scott Kosar (nach dem Roman von Jay Anson) Darsteller: Ryan Reynolds, Melissa George, Jesse James, Jimmy Bennett, Chloe Moretz, Philip Baker Hall
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 03.11.2005
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