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DVD-Besprechung - CIA - Amerikas geheime Macht
Story:
Der Name der CIA, der Central Intelligence Agency ist immer wieder in einer Vielzahl von Nachrichten zu lesen und auch Hollywood bringt die US-Agenten immer wieder auf die Leinwand. Doch wenn man Menschen fragt, um was es sich bei der Agency handelt und was sie bislang geleistet hat, werden viele nur mit den Schultern zucken. Die Dokumentation "CIA - Amerikas geheime Macht" widmet sich den Hintergründen und den Einsätzen der Organisation und bringt dabei nicht nur ruhmreiches zu Tage.
Meinung zum Film:
Das erste Kapitel von "CIA - Amerikas geheime Macht" schaut zurück auf die Anfänge des amerikanischen Geheimdienstes. Gegründet im Jahre 1947 bestand die eigentliche Aufgabe darin, die Bedrohung durch die russische Großmacht vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten fernzuhalten und die eigene Stellung in der Welt zu festigen. Nachdem es zu Beginn recht erfolgsversprechend verlief, kam mit der Zeit immer mehr Größenwahn auf und einzelne Mitglieder begannen zu denken, man könne ohne Rücksicht auf Verluste Aktionen durchführen, ohne dafür Rechenschaft ablegen zu müssen. Doch nicht jeder Präsident stand hinter der CIA und einzelne gewagte Einsätze wurden auch intern nicht von allen gern gesehen.
Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, was es wirklich heißt, ein Agent zu sein und räumt dabei kräftig mit den romantischen Klischees auf, die man durch Super-Agenten wie James Bond bekommen hat. Das Leben als CIA-Agent ist im Grunde nichts anderes als das eines Verräters. Man schleicht sich in eine Organisation ein, gewinnt das Vertrauen anderer Menschen, die einen selbst wiederum als Freund ansehen. Als dies mit nur einem Ziel - diese zwischenmenschliche Verbindung schonungslos für seine Zwecke auszunutzen und zu missbrauchen. Es werden einige Beispiele durch Zeitzeugen geschildert, die vielen sicherlich recht schnell die Illusion nehmen werden, dass Agenten wohlerzogene Gentlemen sind, die im Smoking ihren Wodka-Martini trinken und nur den Bösen eine Falle stellen. In Wirklichkeit sind es schonungslos mit den Emotionen und dem Vertrauen anderer Menschen spielende Zeitgenossen, die selbst ihre Mutter verkaufen würden, wenn es der Job verlangt.
Die dritte Episode der Dokumentation ist mit Sicherheit die deprimierendste. Hier wird gezeigt, wie gezielt Untergrundkämpfer mit Waffen und Know How versorgt wurden, um einen gemeinsamen Feind zu bekämpfen, nur um nach erfolgter Mission wie eine heiße Kartoffeln fallen gelassen und ihrem eigenen Schicksal überlassen zu werden. Dass man sich dadurch die größten Feinde schuf, welche die westliche Welt jemals gesehen hat, hat man allerdings vergessen zu beachten, oder war einfach auf einem zu hohen Ross gesessen, um dies im Vorfeld bedenken zu wollen. Doch neben dem Erschaffen radikaler Feinde unterstützte man auch noch Drogenbarone in ihren Ländern, während im Inland Milliarden von Dollars zur Bekämpfung der Drogensucht und des Drogenhandels von der Regierung ausgegeben werden. Die rund 156 Minuten dauernde Dokumentation zeigt sehr interessant und durch Interviews mit Vertretern verschiedener Lager sehr differenziert, dass Macht nur so lange gut ist, bis sie einem zum Kopf steigt. Und die Dokumentation zeigt auch, dass es Grenzen geben muss in der Bekämpfung seiner Feinde, um sich nicht neue Fronten selbst zu erschaffen, die noch weitaus schlimmer sind als diese, um die es ursprünglich ging.
Digitale Aufarbeitung:
Wie bei Dokumentationen, die mit älteren, zeitgenössischen Aufnahmen arbeiten nicht anders zu erwarten, fällt die Qualität der Bilder und des Tons recht unterschiedlich aus, was aber nicht als störend empfunden wird.
Extras gib es keine auf der DVD.
Fazit:
"CIA - Amerikas geheime Macht" ist eine sehr interessante und durch reichlich zeitgenössische Aufnahmen und Interviews differenziert informierende Dokumentation. Auf ernüchternde Art und Weise wird gezeigt, dass ein Gentlemen wie James Bond keine Chance in der Welt der realen Spionage hätte und wie dreckig und ernüchternd das Geschäft im Grunde ist.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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156:11 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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CIA - Amerikas geheime Macht
CIA: America's Secret Warriors
In der Welt der Agency ist kein Platz für "James Bond"-Romantik
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1997 Regie: Marc Levin Drehbuch: Louis J. Darrow, Jeff Goldberg, Nancy LeBrun, Alan Levin, Marc Levin, Mary Manhardt Darsteller: -
Label :
Discovery Channel
Verkaufsstart : 24.03.2006
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