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DVD-Besprechung - Dark Water - Dunkle Wasser
Story:
Die alleinerziehende Dahlia (Jennifer Connelly) zieht gemeinsam mit ihrer 5-jährigen Tochter Ceci (Ariel Gade) in einen riesigen Wohnklotz außerhalb der Stadt. Die Wohnung ist nichts besonderes und schon kurz nach dem Einzug tropft aus der oberen Wohnung Wasser nach unten. Ein viel größeres Problem stellt jedoch die imaginäre Freundin Natascha von Ceci dar, die für das kleine Mädchen sehr real zu sein scheint. Unheimliche Geräusche und merkwürdige Vorkommnisse sorgen immer mehr dafür, dass Dahlia an den Rand des Wahnsinns getrieben wird.
Meinung zum Film:
Hideo Nakato brachte die weltweite "Ring"-Welle mit seiner Verfilmung um den Rachegeist Sadako Yamamura so richtig ins Rolle. Ein paar Jahre später brachte er mit "Dark Water" einen weiteren Mystik-Horror nach einem Roman von Kôji Suzuki auf den Schirm, der in ähnlicher Weise Geschehnisse aus der Vergangenheit nutzte, um im Jetzt für reichlich Grusel zu sorgen. Die Leidenschaft der Amerikaner, ausländische Filme nicht im Original in die Kinos zu bringen, sondern eigene Variationen davon zu drehen, gab dem eher als Dramen-Regisseur bekannten Walter Salles ("Die Reise des jungen Che") die Chance, seine Variante von Nakatos Geistermär um unheimliche Vorgänge in einem riesigen, anonymen Hochhaus zu drehen.
Das Drehbuch zum Film verfasste Rafael Yglesias ("From Hell"), basierend auf dem Roman von Kôji Suzuki und dem Film von Hideo Nakata, mit ein paar wenigen Variationen, die aber nicht unbedingt viel neues zum Original hinzufügen. Es ist vielmehr eine Lokalisierung für den amerikanischen Markt. Ein großes Problem bei der Geschichte ist, dass sie für einen Gruselstreifen zu wenig Augenmerk auf einen durchgehenden Spannungsfaden legt. Es gibt einige nette Schockmomente und manchen spannenden Augenblick, doch wird das ganze immer wieder durch ernste Momente zwischen Dahlia und ihren Ex-Mann, bei denen es natürlich um das gemeinsame Kind geht, sowie psychische Probleme der jungen Frau und ihrer Tochter langwierig unterbrochen. Hier hat sich der Drehbuchautor leider auch zu sehr an der japanischen Filmvorlage orientiert, die über weite Strecken langatmig vor sich hindümpelte. Nur wird die Langatmigkeit hier durch ernste Momente getragen, die dem Gruselambiente aber eher schaden. Da hilft es auch nicht, dass der Produzent beteuert, einen ernsten Gruselfilm mit Tiefgründigkeit zu schaffen. Vor allem, weil die Mischung nicht so stimmen will.
Darstellerisch ist hingegen nichts zu beklagen. Vor allem Jennifer Connelly ("Haus aus Sand und Nebel") kann wie gewohnt in ihrer Rolle glänzen und gibt der alleinerziehenden jungen Mutter, die an einer Vielzahl von Problemen zu zerbrechen droht, ein authentisches Bild. Klasse ist auch John C. Reilly ("Chicago") in der Rolle des skrupellosen Maklers, der die Notlage der Frau schamlos ausnutzt. Pete Postlethwaite ("Jurassic Park") als Hausmeister, der offensichtlich etwas zu verbergen hat, kann ebenfalls überzeugen, genau wie Tim Roth ("Reservoir Dogs") als nicht ganz alltäglicher Rechtsanwalt. Handwerklich und schauspielerisch lässt "Dark Water" sicherlich kaum Wünsche offen. Als Gruselthriller kann er allerdings nur bedingt begeistern, da er sich dafür vor allem zu Beginn zu wenig um Spannungsaufbau sorgt und auch zwischendurch sich selbst immer wieder den Wind aus den Segeln nimmt. Vielleicht hätte man sich doch einen mit Gruselstoffen mehr vertrauten Regisseur holen sollen, anstelle eines guten Dramen-Regisseurs, der diese Szenen wahrscheinlich aus der Macht der Gewohnheit besonders heraushebt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild sieht ein wenig farblos, etwas grobkörnig und dunkel aus, was aber vom Regisseur als gezieltes Stilmittel zur Erzeugung der richtigen Stimmung eingesetzt wurde. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich und sorgt mit seinem raumfüllenden Klang für zusätzliche Gruselstimmung.
Bei den Extras macht ein rund 15-minütiges Making of den Anfang, bei dem verschiedene Aspekte zur Entstehung beleuchtet werden. Ein spezielles Feature widmet sich noch einmal eigens den Soundeffekten im Film, während ein weiteres sich mit den Schauspielern beschäftigt. Es gibt zwei zusätzliche Szenen und eine alternative Sequenz. Abschließend werden 3 Szenen aus dem Film unter die Lupe genommen und näher erläutert.
Fazit:
"Dark Water" ist handwerklich und darstellerisch gut gemachtes Kino, das in Sachen Spannung allerdings nicht ganz überzeugen kann. Das Hauptproblem ist, dass Szenen mit den Problemen von Dahlia zu viel Gewichtung erhalten haben, worunter der Spannungsbogen und die Atmosphäre merklich leiden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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100:27 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Arabisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Unter der Oberfläche - Das Making Of
- Sound des Grauens
- Zusätzliche Szenen
- Außergewöhnliches Ensemble
- Dark Water - Szenen unter der Lupe
- Alternative Sequenz - Wand aus Wasser
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Dark Water - Dunkle Wasser
Dark Water
Ein Mystik-Drama, das sich nicht so recht zwischen Gruselfilm und Charakterdrama entscheiden kann
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Walter Salles Drehbuch: Rafael Yglesias (basierend auf dem Roman von Kôji Suzuki) Darsteller: Jennifer Connelly, John C. Reilly, Tim Roth, Pete Postlethwaite, Ariel Gade, Dougray Scott
Label :
Buena Vista Home Entertainment
Verkaufsstart : 09.02.2006
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