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DVD-Besprechung - Backyard - Im Hinterhof der Hölle
Story:
Namen wie The Rock, Hulk Hogan, The Undertaker, Shawn Michaels oder Hardcore-Wrestling-Legende Mick Foley sind bekannte Namen, die auch über den Ring der World Wrestling Federation hinaus bekannt sind. Doch während es selbst bei der größten Show im Wrestling-Entertainment genügend Namen gibt, die nur den Insidern etwas sagen, gibt es in den Hinterhöfen Amateur-Wrestler, die vor einem minimalen Publikum halsbrecherische Stunts und blutige Schlachten vollbringen.
Meinung zum Film:
Viele schalten den Fernsehkanal flugs um, wenn sie aus Versehen auf einen Sender zappen, auf dem das Programm der WWE gezeigt wird. Die akrobatische Kampfunterhaltung ist für viele einfach nur albern, während andere sich auf Grund der gezeigten Gewalt abstoßend berührt abwenden. Doch es gibt auch ein Millionenpublikum, das die gebotenen Darbietungen nehmen, für was sie sind - eine moderne Variante der alten Gladiatorenspiele, bei der jeder Schlag und jeder Sprung im vorein einstudiert wurden und alles nur eine einzige große Show ist.
Doch es gibt nicht nur die Hochglanzwelt der WWE, sondern eine eigene Wrestling-Kultur in den Hinterhöfen Amerikas mit eigenen Ligen und Veranstaltungen. Doch anstatt professioneller Ringe, gibt es beim Hinterhof-Wrestling nur selbstgebastelte und nicht sonderlich vertrauenserweckende Ringgebilde. Das Publikum setzt sich in der Regel aus ein paar Kids zusammen, die lose um den Ring herum sitzen und den anderen meist jugendlichen Kämpfern zujubeln. Doch der Motivation der Beteiligten tut dies keinen Abbruch und sie alle geben alles für die sehr geringe Chance, irgendwann einmal im Ring der WWE stehen zu dürfen und in einer der riesigen Arenen von der Masse angefeuert zu werden. Die Dokumentation von Paul Hough setzt sich mit diesen Menschen auseinander und beleuchtet die teils brutalen Kämpfe in den Hinterhöfen.
Wenn man die teils sehr blutigen Bilder sieht, stellt sich die Frage, ob so manches nicht bedeutend zu weit geht. Denn im Vergleich zu so manchem Stunts mit Stacheldraht, Leuchtstoffröhren und Spiritus, sehen die Kämpfe bei "Fight Club" wie ein Kindergeburtstag aus. Unzählige Schnittwunden und Brüche halten die Akteure stolz in die Kamera und immer wieder sprechen sie von der großen Karriere im Wrestlinggeschäft, die bei den meisten allerdings so weit entfernt aufgehängt ist wie Sterne am Firmament. Die Interviews mit den Beteiligten und ihren Eltern sind teilweise recht interessant und geben zumindest stellenweise einen Eindruck davon, wieso man sich den Schmerzen hingibt. Die ehrlichste Antwort von allen dürfte die sein, dass es immer noch besser ist, die Jugendlichen lassen ihre Gewalt an Gleichgesinnten aus, als sich an Unschuldigen zu vergreifen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild einer Independent-Dokumentation kann man naturgemäß nicht mit dem einer Big-Budget-Kinoproduktion vergleichen. Das vorliegende Ergebnis ist aus diesem Gesichtspunkt gut gelungen und weist lediglich durch Treppeneffekte durch die Kompression Schwierigkeiten auf. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist klar verständlich und weist keine Probleme auf.
Bonusmaterial gibt es für eine kleine Produktion fast schon in üppigem Umfang. Ein Audiokommentar mit dem Regisseur und zwei Backyard-Wrestlern ist genauso vorhanden, wie der Trailer zum Film und ein Musikvideo, bei dem WWE-Superstar Chris "Y2J" Jericho in Sanges-Aktion zu erleben ist. Die interessantesten Punkte sind aber sicherlich die entfernten Szenen, die rund 15 Minuten laufen und von denen fast 12 Minuten Interviews mit Wrestling-Star Rob van Dam sind. Seine Worte sind darin sehr kritisch gegenüber dem Backyard-Wrestling und man merkt ihm sehr wohl an, dass Wrestler im Gegensatz zu der landläufigen Meinung alles andere als dumme Muskelpakete sind, die Probleme lediglich mit der Faust lösen können.
Fazit:
"Backyard" ist eine recht harte Dokumentation über die Ligen des Hinterhof-Wrestlings, die mit einigen brutalen Bildern daherkommt und versucht, die Frage zu beantworten, warum sich die Kämpfer den Schmerzen hingeben. Wer sich für das Thema Wrestling interessiert, wird mit der Dokumentation einige sehr interessante Eindrücke der Kehrseite ihres Entertainement-Sports erhalten. Wer ohnehin nichts mit dieser Art Unterhaltung anfangen kann, wird auch mit der DVD nur wenig anfangen können.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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78:34 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Regisseur Paul Houghm The Lizard und Scar
- Musikvideo "Enemy" von Fozzy feat. Chris Jericho & Rich Ward
- Unveröffentlichte Szenen
- Trailer
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Backyard - Im Hinterhof der Hölle
Backyard
Die rohe und ungeschminkte Seite des Wrestlings, jenseits der Hochglanz-Ringe der WWE
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2002 Regie: Paul Hough Drehbuch: Paul Hough Darsteller: The Lizard, Scar, James Weston, Justin Gates, Bob Gates, Rob Van Dam
Label :
Epix
Verkaufsstart : 14.07.2005
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