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Kino-Besprechung - Stirb Langsam 4.0
Story:
In
der Nacht zum 4. Juli wird dem New Yorker Polizeidetektiv John McClane (Bruce
Willis) der Routineauftrag erteilt, den jungen Hacker Matt Farrell (Justin
Long) für ein Verhör zum FBI nach Washinton D.C. zu bringen. Kurz nachdem er in
dessen Appartment angekommen ist, werden die zwei jedoch scheibar grundlos von
einer schwer bewaffneten Killertruppe angegriffen, der sie nur mit Mühe
entkommen können. In Washington angekommen, bricht plötzlich ein gewaltiges
Chaos aus, als der fiese Programmierer Thomas Gabriel (Timothy Olyphant) einen
cyberterroristischen Angriff von ungeahnten Ausmaßen auf die Infrastruktur der USA
startet. Werden es McClane und Farrell schaffen, den Bösewicht zu stoppen,
bevor er die ganze USA in die digitale Steinzeit zurückversetzt?
Meinung zum Film:
Alte
Haudegen aus Actionfilmen der Achziger wieder auferstehen zu lassen, scheint ja
momentan in Mode zu sein und deshalb lässt sich sich auch Superstar Bruce
Willis ("Armageddon") nicht lumpen und schlüpft noch ein viertes Mal in seine
Paraderolle des Superpolizisten John McClane. Zwölf
Jahre sind seit dem dritten Teil der "Stirb Langsam"-Reihe vergangen und die
Welt des Verbrechens hat sich in all der Zeit gehörig verändert. Die Schurken des
neuen Jahrtausends laufen nicht mehr mit Bomben und Schusswaffen durch die
Gegend, sondern sitzen hinter ihren Computern und stürzen die Nation mit
digitalen Waffen ins Chaos. Passt jemand wie John McClane, der am liebsten
seine Fäuste und Pistolen sprechen lässt, überhaupt noch in so eine Welt? Ganz
allein würde er wohl nicht mehr zurechtkommen, weswegen man ihm in diesem Film einen
computerversierten Sidekick zur Seite gestellt hat, dessen Fähigkeiten mit Maus
und Tastatur für die Wiederherstellung der Ordnung mindestens genauso wichtig
sind wie McClanes Körpereinsatz. Vielen Actionfans mag diese Figur
möglicherweise ein wenig auf die Nerven gehen, allerdings muss man fairerweise
sagen, dass Justin Long ("Voll auf die Nüsse") seinen Job nicht schlecht macht und
es auch schon weit schlimmere Sidekick-Charaktere gab. Mit Samuel L. Jackson aus "Stirb
Langsam 3" kann er es allerdings nicht einmal annähernd aufnehmen.
Die
digitale Welt und die Hackerszene stellt sich in „"Stirb Langsam 4.0" leider wie
so oft in Hollywood-Filmen extrem klischeebeladen und fast völlig realitätsfern
dar. Nicht nur visuell (gutaussehende Menschen hämmern an durchgestylten Rechnern
Tastaturbefehle in durchgestylte Computermenüs) sondern auch technologisch
entspricht nur sehr wenig von dem, was man hier auf der Leinwand sieht, den
realen Gegebenheiten, was wahrscheinlich dazu führt, dass der Film schon in
wenigen Jahren ziemlich veraltet und unfreiwillig komisch wirken wird. Andererseits ist bei einem Actionreißer dieses
Kalibers Realismus ohnehin kein sehr wichtiger Punkt, der Fokus liegt eindeutig
auf den Actionsequenzen, und die haben es in sich. An spektakulären Explosionen,
Schießereien und Schlägereien wurde nicht gespart und die wurden auch sehr
gekonnt choreografiert und hübsch in Szene gesetzt. Besonders bemerkenswert sind
die Szenen, in der es die Hauptfigur im Alleingang mit einem Helikopter und
einem Kampfjet aufnimmt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, McClane darf
wieder eine ganze Reihe markiger Spruche von sich geben, die für den einen oder
anderen Lacher sorgen werden.
Ein
wenig ärgerlich ist aber, dass man den Film im Gegensatz zu seinen Vorgängern
auf ein "PG-13"-Rating (entspricht etwa FSK 12) getrimmt hat, weswegen auf
Schimpfwörter fast völlig verzichtet werden musste und sich der Blutgehalt bei
den Schießereien stark zurückhält. Nicht einmal sein charakteristisches "Yippee
Ki Yay Motherfucker!" darf McClane in der Originalfassung in Gänze von sich
geben, was man bei der Synchro hierzulande allerdings behoben hat (wobei die
deutsche Fassung „Schweinebacke“ natürlich ohnehin nicht sehr anstößig ist). Insgesamt
ist der Film aber ein solides reinrassiges Actionspektakel, das es in so "bodenständiger"
Form (also ohne Superhelden, Aliens, Vampire, Zombies oder Riesenroboter) in
letzter Zeit nur selten im Kino zu sehen gab. Bruce Willis gibt trotz
fortgeschrittenem Alter noch einmal überzeugend den Actionhelden und demnach
dürften Actionfans ihren Spaß haben, auch wenn Len Wisemans ("Underworld") Film leider
längst nicht die Klasse seiner Vorgänger erreichen kann.
Fazit:
Trotz
einiger Schwächen ist "Stirb Langsam 4.0" ein über weite Strecken ziemlich
spaßiger Actionfilm geworden,der Fans
der anderen "Stirb Langsam"-Teilen zwar enttäuschen könnte, für sich alleine
gesehen aber durchaus überzeugen kann. Wer keine allzu hohen Erwartungen an den
Film hat und den Realimusgehalt nicht zu sehr hinterfragt, wird von diesem spektakulären
Actionfeuerwerk gut unterhalten werden.
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Stirb Langsam 4.0
Live Free or Die Hard
Bruce Willis schlüpft wieder in seine Paraderolle. Kann das gut gehen?
Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Len Wiseman Drehbuch: Mark Bomback Darsteller: Bruce Willis, Timothy Olyphant, Justin Long, Maggie Q, Cliff Curtis, Mary Elizabeth Winstead, Kevin Smith
Verleiher:
20th Century Fox
Kinostart : 27.06.2007 Kinostart : 27.06.2007
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