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DVD-Besprechung - Comtesse des Grauens
Story:
Gräfin Eliabeth (Ingrid Pitt) ist nicht mehr die Jüngste. Durch einen Zufall entdeckt sie jedoch, dass das Blut von Jungfrauen ihr ihre Jugend zurückgeben kann. Ohne jeden Skrupel tötet sie eine Dienerin, um in jugendlicher Schönheit erstrahlen zu können. Damit die Verjüngungskur nicht auffällt, lässt sie ihre Tochter Ilona (Lesley-Anne Down ) durch ihren Geliebten, Captain Dobi (Nigel Green), entführen, damit sie unter der Identität Ilonas auftreten kann. Doch sie braucht immer wieder frisches Blut, da die Verwandlung nur von relativ kurzer Dauer ist. Erneut schickt sie ihren Captain los, damit dieser ihr frisches Blut besorgt.
Meinung zum Film:
"Comtesse des Grauens" basiert recht lose auf dem Leben der Gräfin Elisabeth Bathory, die von 1560 bis 1614 in Ungarn ihr Unwesen trieb. Die ungarische Gräfin ging auf Grund ihrer bestialischen Morde in die Geschichte ein, und durch ihre menschenverachtende Weise zählt sie auch heute noch zu den übelsten Massenmördern der Weltgeschichte. Das Register ihres Handelns reichte von Vergewaltigung über Folter bis hin zu Verstümmelungen und endete jeweils mit dem Tod der Opfer. Am Ende stapelten sich die Leichen unter den Betten in der Burg. Die Überlieferungen berichten davon, dass insgesamt rund 650 Menschen durch die Gräfin ermordet wurden.
Als Grundlage für einen Horrorfilme sollten die Hintergründe der wahren Person ausreichend Material liefern, um einen unter die Haut gehenden Film zu schaffen. Allerdings haben die Drehbuchautoren es nicht so recht verstanden, das Thema spannend und packend für die Leinwand zu adaptieren. Sicherlich war es Anfang der 70er Jahre nicht möglich, die Verbrechen in grafischer Form in die Kinos zu bringen, doch anstatt die Grundthematik in eine einigermaßen interessante Geschichte zu verpacken, änderte man diese in die Suche nach ewiger Schönheit um und vergaß dabei, passende Spannungsmomente und Dramatik einzubauen.
So plätschert der Film die gesamte Laufzeit vor sich hin, ohne auch nur den Ansatz von Spannung zu präsentieren. Im Begleitheft zur DVD ist zu lesen, dass dieser als Historien-Drama angelegt war und nachträglich zu einem Horrorfilm umfunktioniert wurde. Doch aus beiden Gesichtspunkten bietet er nur wenig gehaltvolles und lediglich die stimmungsvollen Kulissen und die teilweise recht gut agierenden Darsteller können den Film zumindest ein kleines Stück interessant machen. Doch unterm Strich bietet er nur wenig, was "Comtesse des Grauens" wirklich sehenswert machen würde. Da gibt es weitaus besser Werke, die entweder als Gruselfilm oder aber als Historiendrama zu unterhalten wissen. Die mordende Gräfin kann weder als das eine, noch als das andere überzeugen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck. Die Farben wirken natürlich, die Schärfe ist angenehm und Verschmutzungen gibt es keine zu entdecken. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 Mono ist klar und gut verständlich.
Als Bonusmaterial gibt es diverse Trailer, die alte deutsche Titelsequenz, eine Bildergalerie, Eindrücke von der US-Pressemappe, sowie ein Interview mit Hauptdarstellerin Ingrid Pitt. Als sehr interessant stellt sich das beiliegende Booklet heraus, das reichlich Hintergründe zum Film liefert.
Fazit:
"Comtesse des Graunes" ist ein langsam vor sich hinplätschender, wenig interessanter Film. Lose basierend auf dem Leben einer wahnsinnigen Massenmörderin bietet er kaum unterhaltendes und wenig fesselndes. Die digitale Umsetzung hingegen ist sehr gut gelungen und bietet keinen Anlass zur Kritik.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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89:08 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Interview mit Ingrid Pitt
- Deutscher Titel
- Bildergalerie
- US-Pressbook
- Booklet
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Comtesse des Grauens
Countess Dracula
Comtesse vom schnarchigen Grauen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 1971 Regie: Peter Sasdy Drehbuch: Jeremy Paul Darsteller: Ingrid Pitt, Nigel Green, Sandor Eles, Maurice Denham, Lesley-Anne Down, Patience Collier
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 17.03.2005
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