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DVD-Besprechung - Asterix und die Wikinger
Story:
Grautvornix, der Neffe von Majestix, ist in die Obhut von Asterix und Obelix gegeben worden, um von ihnen zu einem mutigen Krieger ausgebildet zu werden. Sämtliche Versuche schlagen jedoch fehl, da Grautvornix der Inbegriff eines Hasenfußes ist. Dies wiederum weckt jedoch das Interesse eines Wikinger-Stammes, deren Seher Kryptograf weissagte, dass wer angst hat, auch fliegen kann. So ziehen die gefürchteten Krieger aus dem hohen Norden in einen Raubzug, um den Meister der Angst in ihre Finger zu kriegen, als welcher sich natürlich Grautvornix herausstellt.
Meinung zum Film:
Freunde des kleinen Galliers werden erleichtert aufatmen, dass nach zwei eher misslungenen Realfilm-Ausflügen ihr Held wieder als Zeichentrick-Figur zu erleben ist. Als Vorlage diente der bereits 1971 erschienene "Asterix und die Normannen". Zum Erweitern des Inhaltes gibt es ein paar Zugaben zur Comicvorlage. Auf der Seite der fiesen Gestalten sind dies unter anderen der diabolischen Seher Kryptograf, der durch seine Intrigenspiele das Leben von Grautvornix mächtig durcheinander bringt und sein debiler Sohn Olaf, der mit dem IQ einer Küchenschabe und den Muskeln eines Berggorillas für reichlich Heiterkeit sorgt. Aber auch die Guten haben Unterstützung erhalten. So hat Wikinger-Chef Maulaf eine rebellische Tochter namens Abba, die ihren Vater so manches Mal auf der Nase herumtanzt, und Smsnix, die Nachrichten-Taube von Grautvornix, kann gemäß ihrem Namen eingesetzt werden und ist auch ansonsten für so manchen Lacher gut.
Die Stil des Filmes hat den Charme alter Asterix-Produktionen behalten, wurde gezeichnet und nicht durch Rechner gerendert. Die Kanten sind dabei alles andere als fein und realistisch gehalten, können durch ihre grobe Art aber vor allem das Flair der bisherigen Filmerfolge erhalten. Das einzige, dem an Realismus in die Zeichnungen Einhalt gewährt wurde, sind überwiegend sehr gut und für einen plastischen Eindruck sorgende Schatteneffekte. Bei den Synchronsprechern wurden ausschließlich bekannte Gesichter/Stimmen verpflichtet. "Ranger" Christian Tramitz ("Der Schuh des Manitu") spricht den kleinen Gallier, während Tilo Schmitz, u.a. die deutsche Stimme von Ving Rhames, seinen korpulenten Freund Obelix zur Sprache verhilft. Fanta-4-Rapper Smudo verhilft Grautvornix zu seiner Panik, MTV-Moderatorin und "Sternenfänger"(in) Nora Tschirner lässt Abba so richtig hysterisch werden, Kult-Comedian Dieter Hallervorden verleiht Kryptograf sein diabolisches Lächeln und Bond-Bösewicht Götz Otto stammelt und grunzt für Olaf.
Ein Problem bei Asterix-Filmen ist es oftmals, den Unterhaltungswert konstant über die gesamte Spielzeit aufrecht zu halten. Während dies nicht unbedingt bei allen Verfilmungen der Kult-Comics gelang, erfüllt "Asterix und die Wikinger" dieses Vorhaben vorbildlich. Durch Grautvornix gibt es eine zentrale Figur neben Asterix und Obelix, aus der einiges an Unterhaltungspotential geschöpft wurde, vor allem in Verbindung mit den Wikingern. Ein großer Anteil Humor entsteht durch die drei Kulturen und Lebensgewohnheiten, die aufeinanderprallen. Die Gallier leben gemütlich ihr ruhiges Dorfleben, während Grautvornix aus der Metropole Lutetia stammt und dort reichlich High Life gewohnt ist. Die Wikinger mit ihrer rauen und humorlosen Weise bringen noch weiteres Kolorit ein. Die rund 75 Minuten vergehen wie im Flug und beim Teutates - der Kampf der Kulturen ist es schlicht und einfach Wert, gesehen zu werden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck und besticht durch seine scharfen Konturen, eine perfekt abgestimmte Farbgebung und einen stellenweise plastischen Eindruck. Auch der Ton weiß in allen Belangen zu überzeugen und ertönt kristallklar und mit einem sehr breiten Surround-Sound aus den Lautsprechern der Surround-Anlage.
Die Extras der DVD beziehen sich komplett auf die deutsche Lokalisierung des Films. Das Making of bietet mit Szenen aus dem Film und Interviews mit den Synchronsprechern einiges an Informationen über die deutsche Vertonung. Die folgenden Interviews mit den Künstlern und Bilder von den Synchronarbeiten bietet deswegen kaum etwas neues, sondern lediglich eine Spezifizierung der bereits angeschnittenen Themen. Es folgen noch der Trailer zum Film und ein Werbe-Featurette.
Fazit:
"Asterix und die Wikinger" bietet allerfeinste Zeichentrick-Unterhaltung mit großem Unterhaltungswert. Mit einer abwechslungsreichen Geschichte, passenden Ergänzungen zur Comicvorlage und erprobten Synchronstimmen spielt der Film das Potential seiner Figuren vollends aus.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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75:18 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interviews
- Synchronarbeiten
- Trailer
- Featurette
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Asterix und die Wikinger
Astérix et les Vikings
Wie Troubadix den Wikingern das Fürchten lehrte
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich / Dänemark, 2006 Regie: Stefan Fjeldmark, Jesper Møller Drehbuch: Jean-Luc Goossens, Stefan Fjeldmark (basierend auf dem Comic "Asterix und die Normannen" von René Goscinny und Albert Uderzo) Darsteller: Christian Tramitz, Tilo Schmitz, Smudo, Nora Tschirner, Dieter Hallervorden, Götz Otto
Label :
Universum Film
Verkaufsstart : 06.11.2006
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