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DVD-Besprechung - The Breed - Let hte Manhunt begin

Story:
Eine 5-köpfige Gruppe junger Erwachsener reist auf eine abgelegene kleine Insel, um dort in einer Hütte ein Wochenende voller Erholung zu genießen. Doch schon sehr bald stellt sich das erholsame Wochenende als Horrortrip heraus, da eine aggressive Gruppe wilder Hunde es auf sie abgesehen hat.

Meinung zum Film:
Die 70er-Jahre waren die Hochzeit für ein ganz besonderes Subgenre des Horrorfilms. In Tierhorrorfilmen wurden alle Arten tierischer Spezies auf den Menschen losgelassen. Eine davon war der angeblich beste Freund des Menschen - der Hund. Waren die Filme inhaltlich oftmals nur ein müdes Lächeln wert, wussten sie durch die Präsentation ihrer Aggressoren zu gefallen. Der 1977 unter der Regie von Robert Clouse entstandene "Die Meute" schien die Drehbuchautoren von "The Breed" inspiriert zu haben, da hier wie dort ein Haufen wilder Hunde eine Gruppe Menschen auf einer kleinen Insel in Schach hielt und in ihre Hütten drängte. Regisseur Nicholas Mastandrea legt mit "The Breed" zwar sein Regiedebüt hin, blickt dabei aber auf einen Werdegang im Business zurück. Er arbeitete sich vom Beleuchter bei "Zombie - Dawn of the Dead" zum späteren Regieassistenten bei Filmen wie "Identität" oder den drei "Scream"-Filmen auf. Mit seiner ersten Regiearbeit bekam er dann schlussendlich auch die Chance zu beweisen, dass er die fast 30 Jahre an den verschiedenen Sets gut aufgepasst und dabei einiges von den jeweiligen Drehleitern gelernt hat.

Wo "The Breed" leider ganz genau die Kultfilme aus den 70er-Jahren beobachtet hat, ist bei der Löchrigkeit der Geschichte und der Plattheit der Dialoge. Die Erklärungen für das Verhalten der Hunde fällt genauso überflüssig aus wie die Reaktionen der Angegriffenen auf einzelne Situationen. Mit Michelle Rodriguez ("Lost"), Hill Harper ("CSI: New Yorker"), Taryn Manning ("Hustle & Flow"), Oliver Hudson ("Black Christmas") und Eric Lively ("The L Word") standen aber zumindest nicht gänzlich unerfahrene Darsteller/-innen zur Verfügung, die das Ganze dann auch weitestgehend annehmbar präsentieren und dabei auch durch eine tadellose deutsche Synchronisation unterstützt werden.

Wo der Film ohne jeden Zweifel seine Stärken hat, ist bei seinen Killern auf 4 Pfoten. Wie in den guten alten Zeiten wurde auf echte Vierbeiner zurückgegriffen und auf den Einsatz von CGIs komplett verzichtet. Eine Entscheidung, die der Stimmung des Filmes sehr zu gute kommt. Nach einer teils recht zähen und leider auch dümmlichen Einleitung in den ersten rund 20 Minuten geht es in der letzten Stunde Schlag auf Schlag mit den Angriffen der Hunde weiter und Tierhorrorfans bekommen hier reichlich von dem geboten, was den Unterhaltungswert dieser Filme ausmacht. Nicholas Mastandrea beweist den Film über immer wieder, dass er sehr wohl gut aufgepasst hat an den verschiedenen Sets, an denen er arbeitete und präsentiert einige äußerst gelungene Einstellungen und Aufnahmen. Nach normalen Mainstreammaßstäben gemessen mag "The Breed" vielleicht nicht unbedingt zu den empfehlenswerten Beiträgen zählen. Aus Sicht eines Fans des (Sub-)Genres (Tier-)Horror sieht dies allerdings ganz anders aus und für sie stellt der Film einen Beitrag dar, der sich vor dem Vergleich mit Kultfilmen wie "In der Falle" oder "Die Meute" nicht zu verstecken braucht.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen weitestgehend guten Eindruck, lediglich in Szenen, die im Dunkeln spielen ist stellenweise doch starkes Rauschen zu erkennen und Details gehen in diesen Momenten ebenfalls schon mal verloren. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr sauber abgemischt und hat auch im Surroundbereich einiges an Effektfutter zu bieten.

Bei den Extras finden sich neben dem Trailer zum Film und einer Bildergalerie noch ein jeweils rund 30-minütiger Blick hinter die Kulissen und ein Making Of, das mit einer Mischung aus Interviews und Bildern vom Dreh für Informationen sorgt. Im Menü sind die beiden Beiträge vertauscht worden, weswegen es die Interviews und gesprochenen Informationen beim Blick hinter die Kulissen gibt, was aber nicht mehr als nur ein kaum nennenswerter Schönheitsfleck ist.

Fazit:
"The Breed" ist ein gelungener Tierhorrorfilm mit aggressiven Killerhunden, der ganz in der Tradition der Kultfilme aus den 70er-Jahren steht. Freunde des Genres können hier bedenkenlos zugreifen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
87:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Fotogalerie
  • Behind the Scenes
  • Making of
The Breed - Let hte Manhunt begin - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Breed - Let hte Manhunt begin
The Breed

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Killerhunde in der Tradtion von "Die Meute"


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / Südafrika / USA, 2006
Regie:
Nicholas Mastandrea
Drehbuch:
Robert Conte, Peter Martin
Darsteller:
Michelle Rodriguez, Taryn Manning, Oliver Hudson, Hill Harper, Eric Lively

Label Deutschland :
MC One
Verkaufsstart Deutschland :
07.12.2006