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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Bruderschaft des Todes - Vertrauen ist tödlich!

Story:
Der aufstrebenden Buchautor Simon (Eduardo Noriega), der sich sein Geld mit der Erstellung von Kreuzworträtseln verdient, findet auf seinem Anrufbeantworter eine mysteriöse Nachricht, die ihn dazu auffordert, ein bestimmtes Wort an einer bestimmten Stelle in sein nächstes Rätsel einzubauen. Als er beginnt, Nachforschungen anzustellen wird er dadurch in eine Spirale aus perfiden Spielchen verstrickt, bei denen es schon bald um Leben und Tod geht.

Meinung zum Film:
"Bruderschaft des Todes"-Regisseur Mateo Gil war als zweiter Regisseur und Drehbuchautor an dem für ein wenig Aufsehen erregenden "Tesis - Der Snuff-Film" beteiligt, bei dem es um die Faszination von Gewaltvideos geht, die reale Morde zeigen. Regisseur bei dem Film war Alejandro Amenábar, zu dessem "Öffne die Augen" Gil ein Jahr später auch das Drehbuch verfasste, was wiederum rund 4 Jahre später als Vorlage für den Tom-Cruise-Film "Vanilla Sky" diente. Mit "Bruderschaft des Todes" drehte Mateo Gil seinen ersten eigenen Film, das durch ihn verfasste Drehbuch basiert dabei auf einem Roman von Juan Bonilla ("Der nubische Prinz").

Doch bis der Film so richtig in Fahrt kommt, hat man als Zuschauer eine mehr als zähe Einleitung über fast 1 Stunde hinter sich zu bringen. In aller Ausführlichkeit wird der Charakter von Simon erklärt und genauso lange wird man im Grunde im Trüben darüber gelassen, worum es im Film eigentlich geht. Es gibt eine ganze Menge Gespräche und ein paar Ereignisse, die im Grunde erst mal wenig Sinn ergeben und auch weitestgehend uninteressant erscheinen. Erst in den letzten 50 Minuten nimmt der Film endlich an Fahrt auf und wird der erwartete Thriller, den einem der Klappentext und die Inhaltsangabe versprechen. Gil hätte gut daran getan, die monströse Einleitung auf sein wesentliches zu straffen, um die Geduld seines Publikums nicht unnötig auf die Probe zu stellen. Es dürfte den ein oder anderen geben, der die gute zweite Hälfte des Films auf Grund von gähnender Langeweile gar nicht erst mitbekommt.

Gegen den faden Beginn schafft es auch nicht Hauptdarsteller Eduardo Noriega ("El Lobo - Der Wolf") anzuspielen, aber Grund für den müden Einstieg ist er sicherlich nicht. Doch so richtig in Fahrt will auch er erst mit dem Beginn der Schnitzeljagd kommen, bei der er sich von Aufgabe zu Aufgabe in den Straßen und Gassen Sevillas hangelt. Wenn die Katze dann aus dem Sack gelassen wird und man nach und nach erfährt, in was Simon hineingeraten ist, erscheint dies zwar teilweise ein wenig an den Haaren herbeigezogen und ein klein wenig zu fantastisch, aber nach dem zähen Anfang ist man für die Abwechslung im Tempo dankbar, weswegen man das etwas zu Fantastische gerne in Kauf nimmt, um nicht auch für den Rest des Films mit fruchtlosen Dialogen gequält zu werden. "Bruderschaft des Todes" ist somit ein netter Thriller, der massiv unter seiner ersten Hilfe zu leiden hat, dafür aber in der zweiten Hälfte gut zu unterhalten weiß.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen eher durchwachsenen Eindruck. Die Farben wirken relativ kraftlos und bei den Details kann man nicht unbedingt von einer guten Schärfe reden, hinzu kommt, dass Dinge und Einzelheiten im Hintergrund nur wenig zu erkennen sind. Abschließend gibt es noch feines Rauschen zu erkennen. Ein Hauptgrund hier dürfte sein, dass der Film in einem nicht anamorphen Letterbox-Format vorliegt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist, was das Verhältnis zwischen Sprache und Musik betrifft, nicht ganz perfekt abgemischt, teilweise ist es zu Beginn nicht ganz einfach, allen Dialogen zu folgen, im Verlauf des Films tritt dieses Manko aber immer weniger auf.

Als Extra gibt es ein knapp 20-minütiges Making Of, in dem ein wenig über die Entstehung des Filmes geplaudert wird. Es folgen noch Tafeln mit den Biografien zu einigen der Künstlern sowie Teaser und Trailer.

Fazit:
"Bruderschaft des Todes" ist zu Beginn wahrlich tödlich - tödlich langweilig. Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte mächtig an Fahrt auf, wirkt dann aber etwas zu übertrieben. Wer das notwendige Sitzfleisch und die Geduld mitbringt, die erste Hälfte zu überstehen, wird an dem ordentlichen Thriller sicherlich seinen Spaß haben.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,40:1
2,40:1
103:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Spanisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch
Bonusmaterial:
  • Making of
  • Biografien
  • Teaser & Trailer
Bruderschaft des Todes - Vertrauen ist tödlich! - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Bruderschaft des Todes
Nadie conoce a Nadie

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
So zäh die erste Stunde daherkommt, so interessant und spannend, aber auch etwas übertrieben ist der Rest


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Spanien, 1992
Regie:
Mateo Gil
Drehbuch:
Mateo Gil
Darsteller:
Eduardo Noriega, Jordi Mollà, Natalia Verbeke, Paz Vega, Mauro Ribera, Jesús Olmedo, Críspulo Cabezas, Joserra Cadiñanos, José Manuel Seda, Richard Henderson

Label Deutschland :
Epix
Verkaufsstart Deutschland :
08.06.2006