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DVD-Besprechung - Türkisch für Anfänger - Staffel 2.2
Story:
Lenas (Josefine Preuß) steiniger Weg zum Erwachsenwerden wird trotz all der
klugen Psycho-Tipps ihrer Mutter Doris (Anna Stieblich) nicht einfacher. Dann
taucht auch noch ihr leiblicher Vater aus dem Urwald auf und will einiges an
verpasster Erziehung nachholen. Zudem mischt nun Ulla mit, eine engelsgleiche
Pastorentochter. Metin (Adnan Maral) entdeckt, dass Doris auch in der Ehefrage
ganz anders tickt als die Mehrheit. Bislang endeten alle ihre Beziehungen immer
genau dann, wenn das Wort "Hochzeit" fiel. Wird Doris etwa für Metin eine
Ausnahme machen? Yagmur (Pegah Ferydoni), die Keusche, entdeckt tief in sich
Gefühle, die so gar nicht in ihr Wertesystem passen. Ist das etwa Liebe, was ein
unbekannter Emailschreiber da in ihr hervorruft? Sie wagt also einen Spagat über
den Bosporus und recherchiert, wie viel Flirten im Koran erlaubt ist und wie sie
Anerkennung und Respekt von ihrem anonymen Schwarm ernten kann, ohne sich Allahs
Zorn zuzuziehen.
Meinung zum Film:
Auch die zweite Hälfte der zweiten Staffel von "Türkisch für Anfänger" erscheint
erfreulicherweise wieder direkt im Anschluss an die TV-Ausstrahlung, sodass man
das Anschauen eventuell verpasster Folgen ohne längere Wartezeit gleich
nachholen kann. Man sollte sich auch tatsächlich keine der genialen Episode
entgehen lassen, denn gerade bei diesen letzten 12 Folgen gibt es noch mal jede
Menge Kniffe und Wendungen in der Storyline, was durch das Einführen gleich zwei
neuer Charaktere zusätzlich unterstützt wird.
Zum einen hätten wir da
die Erzkonservative Pfarrerstochter Ulla Jamuschke, die unter den vielen
lebenden Klischees der Serie mit das größte ist. Wie sich aber herausstellen
soll, steckt hinter der schüchtern-trotteligen Fassade doch einiges mehr, als
man zunächst erwartet hätte. Als sie zur Freundin von Lena und kurz darauf zum
Love Interest von Cem wird, sorgt das natürlich für einige chaotische
Situationen und Missverständnisse, für deren Klärung zum Glück genug Zeit
bleibt.
Die zweite neu eingeführte Figur ist Doris'
Ex-Lebensabschnittsgefährte Markus - Lenas und Nils' Vater. Eigentlich lebt er
in Südamerika, doch als er von Doris' und Metins bevorstehender Hochzeit
erfährt, macht er sich eigenhändig per Floß und Flugzeug auf den Weg, um seine
frühere Flamme zurückzuerobern. Dem Zuschauer ist natürlich schon klar, dass aus
Markus' Plan nichts werden kann, ihm bei seinen Bemühungen zuzusehen macht
trotzdem Spaß. Besonders die letzte Folge ist noch mal sehr schön, wenn auch
gleichzeitig sehr traurig. Da bei Dreh nicht bekannt war, ob es eine dritte
Staffel geben wird, hat man dafür eine Story geschaffen, die einerseits Raum für
eine Fortsetzung offen lässt, aber gleichzeitig auch in sich abgeschlossen ist,
sodass man nicht das unbefriedigende Gefühl eines Cliffhangers hat. Der
Folgentitel "Die, nach der schon alles vorbei sein soll?" ist daher sehr passend
gewählt.
Digitale Aufarbeitung:
Der anamorphe Bildtransfer spielt nach wie vor in der gehobenen Mittelklasse
mit. Das Bild bietet eine durchwegs hohe Datenrate sowie eine gute Schärfe. Der
Kontrast wirkt allerdings teilweise zu hoch, sodass Farben hin und wieder etwas
grell wirken, und anscheinend wurde bei diesem zweiten Teil der Staffel der
Gelbwert künstlich hochgeschraubt. Ob das Absicht oder einfach nur irgendwas
beim Mastering schief gegangen ist, bleibt offen. Die Audiospur in klassischem
TV-Stereo bringt keine Überraschungen mit sich. Klar und zweckmäßig, nicht mehr
und nicht weniger. Etwas schade ist die Tatsache, dass die Folgen nicht in
Kapitel unterteilt wurden.
Überraschender- und erfreulicherweise ist die
zweite Halbstaffel mit noch mehr Extras vollgepackt als die erste. Disc 1 bietet
neben Castingszenen von Ulla und Markus (insgesamt 08:30) Interviews mit Metin,
Doris, Yagmur, Costa sowie Regisseur und Produzent (zusammen rund 13:30).
Letztere liegen in anamorphem Widescreen vor. Zusätzlich gibt es zur Folge "Die
mit when a Metin loves a woman" einen Audiokommentar von Pegah Ferydoni, Arnel
Taci (Costa) sowie Regisseur Christian Ditter und zur Folge "Die mit dem Ex in
der City" einen von Adnan Maral, Anna Stieblich, Andreas Hofer (Markus) sowie
Regisseur Edzard Onneken. In beiden erfährt man interessante Hintergrundinfos
zur Serie. Auf Disc 2 gibt es ebenfalls einen Audiokommentar: Produzent Alban
Rehnitz und Headwriter Bora Dagtekin plaudern über "Die, in der Costa den Lukas
haut". Zwar gibt es darin auch einiges Wissenswertes, man merkt allerdings an
den Blödeleien der beiden, dass doch eher der Spaß im Vordergrund stand. Knapp
fünf Minuten Deleted Scenes, eine ganze Viertelstunde lustiger Outtakes und ein
20-minütiges Making Of runden das umfangreiche Bonusmaterial ab.
Fazit:
Mit ordentlichem Bild und Ton, noch mehr Extras und noch chaotischeren Folgen
ist die zweite Halbstaffel von "Türkisch für Anfänger" ein Pflichtkauf für Fans
der Serie - und alle, die es noch werden wollen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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12 Folgen à ca. 25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes
- Outtakes
- Making Of
- Interviews mit Regisseuren, Darstellern und Produzent
- Castingszenen "Ulla" und "Markus"
- Audiokommentare zu Folge 26, 30 und 32
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Türkisch für Anfänger - Staffel 2.2
Türkisch für Anfänger - Staffel 2.2
Völkerverständigung einmal anders
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2006 Regie: Christian Ditter, Edzard Onneken Drehbuch: Bora Dagtekin u.a. Darsteller: Josefine Preuß, Anna Stieblich, Adnan Maral, Elyas M'Barek, Pegah Ferydoni, Emil Reinke
Label :
Universum Film
Verkaufsstart : 14.05.2007
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