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DVD-Besprechung - Black Hole
Story:
Bei einem fehlgeschlagenen Experiment entsteht in den Kellergängen einer Versuchsanstalt in St. Louis ein Schwarzes Loch. Da der verantwortliche Leiter des Versuchs dabei ums Leben kommt, wird der Physiker Eric Bryce (Judd Nelson) hinzugezogen, um Shannon Muir (Kristy Swanson) beim Eindämmen der Katastrophe zu helfen. Da zwischenzeitlich aber auch das Militär von den Ereignissen Wind bekommen hat, trifft auch eine Spezialeinheit unter der Leitung von General Ryker (David Selby) im Institut ein und hat eine ganz andere Vorstellung der Problemlösung. Als eine Art Lebensform aus dem Schwarzen Loch entsteigt und sich in Richtung Stadt aufmacht, ist es an der Zeit, alle Differenzen beiseite zu legen und das Leben von Millionen Menschen zu retten.
Meinung zum Film:
In den späten 80ern hatte es noch den Anschein, als würde der ungarische Regisseur Tibor Takács eine Zukunft im Horror-Genre haben, da er mit Filmen wie "The Gate" oder "Hardcover - I, Madman" durchaus zu gefallen wusste. Doch danach folgte nichts nennenswertes mehr von ihm und der jüngst erschienene "Mosquito Man" sorgte auch nicht gerade für Begeisterungsstürme beim Publikum. Auch Kristy Swanson ("Blumen der Nacht") schien sich immer mal wieder auf dem Weg zu einem der bekannteren Darsteller zu befinden, auf dem ebenfalls Judd Nelson ("The Breakfast Club") immer mal wieder kurzzeitig verweilte. Doch stets, wenn nur noch ein kleiner Schritt zu fehlen schien, plumpsten beide rücklings um und waren aus der Wahrnehmung der breiten Masse wieder weitestgehend verschwunden. Drehbuchautor David Goodin hat diese kurzweilige Bekanntheit noch nicht vorweisen können, mit "Larva" konnte er aber zumindest die Drehvorlage zu einem zumindest ordentlichen B-Horror abliefern. Was er allerdings mit dem Skript zu "Black Hole" verbrochen hat, dürfte ihm reichlich Probleme beim Finden einer neuen Arbeit bereiten. Denn was er sich hier ausgedacht hat, ist alles andere als auch nur annähernd akzeptabel.
So manch einer wird sicherlich schon beim Lesen des Inhaltes die Hände über den Kopf zusammenschlagen und denken "Was für ein verquirlter Mist ist denn da zu einem Film verarbeitet worden?" Ein Schwarzes Loch, das in einem Keller entsteht und da sanft vor sich hinsaugt? Eine Bestie, die diesem entsteigt und sich dann als Materienwesen über die Stadt hermacht? Dagegen waren selbst alte Godzilla-Filme wissenschaftlich fundierte Dokumentationen. Doch selbst wenn die physikalischen Gesetze außen vor gelassen werden, gibt es immer noch unzählige Peinlichkeiten, die einfach nicht übersehen werden können. Das Militär ist natürlich fest entschlossen, das Schwarze Loch mit Atomwaffen zu bekämpfen, da dies ja bekanntlich das beste Mittel gegen alles ist. Und als Schutz gegen die "Angriffe" des "Gegners" verstecken sich die Soldaten hinter Wänden und reagieren mit Sperrfeuer. So dämlich kann nicht einmal die unerfahrenste Guerilla-Einheit in einem x-beliebigen Bananenstaates sein, um solche Schwachsinns-Pläne zu schmieden. Der Retter in der Not ist dann auch, wie sollte es anders sein, ein ständig betrunkener Ex-Top-Wissenschaftler, der von Frau und Kind verlassen wurde, in der Notlage aber über sich hinauswächst, zum Helden mutiert und dem Alkohol abschwört.
Wenn das ganze zumindest noch spannend geraten wäre, es hätte über die ganzen Heuler hinwegsehen werden können. Doch so wird der Zuschauer nur über die komplette Laufzeit mit einer nicht mal ansatzweise interessanten Geschichte gequält, die zudem noch in einer höchst sterilen Atmosphäre präsentiert wird, in der selbst eine Massenpanik in St. Louis nicht dramatischer wirkt, als der allgemeine Trouble bei einem durchschnittlichen Kindergeburtstag. Das einzig gute an dem Film ist das Energie-Monster, das tatsächlich, zumindest optisch ein sehr gutes B-Movie-Monster darstellt. Alles andere im Film kann allerdings getrost vergessen werden und dürfte selbst geduldigste Trash-Fans auf eine arge Geduldsprobe stellen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt oftmals ein wenig unscharf und leicht verrauscht. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich, Klangwunder oder räumliche Effekte sollten allerdings nicht erwartet werden.
Als Extras gibt es ein knapp 20-minütiges "Making Of", das ein paar laue Kommentare und Szenen aus dem Film zu bieten hat. Es folgen noch der Trailer und eine Bildergalerie.
Fazit:
Selbst wenn der wissenschaftliche Hintergrund von "Black Hole" völlig vernachlässigt wird, reichen eine reichlich dämliche Armee, stereotype Charaktere, eine nicht mal ansatzweise interessante Handlung und eine völlig spannungslose Inszenierung aus, um die rund 86 Minuten zur Qual werden zu lassen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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86:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Bildergalerie
- Trailer
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Black Hole
The Black Hole
Wenn es doch nur ein Schwarzes Loch gäbe, in dem dieser Film ganz schnell verschwindet
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Tibor Takács Drehbuch: David Goodin Darsteller: Judd Nelson, Kristy Swanson, David Selby, Heather Dawn, Robert Giardina, Jennifer Lyn Quackenbush, Christa Campbell, Julia Sinks
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 17.11.2006
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