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DVD-Besprechung - The Quick And The Undead

Story:
Nachdem ein Virus die Mehrheit der Menschen hinweggerafft hat und in Zombies mutieren ließ, entstand eine neue Berufgruppe: Kopfgeldjäger für Zombies. Diese bekommen ihr Geld von der Regierung, wenn auch nicht viel. Ryn (Clint Glenn) nimmt jedem Zombie, den er vernichtet, den kleinen Finger als Beweis ab, da dieser bares Geld verspricht. Doch es gibt da noch seinen alten Erzrivalen Blythe (Parrish Randall), der ihn aus einer Kopfgeldjäger-Gang geputscht hat und ein Zusammentreffen endet für Ryn vermeintlich tödlich. Doch dieser erhebt sich wieder aus dem Staub der Straße und sucht fortan seine ehemaligen Kumpels, um sich zu rächen.

Meinung zum Film:
Gleich zu Beginn von "The Quick And The Undead" kann das B-Movie punkten, denn Hauptdarsteller Clint Green sieht in seinem Debüt aus wie eine Mischung aus den Leinwandhelden Clint Eastwood ("The Good, The Bad, The Ugly") und Kurt Russel ("Die Klapperschlange"). Mit seinem Gitarrenkasten auf dem Rücken will er aber nicht "Django" nacheifern oder gar dem "El Mariachi". Nachdem die optische Ähnlichkeit eine erste Brücke zwischen dem Zuschauer und Film errichtet hat, kann man sich auf die Handlung konzentrieren. Gut, bei der Handlung gilt es Abstriche zu machen, doch das ist nicht weiter schlimm, da die Inszenierung so angelegt ist, dass man nur selten versucht, über Sinn oder Unsinn nachzudenken. Leider passieren solche Ereignisse des Öfteren im Film, lassen sich aber durch einen guten logischen Ansatz ausgleichen, z.B. warum es schnelle und langsame Untote gibt.

Der Film ist eine bunte Mischung aus Western, Zombiefilm und Endzeit-Movie. Erfreulicherweise klappt die Verschmelzung, zumindest für Freunde des bzw. der Genres. In der Tat werden bestimmte Elemente der verschiedenen Filmtypen sauber kopiert und ordentlich eingefügt. Inhaltlich setzt die Story den Schwerpunkt auf das klassische Racheschema, wie man es von "Für eine Handvoll Dollar" kennt. Ein cooler Typ mit schnellem Colt wird aus einer Gang vertrieben und als er wieder in deren Revier kommt, muss er dafür büßen. Dumm nur, dass es auch eine Zombiestory gibt und der schwarz gekleidete Ryn wieder aufersteht. Leider ergibt sich hier ein großer logischer Fehler, da unklar ist, warum Ryn überhaupt noch lebt. Immerhin wurde er voll getroffen und hat von jetzt auf gleich keine tödliche Verletzung mehr. Darüber hinaus ist er sogar gegen den Zombievirus immun und es ist egal, wenn er gebissen wird.

Bei den Dialogen setzt sich die Einfachheit der Handlung fort und so sollte der Zuschauer nicht unbedingt cineastische Perlen erwarten. Die Spezialeffekte bewegen sich auf einem ordentlichen Niveau, werden aber auch nicht übertrieben. Es gibt ein paar sehenswerte Kopfschüsse und die Masken der verschiedenen Untoten gehen optisch von "Thriller" bis hin zu "Dawn Of The Dead". Bei den Kostümen ist eine Mixtur aus 70% Western und 30% "Mad Max"-Stil angesagt, was ganz passabel funktioniert. Die fehlende Jugendfreigabe ist vollkommen in Ordnung. Einzig die Eintönigkeit der Sets ist mau und wenig abwechslungsreich. Hier hätte es ein wenig mehr sein dürfen.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist für ein B-Movie überraschend gut geworden. Das Bild ist klar und zeigt nur hin und wieder ein kaum merkliches Rauschen auf. Die Farben sind sehr ausgewogen. Auch beim Ton haben sich die Macher Mühe gegeben und eine ordentliche Arbeit abgeleistet.

Die Extras bieten zunächst einen Audiokommentar von Hauptdarsteller Clint Glenn und Regisseur Gerald Nott, leider ohne Untertitel. Weiterhin gibt es ein Making Of, welches die Entstehung des Films sehr ordentlich verdeutlicht. Die geschnittenen Szenen kann man sich ganz gut im Hauptfilm vorstellen und bei der kurzen Gesamtlaufzeit kann man sich ruhig fragen, warum sie denn nicht auch verwendet wurden. Die Outtakes bieten das, was man von ihnen erwartet: witzige verpatzte Szenen vom Dreh. Den Abschluss des Bonusmaterials bilden gleich drei Trailer.

Fazit:
"The Quick And The Undead" ist ein klassisches B-Movie, welches verschiedene Genres vermengt. Für Horrorfans ist der Streifen auf jeden Fall geeignet, wenn man diverse filmische Sünden verzeihen kann. Technisch ist die DVD absolut in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
75:11 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar von Clint Glenn und Gerald Nott
  • Making Of
  • Deleted Scenes
  • Outtakes
  • Trailer
The Quick And The Undead - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Quick And The Undead
The Quick And The Undead

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Passabler B-Movie-Zombie-Western-Mix


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Gerald Nott
Drehbuch:
Gerald Nott
Darsteller:
Clint Glenn, Toar Campbell, Dion Day, Nicola Giacobbe, Brian Koehler

Label Deutschland :
Atomik Films
Verkaufsstart Deutschland :
25.05.2007