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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Crazies

Story:
Der Absturz eines Militärflugzeuges in der Nähe der Kleinstadt Evans City in Pennsylvania hat große Auswirkungen. An Bord der Maschine befand sich ein experimenteller Virus des Militärs mit dem Namen "Trixie", der infizierte Primaten entweder auf der Stelle tötet oder sie zu brutalen Verrückten werden lässt. Die Stadt wird umgehend durch angerückte Militärtrupps abgeriegelt und die Bevölkerung unter Quarantäne gestellt. Die ersten Menschen sind allerdings bereits von der künstlichen Seuche befallen und auch wenn man anfangs denkt, die Ausbreitung unter Kontrolle zu haben, breitet sich die Seuche immer weiter aus.

Meinung zum Film:
Auf dem Cover wird Regisseur George A. Romero als Macher von "Land of the dead" angepriesen, was in etwa so ist, als würde man die Beteiligung von Steven Spielberg an "Unheimliche Schattenlichter" als dessen nennenswerteste Leistung sehen. Den wohl größten Meilenstein in der Filmgeschichte des Filmemachers dürfte ohne Zweifel sein "Zombie - Dawn of the dead" sein, der auf den ersten Blick ein Horror-Schocker war, der durch seine bildliche Gewalt für Aufsehen sorgte, sich beim genauen Hinsehen jedoch auch als tiefgreifende Sozialstudie herausstellte, die schonungslos mit der Konsumwut und der entstehenden Zweiklassengesellschaft aufräumte. "Crazies", der vor "Dawn of the dead" entstand, aber nach dem großen Erstlingserfolg "Nacht der lebenden Toten", greift wie auch in den Zombie-Filmen den Gedanken einer außer Kontrolle geratenen Mutation auf, die Menschen zu Monstern macht und das Leben auf dem Planeten gefährdet.

Doch während es bei den Zombie-Filmen ein wesentlich irrealeres Szenario war, das man leicht als Fiktion ad acta legen konnte, ist die Bedrohung in "Crazies" wesentlich greifbarer und es ist bei weitem nicht so einfach, diese als unwahrscheinlich zu entlarven. Ganz im Gegenteil. Die "Crazies", zu deutsch die "Verrückten" sind auf den ersten Blick kaum von normalen Menschen zu unterscheiden und meist erst durch ihr Handeln als infiziert zu erkennen. Parallel gibt es aber auch noch eine zweite Klasse Feind zu erkennen, und zwar die Soldaten, die Anfangs ihren eigenen Vorteil aus der Situation ziehen wollen und plündern, was ihnen gefällt, während sie auch ihre brutalen Seiten zeigen. Aber wie sollte es auch anders sein, wenn selbst die Befehlshaber darüber reden, welche maximale Zahl an Menschenopfern annehmbar ist, ohne alle anderen Möglichkeiten ausreichend abgewogen zu haben. Ganz davon zu schweigen, dass der Zustand in den heimischen Labors heraufbeschworen wurde.

Es ist dem Film problemlos anzusehen, dass er unter einem arg eingeschränkten Budget entstanden ist. Die Kulissen sehen stellenweise sehr schlicht aus und manche Szene hätte einiges mehr an Ausstattung gut vertragen können. Aber der Wirkung des Filmes tut dies kaum einen Abbruch. Die Charaktere sind zwar einer gewissen schwarz-/weiß-Malerei unterlegen, allerdings verteilt diese sich auf die unterschiedlichen Gruppierungen. Sowohl beim Militär als auch unter den Zivilisten ist vom geistlosen Söldner bis zum humanen Menschenrechtsverfechter alles zu finden. Die Extremsituation beim Ausbruch eines zerstörerischen Virus hat George A. Romero sehr gelungen eingefangen und dank der Bemühungen seitens e-m-s wurde eine Streichung von der Indizierungs-Liste erreicht und eine neue Freigabe von FSK 16 vergeben. Kürzungen waren hierzu lobenswerterweise nicht erforderlich. Wer bislang noch nicht die Chance hatte, dieses Frühwerk des Vaters aller modernen Zombie-Filme zu erleben, sollte die Gelegenheit beim Schopfe greifen und zupacken.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist am Alter gemessen recht gut gelungen. Einzig seine Grobkörnigkeit, die wahrscheinlich auf das seinerzeit verwendete Filmmaterial zurückzuführen ist, fällt etwas stärker ins Auge. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist nicht ganz so klar und lässt immer mal wieder Verzerrungen hören, vor allem in den Spitzen verzerrt es des öfteren.

Als Extras gibt es zwei Trailer zum Film und eine Bildergalerie.

Fazit:
Mit "Crazies" ist ein sehr gelungenes Frühwerk George A. Romeros nun endlich auch in deutscher Sprache in guter Qualität auf DVD zu bekommen. Wer mit Katastrophenszenarien durch Virusausbrüche spannende Unterhaltung verbindet, ist bei diesen Verrückten garantiert gut aufgehoben.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,66:1
1,66:1
98:47 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Bildergalerie
Crazies - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Crazies
Crazies

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein bedrückender Thriller um den Ausbruch eines militärisch gezüchteten Virus


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1973
Regie:
George A. Romero
Drehbuch:
George A. Romero (nach einer Story von Paul McCollough)
Darsteller:
Lane Carroll, Will MacMillan, Harold Wayne Jones, Lloyd Hollar, Lynn Lowry, Richard Liberty, Richard France

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
27.10.2005