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DVD-Besprechung - The Bodyguard
Story:
Bodyguard Wong (Petchtai Wongkamlao) versagte beim Beschützen seines Klienten, der bei einer Feier getötet wurde. Um seine Schande auszugleichen verspricht er, den Sohn des Verstorbenen zu beschützen, der in das Fadenkreuz der Gangster geraten ist, die das geerbte Geschäft übernehmen wollen. Da dieser jedoch in einem kleinen Dorf untergetaucht ist, muss Wong den jungen Erben erst einmal suchen. Damit hat er das gleiche Ziel wie seine Gegner und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Meinung zum Film:
Ein Jahr, nachdem das Kampfsport-Action-Spektakel "Ong-Bak" für Aufsehen sorgte und internationale Anerkennung erringen konnte, machte sich der ausführende Produzent Somsak Techaratanaprasert daran, einen weiteren Kracher in die Kinos zu bringen. Mit Petchtai Wongkamlao in der Rolle des teils recht tollpatschigen Bodyguards übernahm einer der Schauspieler aus "Ong-Bak" die Hauptrolle im neuen Film und setzte sich zusätzlich noch selbst auf den Regiestuhl. Unterstützt wurde er dabei vom "Born to Fight"-Regisseur Panna Rittikrai. Mit Pumwaree Yodkamol übernahm auch eine Ong-Bak-Darstellerin eine Rolle und Ong-Bak-Hauptdarsteller Tony Jaa hat ebenfalls einen kurzen Auftritt in einer entscheidenden Kampfszene. Doch trotz des passenden Rahmens will der Film nicht so recht zünden und kann nur stellenweise für kurzweilige Unterhaltung sorgen.
Es sind vor allem zwei Dinge, die für den Großteil der Zuschauer eine extreme Prüfung der Nerven darstellen dürften: Zum einen stellt die deutsche Synchronisation die Geduld des Zuschauers auf die Probe. Lippensynchronität ist für diese ein absolutes Fremdwort und die in manchen Momenten schlichtweg emotionslos und hastig runtergelesenen Worte wirken alles andere als stimmungsfördernd. Viel schlimmer als die deutsche Synchronisation fallen dann allerdings noch die albernen Slapstickeinlagen auf, von denen es mehr als Genug zu erleben gibt. Stellenweise übertrifft der Film mit diesen sogar die Werke aus den 70er Jahren, die in Sachen asiatischen Klamauk-Humor nicht gerade rühmliche Maßstäbe setzten.
Da hilft es dann auch nicht, dass es die ein oder andere gut choreographierte Action-Szene gibt. Das alberne Szenario bestimmt viel zu sehr den Film, als dass er wirklich ernst genommen werden oder für gute Unterhaltung sorgen kann. Ein paar Gags zur Auflockerung und eine paar coole Sprüche sind in der Regel passend in harten Action-Filmen, aber wenn sich Helden und Gangster wie Frank Drebbin auf Koks benehmen, kann das Ergebnis nur als ein kruder Slapstick-Action-Genre-Mix angesehen werden, für den der Zuschauer wohl asiatischer Abstammung sein muss, um den actionreichen Blödelklamauk zu mögen. Es ist sicherlich kein Zufall, dass derartige Filme in der westlichen Welt nicht gedreht werden. Es gibt offensichtlich keine Abnehmer dafür.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild hinterlässt einen guten Eindruck und sorgt für eine ordentliche Erscheinung auf dem Bildschirm. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist gut verständlich abgemischt und hält in Sachen Raumklang auch das ein oder andere Erlebnis bereit.
Als Extra gibt es lediglich den Trailer und drei Biografien.
Fazit:
"The Bodyguard" kann trotz einiger guter Actionszenen nicht überzeugen. Die teils guten Kampfsequenzen werden durch unzählige alberne Blödeleien übertönt und das Gesamtergebnis wirkt wie eine Mischung aus "Police Academy" und "Stirb langsam", die nur ganz wenigen Gefallen dürfte.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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95:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Thailändisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Bodyguard
The Bodyguard
Albernes Blödeltheater mit ein paar netten Actionszenen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2004 Regie: Panna Rittikrai, Petchtai Wongkamlao Drehbuch: Petchtai Wongkamlao Darsteller: Petchtai Wongkamlao, Piphat Apiraktanakorn, Pumwaree Yodkamol, Aranya Namwong, Apaporn Nakornsawan
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 09.11.2006
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