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DVD-Besprechung - Cube Zero
Story:
Eine Gruppe Menschen, die allesamt jegliche Erinnerungen an ihre eigene Vergangenheit verloren haben, ist zusammen in einem Würfel gefangen, aus dem heraus man in weitere würfelartige Räume gelangt und von dort aus in einen weiteren. Das Konstrukt ist ein einziges, großes Labyrinth, das tödliche Fallen birgt, denen man nicht entkommen kann, wenn diese erst einmal ausgelöst wurden. Während die Menschen versuchen, einen Weg aus diesem Irrgarten herauszufinden, bekommt Eric (Zachary Bennett) vom Wartungspersonal des Komplexes seine Zweifel an den Methoden, mit denen das Schicksal der Menschen beschlossen wurde, und er entschließt, sich selbst in das tödliche Labyrinth zu begeben, um die Menschen dort zu retten. Aber nun wird auch Jagd auf ihn gemacht, denn Überläufer sehen die Bosse der Teufelsmaschinerie überhaupt nicht gerne.
Meinung zum Film:
Der 1997 erschienene Original-"Cube" war ein Film, der trotz seines eher geringen Budgets eine breite Zustimmung beim Publikum fand und es sogar zu einem Kultstatus schaffte. Die Faszination des Filmes machte zum großen Teil aus, dass man am Ende nicht wusste, was in diesem gewaltigen Labyrinth-Würfel, der voller Fallen steckte, vor sich ging. Seine klaustrophische Atmosphäre und die Tatsache, dass Menschen aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und sich dann ohne Nahrung oder einer Ahnung, was mit ihnen passiert, gegen eine bedrohliche Umgebung behaupten müssen, hatte einiges an Angstpotential zu bieten, obgleich der Film an einigen Stellen doch auch seine Längen aufzuweisen hatte. Die Fortsetzung "Cube 2: Hypercube" konnte nicht ganz überzeugen, Fans klagten vor allem über die fehlende Atmosphäre des Films. Mit "Cube Zero" geht es nun zurück zu den Wurzeln des Originals, vielleicht sogar noch ein paar Schritte weiter.
Auf die Reise mitgenommen wird man vom Drehbuchautoren und Regisseur Ernie Barbarash, der bereits schon beim zweiten Teil in seiner Funktion als Produzent und Autor seinen Teil-Beitrag zur Würfel-Trilogie beitrug. Im dritten Teil zeigt er nun ein wenig von dem, was hinter den Kulissen geschieht. Man erfährt von den Personen, welche die tödlichen Fallen kontrollieren, und wie sie ihren Job mit einer Routine erledigen, die an einen Beamten bei der Steuerbehörde erinnert. Abgestumpft und gleichgültig behandeln sie die Menschen im Würfel wie Figuren auf einem Schachbrett, die es einer nach dem anderen zu schlagen gilt. Es gibt zusätzlich auch die Hintergründe, worum es sich bei dem Würfel handelt, und man erfährt, welchen Zweck das Gebilde hat. Zum einen zerstört dies ein wenig die mystischen Gefahr, die von dem Komplex ausgeht, zum anderen wird so aber auch für reichlich zusätzliches Spannungspotential gesorgt, das der Film dann auch ausnutzt. Durch den Blick auf die Hintergründe verliert "Cube Zero" zwar ein wenig seiner klaustrophobischen Ausstrahlung, doch insgesamt wird er durch den Blick von der anderen Seite des Spiegels noch interessanter und keinen Deut wenig gut als das Original.
Die große Stärke des Filmes ist es erneut, dass sich eine Gruppe Menschen quasi hilflos in einer teuflischen Maschinerie befindet und sich wie Ratten in einem Experiment ihrer Haut erwehren müssen. Durch die Szenen mit den Technikern bekommt der Streifen zusätzlich noch einen ganz anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse. Auch bei den Fallen zeigt sich Barbarash recht erfinderisch und er lässt so manche Gemeinheit auf seine Probanden los, die obendrein noch recht grafisch ausfallen. Für empfindliche Mägen könnte konsequentes Wegsehen in manchen Szenen ratsam sein. "Cube Zero" ist eindeutig ein empfehlenswerter Film, selbst wenn man "Cube" nicht gesehen haben sollte, oder diesen evtl. als zu langatmig empfand. Er erzählt eine ähnliche Geschichte wie das Original, nur mit wesentlich mehr Facetten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht insgesamt einen guten Eindruck. Die Details sind vielleicht ein klein wenig dünn, doch ansonsten gibt es keine nennenswerten Probleme. Der deutschte Ton liegt so wohl in Dolby Digital 5.1, als auch in dts vor. Letztgenannte Variante hat auf Grund der feineren Aussteuerung bei den Effekten leichte Vorteile. Die Surround-Lautsprecher werden an geeigneten Stellen im Film gezielt eingesetzt und wirken dadurch stimmungsfördernd.
Bonus ist nur wenig vorhanden. Bis auf den Trailer zum Film und ein paar Infotafeln zu Cast & Crew befindet sich in diesem Bereich nichts.
Fazit:
"Cube Zero" ist sehr gute Cyberthriller-Unterhaltung mit einer interessanten Story und einigen guten Effekten. Selbst wer "Cube" nicht mochte, sollte dem 3. Teil der Reihe eine Chance geben. Die Umsetzung für die DVD ist gut gelungen, lediglich das fehlende Bonusmaterial stellt einen kleinen Makel dar.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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93:29 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Infotafeln zu Cast & Crew
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Cube Zero
Cube Zero
Ein Cyber-Thriller mit gutem Spannungsbogen und ebensolchen Effekten. Sehenswert
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2004 Regie: Ernie Barbarash Drehbuch: Ernie Barbarash Darsteller: Zachary Bennett, David Huband, Stephanie Moore, Martin Roach, Terri Hawkes, Mike "Nug" Nahrgang, Richard McMillan, Tony Munch, Michael Riley
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 28.04.2005
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