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DVD-Besprechung - The Call 2
Story:
Takako (Asaka Seto) untersucht nach einem Zwischenfall in einem Restaurant die Hintergründe eines tödlichen Unfalls. Sie vermutet, dass sich hinter dem Unglück das gleiche Phänomen versteckt, das vor einiger Zeit schon einmal für eine ganze Reihe toter Menschen sorgte - ein Anruf aus der Zukunft, in welchem der Besitzer des Handys sicht selbst im Todeskampf hört und den späteren Tod verkündet bekommt. Eine Spur führt Takako nach Taiwan, wo sie gemeinsam mit ihrem Freund Naoto (Yû Yoshizawa) und der von den Telefonanrufen betroffenen Kyoko (Mimura) nach der Lösung der Rätsel sucht.
Meinung zum Film:
Takashi Miike ist nicht gerade dafür bekannt, ein Anhänger des Mainstreamkinos zu sein. Doch mit "The Call" hat sich der Meister des Unkonventionellen in die Welt des asiatischen Geisterkinos bewegt, das zum großen Teil dazu beigetragen hat, dass der westliche Filmfreund nicht nur Bruce Lee mit dem Kino aus Fernost assoziiert. Für die Fortsetzung stand der Regisseur dann allerdings nicht mehr zur Verfügung und mit Renpei Tsukamoto übernahm ein eher unbekannter Drehleiter das Kommando am Set. Die Fortsetzung baut zwar direkt auf den Geschehnissen des Originals auf, doch da diese nicht sonderlich verzwickt waren, reicht eine kurze Darstellung der dort gezeigten Todesfälle, um Neulinge des Themas schnell auf den notwendigen Wissensstand zu bringen und somit auch unterhalten zu können, ohne den ersten Teil gesehen zu haben.
Was von "The Call 2" garantiert nicht erwartet werden darf, ist eine weitreichendere Geschichte als im ersten Film. Erneut wird lediglich das leidige Rachegeist-Thema bemüht, das mit wenigen neuen Facetten angereichert wird. Doch die Präsentation ist hier abweichend von anderen Filmen seiner Art und richtet sich weitaus mehr an der gradlinigen Erzählweise amerikanischer Teenieslasher aus, als an heimischen Vorbildern oder dem Original. Ist es bei asiatischen Produktionen oftmals so, dass die Handlung an manchen Punkten nicht immer ganz schlüssig erscheint und so manche Aktion ohne sie wirklich vollends zu verstehen zu können, hingenommen werden muss, ist bei "The Call 2" alles wie am roten Faden aufgehangen und die spannenden Ereignisse rund um die tödlichen Telefonanrufe treiben nie ungewollte Fragezeichen in die Augen des Betrachters. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass der Film inhaltlich herausragend ist. Er stellt nicht mehr als ein durchschnittliches Horrorwerk dar, mit den gewohnten dramaturgischen Schwächen.
Doch für reichlich spannende Unterhaltung ist auch ohne tiefschürfenden Inhalt gesorgt. Der Regisseur versteht es aus dem Minimalplot ohne große Wendungen eine schaurige Atmosphäre zu schaffen, die durch so manchen Schockmoment gewürzt wird. Verzichtet werden kann aber auch diesmal nicht auf die unheimliche Gestalt mit den langen Haaren und wie schon im ersten Film verbiegen sich auch diesmal wieder die Knochen der Opfer unter einem sehr unangenehm anzuhörenden Knacken. Eine Wendung gibt es dann aber doch noch zum Schluss. Eine Wendung, die sicherlich ganz überraschend kommt und dem Film ein wenig Würze verleiht, dafür dann aber die bekannten Fragen bei Asiengruslern aufwirft. Dies ist aber nur ein kleiner Schönheitsmakel bei einem Film, der das bietet, was von einem guten durchschnittlichen Geisterfilm aus Asien erwartet wird: einen unheimlichen Rachegeist mit einer schauerlichen Auftretensweise, der einem mörderischen Treiben folgt. Anhänger dieser Art Unterhaltung werden sicherlich bestens bedient, wer obendrein noch eine weitestgehend schlüssige Story erwartet, kommt ebenfalls weitestgehend auf seine Kosten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und lediglich die etwas verblasst aussehenden Farben können nicht ganz überzeugen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist sehr ausgewogen abgemischt und sorgt für reichlich Schockunterstützung aus dem hinteren Bereich.
Als Extra gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
"The Call 2" knüpft nur beim Grundplot an das Original an, erzählt aber in einer recht linearen und nachvollziehbaren Art und Weise eine spannende Geschichte und übertreibt es dabei nicht mit den Auftritten des Rachegeistes und den Morden. Für Spannung ist hinreichend gesorgt und die rund 100 Minuten vergehen ohne nennenswerte Längen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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101:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Japanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Call 2
Chakushin ari 2
Wenn das Handy dreimal klingelt
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2005 Regie: Renpei Tsukamoto Drehbuch: Minako Daira (basierend auf dem Roman von Yasushi Akimoto) Darsteller: Mimura, Yû Yoshizawa, Renji Ishibashi, Haruko Wanibuchi, Peter Ho, Asaka Seto
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 18.01.2007
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