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DVD-Besprechung - Türkisch für Anfänger - Staffel 2.1
Story:
Die Teenagerin Lena (Josefine Preuß) ist Teil einer kunterbunten
Multi-Kulti-Familie in Berlin: Ihre Mutter Doris (Anna Stieblich) hat sich in
den türkischstämmigen Kriminalkommissar Metin (Adnan Maral) verliebt - jetzt
leben die Schneiders und Öztürks gemeinsam unter einem Dach. Lena und ihr
jüngerer Bruder Nils (Emil Reinke) müssen nun nicht nur ihre Mutter mit Metin
teilen, sondern sich auch an ihre neuen Geschwister, die 14-jährige Yagmur
(Pegah Ferydoni) und den 17-jährigen Cem (Elyas M'Barek), gewöhnen. Doris und
Metin tun ihr Bestes, um die neue Patchwork-Familie zusammen zu halten. Doch das
läuft nicht immer ohne Probleme ab. Kein Wunder, wenn echte Dickköpfe aus
unterschiedlichen Kulturen zusammenprallen und ständig verblüffende Neuigkeiten,
pikante Geheimnisse und peinliche Komplexe ans Tageslicht kommen.
Meinung zum Film:
Nur selten passiert es, dass die öffentlich-rechtlichen Sender mit ihren
Produktionen auch mal ein jüngeres Publikum ansprechen können. Die
Vorabend-Comedy "Türkisch für Anfänger", die im März 2006 Premiere hatte, erwies
sich deshalb geradezu als Glücksgriff für die ARD. Zwar hätten die
Zuschauerquoten noch besser sein können, doch aufgrund der überragenden
Beliebtheit bei Fans und Kritikern (u.a. Gewinn des Grimme-Preises 2007 und
sogar die sonst bekanntlich eher konservative FAZ nannte "Türkisch für Anfänger"
die "beste ARD-Serie seit Jahren") wurde kurz nach Ausstrahlung der zwölf ersten
Episoden eine zweite Staffel bestellt - diesmal sogar gleich mit 24 Folgen.
Inhaltlich knüpfen die Folgen lückenlos an Staffel 1 an. Die
Dreierbeziehung zwischen Lena, Axel und Cem, die sich bereits anbahnte, wird
weiter vertieft und erlebt ein furioses Finale. Durch die doppelte Anzahl an
Folgen können die Charaktere nun deutlicher gezeichnet werden und man entdeckt
an dem einen oder anderen Seiten, die man vorher nicht erwartet hätte. So finden
wir zum Beispiel heraus, dass Nils - entgegen dem ursprünglichen Anschein - gar
kein kleines Dummerchen ist und dass Yagmur auch tatsächlich mal ein paar
Minuten ohne Kopftuch überleben kann. Metin versucht in dieser Staffel, Doris
endlich einen Heiratsantrag zu machen und Opa Hermi ist auch wieder mit von der
Partie. Dieser taucht zwar immer nur kurz auf, um einen Spruch loszulassen,
dennoch gehören seine Szenen sicherlich mit zu den Highlights der Folgen.
Neben den Dingen, die beim Alten geblieben sind, bietet die zweite
Staffel auch einiges an Neuerungen. Wir lernen Doris' Schwester Diana (gespielt
von Katharina Kaalbach) kennen, die von Beruf Lehrerin ist und an Cems und Lenas
Schule unterrichten wird. Costa, der in der ersten Staffel eher der ab und zu
auftauchende, nervig-lustige Sidekick war, rückt stärker in den Mittelpunkt und
verbringt deutlich mehr Zeit mit Cem und der Familie. Auffällig ist auch der
neue Titelsong der Serie. Dabei handelt es sich um "Gegen den Rest" der Berliner
Newcomer-Band "Karpatenhund". Während die erste Staffel eine instrumentale
Titelmusik hatte, wird das Intro nun von diesem Lied begleitet. Das Lied weiß
durchaus zu gefallen und passt auch inhaltlich zur Serie, nur leider hat man es
versäumt, die Titelsequenz neu zu gestalten. Diese ist nach wie vor die, die
auch schon für Staffel eins verwendet und zum Takt des Instrumentalstücks
passend geschnitten wurde. Das hat zur Folge, dass Bild und Ton beim Intro
dieser Staffel nicht mehr wirklich harmonieren, da der Rhythmus von "Gegen den
Rest" überhaupt nicht zu den Schnitten passt. Schade! Hier hätte man ruhig eine
neue Sequenz mit Bildmaterial aus dieser Staffel anfertigen und im Takt des
neuen Songs zusammenschneiden können.
Digitale Aufarbeitung:
Der anamorphe Bildtransfer ist zwar nicht immer optimal, insgesamt gesehen aber
durchaus als gut zu bezeichnen. Die Serie präsentiert sich in satten,
leuchtenden Farben, ohne zu überstrahlen. Nur bei größeren Bildschirmdiagonalen
sind gelegentlich leichte Doppelkonturen auszumachen. Beim Ton sieht es eher
durchschnittlich aus. Leider wurde nicht in Dolby Digital 5.1 produziert, sodass nur die standardmäßige TV-Stereospur vorliegt. Diese bietet einen klaren
und zweckmäßigen Sound, wobei man natürlich nichts Weltbewegendes erwarten darf.
Die Extras sind für eine deutsche Produktion erfreulicherweise
erstaunlich gelungen. Disc 1 bietet einen sehr hörenswerten Audiokommentar zu
Folge 16 (mit Josefine Preuß, Axel Schreiber, Elyas M'Barek und dem Regisseur
Oliver Schmitz), bei dem man deutlich den Spaß merkt, den Cast & Crew bei
der Arbeit hatten. Von den vier Sprechern des Kommentars gibt es auf Disc 2 auch
noch kurze Videointerviews, außerdem eines mit Christian Ditter, dem anderen
Regisseur dieser Staffel. Zusätzlich bietet die zweite Scheibe Castingszenen mit
Katharina Kaali (6 Min.), einen Zusammenschnitt entfernter Szenen (10 Min.)
sowie rund 15 Minuten an wirklich witzigen Outtakes.
Fazit:
Der erste Teil der zweiten Staffel von "Türkisch für Anfänger" macht wieder
mächtig Spaß. Über die DVD-Umsetzung kann man nicht klagen und für Fans bietet
das Bonusmaterial einen deutlichen Mehrwert. Es darf also beruhigt zugegriffen
werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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12 Folgen à ca. 25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes
- Outtakes
- Interviews mit Regisseuren und Darstellern
- Castingszene "Diana"
- Audiokommentar zu Folge 16 mit Josefine Preuß, Axel Schreiber, Elyas M'Barek
und dem Regisseur Oliver Schmitz
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Türkisch für Anfänger - Staffel 2.1
Türkisch für Anfänger - Staffel 2.1
So gut kann deutsches Fernsehen sein
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2006 Regie: Oliver Schmitz, Christian Ditter Drehbuch: Bora Dagtekin u.a. Darsteller: Josefine Preuß, Anna Stieblich, Adnan Maral, Elyas M'Barek, Pegah Ferydoni, Emil Reinke
Label :
Universum Film
Verkaufsstart : 16.04.2007
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