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DVD-Besprechung - Couchgeflüster
Story:
Rafi Gardet (Uma Thurman) hat sich gerade frisch scheiden lassen, nachdem ihr ihre Therapeutin Lisa Metzger (Meryl Streep) zu diesem Schritt geraten hat. Lange allein sein muss sie allerdings nicht, da sie David Bloomberg (Bryan Greenberg) kennenlernt und die beiden immer mehr Gefühle für einander entwickeln. Einfach ist die Beziehung aber nicht, da der noch immer bei seinen Großeltern lebende David gerade erst 23 Jahre alt ist, während sie selbst schon rund 37 Jahre auf diesem Planeten verweilt. Ein weitaus größeres Problem ist es allerdings, dass David der Sohn von Lisa ist, was allerdings lange Zeit im Verborgenen für die beiden Liebenden bleibt.
Meinung zum Film:
Die Entstehung von "Couchgeflüster" war nicht sonderlich leicht. Eigentlich war Sandra Bullock ("Speed") für die Rolle der Rafi eingeplant und es liefen bereits erste Gespräche. Da die Darstellerin jedoch nicht sonderlich zufrieden mit dem Drehbuch war, verlangte sie massive Änderungen daran, um für die Dreharbeiten zur Verfügung zu stehen. Regisseur und Drehbuchautor Ben Younger ("Ri$iko - Der schnellste Weg zum Reichtum") weigerte sich allerdings diese durchzuführen und so kam es, dass 2 Wochen vor Drehbeginn Uma Thurman ("Pulp Fiction") für die Hauptrolle verpflichtet wurde. Dass sie sich damit einen Gefallen getan hat, darf allerdings bezweifelt werden. Sie hat neben Meryl Streep ("The Hours") zwar eine sehr dominante Bildschirmpräsenz, dies fällt allerdings nicht nur positiv auf. Vor allem in den Situationen, wo sie ihren Partner Bryan Greenberg ("Voll gepunktet") damit deutlich erdrückt, was weitaus stärker zum Nachteil gerät, als es dem Film gut tun würde.
Das ganz große Problem des Filmes ist es, dass er sich nie so recht entscheiden kann, ob er nun ernsthaft mit den Schwierigkeiten seiner Protagonisten in den Vordergrund treten möchte, oder ob er viel lieber eine seichte Liebeskomödie ist. Durch diese Unentschlossenheit pendelt "Couchgeflüster" lange Zeit vor sich hin und kann nur wenig Gegenliebe beim Zuschauer finden. Dies beginnt schon bei der Einleitung, die humor- und weitestgehend auch emotionslos die Charaktere einführt, wodurch nur ein brüchiges Fundament gegeben ist. Bei Rafi wird es verpasst, ihre Wirrungen auf dem Date-Markt zu zeigen, stattdessen trifft sich gleich zu Beginn David, mit dem sie dann nahezu sofort anbandelt. Davids Charakterisierung zu diesem Zeitpunkt besteht darin, dass er das Fluchtfahrzeug bei einem Freund steuert, der seiner Ex eine Torte ins Gesicht warf. So albern und nichtssagend sich das ganze jetzt vielleicht anhören mag, so banal und unbefriedigend fällt es auch tatsächlich im Film aus.
Ein Plus des Filmes mögen sicher die sehr authentisch erscheinenden Gespräche sein. Allerdings fehlt es ihnen an einem Gesamtkontext, der aus Worten und Gefühlen ein ansprechendes Ganzes macht. Auch sollte der Einsatz von platten Witzen oder übermäßig strapazierten Klischees weitestgehend vermieden werden, außer es ist sichergestellt, dass diese das Gesamtbild nicht zu sehr verändern, wie es bei "Couchgeflüster" der Fall ist. Ob der Film nun zeigen möchte, wie Rafi sich aus ihren Gewohnheiten löst und auch mal Dinge macht, von denen sie sich nicht vorstellt, dass sie richtig sind, oder ob es darum geht, mitzuerleben, wie David endlich erwachsen wird und auf eigenen, ernsten Beinen zu stehen, Brian Younger hat es nicht geschafft, dieses ansprechend und interessant zu vermitteln.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen ausgewogenen Eindruck und kommt ohne nennenswerte Höhen oder Schwächen daher. Gleiches gilt für den meist frontal ertönenden Ton in Dolby Digital 5.1, der insgesamt recht leise abgemischt wurde.
Bei den Extras gibt es zuallererst einen Audiokommentar mit Ben Younger und Produzentin Jennifer Todd. Es folgen eine Reihe "Interviews mit Cast & Crew" und ein "Featurette", das ein kleines "Making Of" mit ein paar Hintergründen darstellt. Ein paar "Deleted Scenes", wenige Minuten "Outtakes" und ein unkommentierter "Behind the Scenes"-Beitrag bilden die Hintergrund-Extras zum Film. Abgerundet wird der Bereich durch "Trailer & TV-Spots", Bildtafeln zu "Cast & Crew" so wie einer "Bildergalerie".
Fazit:
Wäre "Couchgeflüster" ein ernstes Liebesdrama, er könnte sehr interessant sein. Wäre er eine romantische Komödie, es gäbe sicherlich viel zu Lachen und zum Träumen. So wie er ist, ist er ein wenig von beidem, ohne sich auf eine Gewichtung festzulegen. So gibt es zwar von allem etwas, allerdings von nichts ausreichend genug, um wirklich unterhalten oder gar überzeugen zu können.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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101:19 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Ben Younger und Produzentin Jennifer Todd
- Interviews mit Cast & Crew
- Featurette
- Deleted Scenes
- Outtakes
- Behind the Scenes
- Trailer & TV-Spots
- Cast & Crew
- Bildergalerie
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Couchgeflüster
Prime
Wenig überzeugende Mischung aus ernstem Liebesdrama und witzigem Romantikfilm
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Ben Younger Drehbuch: Ben Younger Darsteller: Meryl Streep, Uma Thurman, Bryan Greenberg, Jon Abrahams, Zak Orth, Annie Parisse, Aubrey Dollar
Label :
Universum Film
Verkaufsstart : 04.09.2006
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