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DVD-Besprechung - Chucky's Baby
Story:
Hollywood ist nichts heilig und so verwundert es nicht, dass ein Film über Chucky, die Mörderpuppe und seine Partnerin-in-Crime, Tiffany, gedreht wird. Doch Hauptdarstellerin Jennifer Tilly (Jennifer Tilly) würde viel lieber in einem Film von Neu-Regisseur Redman (Redman) die Rolle der Jungfrau Maria spielen. Bald hat sich die Frage, welche Rolle die bessere sei, erübrigt, denn Shitface, der glaubt, der Nachkomme von Chucky und Tiffany zu sein, erweckt die Puppen wieder zu neuem Leben und setzt eine erneute Mördertour der beiden Puppen in Gang. Hinzu kommt der absurde Wunsch Tiffanys, ein echtes Baby zusammen mit Chucky zu haben.
Meinung zum Film:
Als Don Mancini 1988 das Drehbuch zu "Chucky - Die Mörderpuppe" schrieb, hätte er sicherlich nicht im Traum daran gedacht, dass er noch vier weitere Skripte rund um die Psychopuppe verfassen und 2004 schlussendlich selbst einmal hinter der Kamera platz nehmen würde, um das 4. Sequel im recht erfolgreichen Chucky-Franchise zu drehen. Doch es hat sich einiges verändert, seit die "Good Guy"-Mörderpuppe zum ersten Mal auf eine ahnungslose Familie losgelassen wurde. Und man kann dem Drehbuchautoren sicherlich nicht vorwerfen, immer nur ein und das selbe Muster immer und immer wieder für eine weitere Fortsetzung missbraucht zu haben. Es gab immer wieder kleine Änderungen, welche die Reihe in eine andere Richtung brachten. So bekam Chucky jüngst eine Braut gegen die Einsamkeit an seine Seite gestellt und nun gibt es sogar den Wunsch nach Nachwuchs, inkl. einem verwirrten Findelkind, dass in Chucky und Tiffany seine Eltern sieht.
Mancini nimmt sich selbst und seine Figuren immer weniger ernst und persifliert seine eigene Kreationen zu großen Teilen immer mehr. Vor allem Shitface, der später unter dem Namen Glen oder auch Glenda in Szene tritt, gibt dem ganzen eine ganz eigene Note, da er das genaue Gegenteil seiner Wahleltern ist und sich bei jeder Gelegenheit die Hosen einnässt und meist nur durch naive Kommentare auffällt. Der Übergang zwischen Humor und Horror ist dabei sehr fließend und die Grenze zwischen schwarzem Humor und makaberen Einstellungen kaum auszumachen. Wenn die Killerpuppe einen Menschen am Tisch wörtlich gesprochen ausnimmt, und Jennifer Tilly anschließend ein paar passende Kommentare macht, neigt man auf Grund des gesamten Szenarios eher zum Schmunzeln denn zum schockierten Abwenden. Die Mitarbeiter der FSK haben aber eindeutig auch den eher heiteren Charakter des Filmes anerkannt und trotz einiger drastischer Bilder eine FSK ab 16 Jahren vergeben.
Doch nicht nur die Puppen nehmen sich selber kräftig auf den Arm, auch Hauptdarstellerin Jennifer Tilly ("Bound") hat kein Problem damit, sich selbst kräftig auf die Schippe zu nehmen und mit den Klischees, die man mit ihrer Person verbindet, zu spielen. Sei es die Besetzungscouch oder der zickige Neid auf Schauspielkolleginnen, die immer die besten Rollen bekommen - Jennifer spielt gekonnt mit ihrem Image, sehr zur Unterhaltung des Publikums. Kollege Redman ("So High") spielt ebenfalls mit Klischees und wird als stets zum wilden Geschlechtesakt bereiter Rapper gezeigt, der lieber mit Jennifer ins Bett möchte als sie in einen Film spielen zu lassen. Seine Duftmarke im Film hinterlassen kann auch Kult-Figur John Waters ("Cry Baby") in einem recht kurzen Auftritt als Reporter. Im O-Ton hört man die Stimme von "Herr der Ringe"-Hobbit Billy Boyd aus dem Munde von Shitface/Glen/Glenda, was eindeutig der Marke "besonders witzig" zuzuordnen ist.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr gut gelungen und bietet keinerlei Grund zur Beschwerde. Die Farben sind kräftig, die Konturen klar gezeichnet und Fehler sind keine auszumachen. Der deutsche Ton in dts und Dolby Digital 5.1 ist gut verständlich und bietet auch den ein oder anderen Effekt für das räumliche Gefühl.
Als Extra gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur Don Mancini und Hauptdarstellerin Jennifer Tilly, der in erster Linie für gute Unterhaltung sorgt, allerdings nur in englisch ohne deutsche Untertitel vorliegt. Es folgen ein Blick in das Familien-Album der Chucky-Familie, ein interessantes Making Of, in dem Don Mancini eine Menge über die Historie seiner Horror-Puppe zu berichten weiß, ein hippes Interview mit Jennifer Tilly sowie ein paar Texttafeln zu den Darstellern. Außer dem Audiokommentar sind alle Beiträge in O-Ton mit deutschen Untertiteln versehen.
Fazit:
"Chucky's Baby" ist trotz einiger deftiger Bilder eine tiefschwarzhumorige Horror-Komödie, die sich vom ersten Teil ein Stück weit entfernt hat. Nichtsdestotrotz werden Freunde der Mörderpuppe und Anhänger kurzweiliger Unterhaltung der etwas deftigeren Art nicht enttäuscht und dürfen ohne Zögern zugreifen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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82:38 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Don Mancini und Jennifer Tilly
- Hell-iday (Das Familienalbum)
- Making of "Chucky's Baby"
- Besetzung
- Interview mit den "Chucky-Stars"
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Chucky's Baby
Chucky's Baby
Vater, Muter, (Puppen-)Kind
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Don Mancin Drehbuch: Don Mancin Darsteller: Jennifer Tilly, Redman, Hannah Spearritt, John Waters
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 06.10.2005
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verkaufsstart : 06.10.2005
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