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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - The Bumblebee Project

Story:
Barney Snow (Elijah Wood) hat nach einem tragischen Autounfall sein Gedächtnis verloren. In einer Spezialklinik soll er seine Erinnerungen zurückerhalten. Doch anstatt ihm dabei wirklich zu helfen, führen die behandelnden Ärzte ein geheimes Experiment an ihm durch, das einen Durchbruch auf einem medizinischen Gebiet bringen soll. Während Snow auf eigene Faust versucht, sein Gedächtnis wiederherzustellen, freundet er sich immer mehr mit seinen Mitpatienten an, die allesamt an einer anderen schweren Krankheit leiden, welche unweigerlich zum Tod führen. Wie es scheint, ist er der einzige, der nicht zum Sterben verurteilt ist.

Meinung zum Film:
Bumblebee ist das englische Wort für Hummel. Also dem Tier, das ein physikalisches Phänomen darstellt. Denn eigentlich ist es nach wissenschaftlichen Kenntnissen gar nicht möglich, mit ihren verhältnismäßig kleinen Flügeln ihren vergleichsweise wuchtigen Körper von der Erde zu bekommen, um zu fliegen. In der Wissenschaft spricht man von einem Sieg des Geistes über die Materie, den man sich allerdings nicht erklären kann. Und genau solch ein Phänomen behandelt auch "The Bumblebee Project" mit der Person des Barney Snow im Fokus. Dieses wird allerdings erst zum Ende hin offensichtlich, wenn die bahnbrechenden Forschungen offenbart werden, die an Barney unternommen werden. Man kann die dann dargebotenen Erkenntnisse als wissenschaftlich unmöglich darstellen, oder aber sie als Sieg des Geistes über die Materie werten. Ganz wie bei der Hummel auch.

Doch der Weg bis zur Offenlegung der Forschung ist ein weiter. Ein ganz großes Problem beim Zusehen ist die sterile Umgebung, in der Snow zu leben scheint. Obwohl es sich bei der Klinik um einen großen Komplex handelt, sieht man außer Barney und seinen drei Freunden keine andere Patienten. Der Film wirkt wie künstlich beatmet und ohne Leben. Durch diese Atmosphäre bekommt die ein oder andere Länge mehr Bedeutung, da man sie durch etwas mehr Leben im Umfeld problemlos hätten verzeihen können. So fällt aber das teilweise fehlende Tempo in der Erzählung oder die Verschleppung eben jenes stellenweise recht stark auf. Darstellerisch darf Elijah Wood ("Herr der Ringe") erneut beweisen, dass sich sein Können auf einen voller Schwere liegenden Blick ins Leere beschränkt, er diesen aber perfekt beherrscht und rührend herüberbringt. Es drängt sich das Gefühl auf, dass er in dieser frühen Produktion aus dem Jahre 1999 bereits den einen Ring bei sich trug, so gebeugt schleicht er durch die Szenerie. In den Szenen mit Rachel Leigh Cook ("11:14") verblasst er dann vollends, was nicht nur an der sympathischen Ausstrahlung der Darstellerin liegt. Dies ist auch ein großes Problem, da die Chemie zwischen den beiden überhaupt nicht stimmt und die Liebesgeschichte dadurch gar nicht funktioniert. Für einen positiven Eindruck sorgt vor allem Janeane Garofalo ("Jede Menge Ärger") als behandelnde Ärztin.

Aus dem "Bumblebee Project" ist unter der Regie des recht unbekannten Martin Duffy ein Drama geworden, das zum Nachdenken anregt und die Frage in den Raum wirft, wie wichtig und wertvoll die Erinnerung eines Menschen ist und wie weit man gehen darf, um Menschenleben zu retten, aber auch wie weit es künstlich erhalten bleiben darf. Das Ende ist auch ein wenig offen gelassen und überlässt dem Zuschauer die Möglichkeit, für sich selbst zu entscheiden, was nun richtig ist und was falsch. Vor allem in der Szene vor der Schlusseinstellung überlässt es der Regisseur dem Zuschauer, seine eigene Interpretation für ein individuell stimmungsvolles Ende zu setzen. Man sollte auf Grund des Inhaltes aber nicht erwarten, einen Mystery-Thriller gereicht zu bekommen, der viel Wert auf den Aufbau von Spannung in Bezug auf die Vergangenheit von Snow legt. Denn diese wird im Grunde nur am Rande in die Handlung eingebaut. Der Film ist von sehr ruhiger Gangart und klar den Dramen zuzuordnen.

Digitale Aufarbeitung:
as Bild ist ganz ordentlich, kann aber mit aktuellen Produktionen nicht mithalten. Die Schärfe ist nur durchschnittlich, die Konturen werfen zeitweise feine Schatten und ein Grundrauschen ist fast ständig zu sehen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 kommt mit einem sauberen Stereo-Ton daher und winkt insgesamt harmonischer als die nur ohnehin frontal gelagerte Dolby-Digital-5.1-Version.

Als Extra gibt es den Trailer zum Film.

Fazit:
"The Bumblebee Project" ist ein ruhiges Drama, das ein wenig unter seiner sterilen Atmosphäre zu leiden hat. Wer ruhige Stoffe zum Nachdenken liebt, wird hier aber sicherlich bestens unterhalten. Wer allerdings einen jungen Mann auf der spannenden Suche nach seiner Vergangenheit sucht, wird diese woanders finden müssen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
91:52 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer
The Bumblebee Project - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Bumblebee Project
The Bumblebee Flies Anyway

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Was wäre, wenn Hummeln wüssten, dass sie nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gar nicht fliegen können?


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 1999
Regie:
Martin Duffy
Drehbuch:
Jennifer Sarja (nach dem Roman von Robert Cormier)
Darsteller:
Eljjah Wood, Rachel Leigh Cook, Janeane Garofalo, Joseph Perrino, George Gore II, Roger Rees

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
19.01.2006