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DVD-Besprechung - De-Lovely - Die Cole Porter Story
Story:
Cole Porter (Kevin Kline) ist nicht nur ein äußerst charmanter Zeitgenosse, obendrein ist er auch noch ein begnadeter Komponist. Eines Tages wird auch der große Irving Berlin (Keith Allen) auf den Songschreiber aufmerksam und will ihn an den Broadway holen, wo er seine erste große Bühneshow auf die Beine stellen soll. Gemeinsam mit seiner Frau Linda (Ashley Judd) folgt er dem Ruf und landet einen großen Hit. Doch dies ist erst der erste Schritt auf der Karriereleiter, deren Sprossen auch Hollywood beinhalten sollen.
Meinung zum Film:
Cole Porter war einer der ganz großen Komponisten des letzten Jahrhunderts. Selbst wenn man mit der Person oder dem Namen nicht sonderlich viel anfangen kann, so hat man doch sicherlich einen seiner Songs in einem Film erleben dürfen oder den ein oder anderen davon gehört. Lieder wie "Well Did You Evah!", "True Love", "Anything Goes", "I Get A Kick Out Of You", "Begin the Beguine" oder "Let's Do It, Let's Fall in Love" sind legendär. Eine Auslese der großen Evergreens gibt es auch im Film zu erleben. Für die Interpretation dieser sorgen Größen aus der Musik-Branche wie Pop-Swinger Robbie Williams, Power-Frau Alanis Morissette, Rock-Lady Sheryl Crow, Altmeister Elvis Costello, Jazz-Star Diana Krall und Nat "King" Coles Tochter mit der Samtstimme Natalie Cole. Die Songs wurden dabei von dem jeweiligen Künstler in einer teils abgewandelten Form präsentiert, was sehr interessante Ergebnisse zur Folge hat.
Regisseur Irwin Winkler ("Das Netz") und Drehbuchautor Jay Cocks ("Zeit der Unschuld") haben durch die Tatsache, dass ein in den letzten Minuten seines Lebens stehender Cole Porter gemeinsam mit einem imaginären Bühnenregisseur über sein Leben und die Bedeutung einzelner Momente sinniert, einen sehr schönen Rahmen für die Lebensgeschichte geschaffen. Die Bilder werden immer wieder mit reichlich Musik- und Tanzeinlagen versehen, wodurch stellenweise schon ein wenig des alten MGM-Starkino-Feelings aufkommt. Doch im Kern bleibt der Film ein ernstes Portrait über einen bemerkenswerten Menschen, der seinen Weg gegangen ist und der Menschheit ein großes musikalisches Erbe hinterlassen hat. Die Geschichte wirkt zwar stellenweise ein wenig oberflächlich und manche Ereignisse ein wenig holprig, doch auch ohne die große Tiefe, bietet er ein schönes Portrait, das vor allem durch die große Liebe zwischen Cole und Linda überzeugt.
Darstellerisch kann Kevin Kline ("French Kiss") in der Rolle des Cole Porters komplett überzeugen. Sei es die Genialität als Komponist, die homosexuelle Neigung, die charmante und betörende Art oder auch die mit dem Alter immer mehr zu erlebenden Anfälle von Exzentrik - der Darsteller bringt jeden Moment glaubhaft und annehmbar herüber. Allerdings wird er durch Ashley Judd ("..denn zum Küssen sind sie da"), die als seine Filmgattin Linda die mit Abstand beste Leistung ihrer bisherigen Karriere hinlegt, noch deutlich übertroffen. Es ist anfangs noch relativ leicht für sie, die homosexuellen Neigungen in ihres Gatten Leben zu tolerieren. Doch mit der Zeit nimmt sie die Trauer und die Verzweiflung immer mehr ein und sie muss gegen ihren Schmerz immer mehr ankämpfen. Beeindruckend herausgearbeitet und dargestellt wurde die tiefe platonische Liebe zwischen den Eheleuten, die durch nichts erschüttert werden kann. Schon allein deswegen ist es problemlos zu verzeihen, dass so manches Ereignis ein wenig zu oberflächlich abgehandelt wurde.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut, aber nicht perfekt geworden. Es wirkt ein klein wenig zu tief im Kontrast, wodurch die Farben ein wenig kraftlos wirken und insgesamt fehlt es auch ein wenig an Schärfe. Das Bild ist nicht schlecht, hätte aber durchaus besser sein können. Gleiches gilt für den Ton, der zwar sehr sauber abgemischt wurde, aber im hinteren Bereich ein wenig zu ruhig ist. Gerade bei den Songs hätte man von den Surround-Lautsprechern mehr Gebrauch machen können.
Als Bonusmaterial gibt es einen auf Wunsch deutsch untertitelten Audiokommentar mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller, bei dem es einige Hintergründe zum Film und Cole Porter zu erfahren gibt. Weitere Hintergründe gibt es auch im rund 25-minütigen Making Of zu erfahren, dass sich neben dem Dreh auch um das Leben des Komponisten kümmert. Der Musik im Film wurde noch ein eigenes 15-minütiges Special gewidmet, in dem die Musik-Künstler zu Wort kommen. Es folgen detaillierte Erklärungen zur Entstehung zweier Szenen, eine Handvoll geschnittener, bzw. alternativer Szenen, sowie der Kino-Trailer und ein Werbetrailer für den Soundtrack zum Film.
Eine guter Service ist, dass sämtliche Songeinlagen im Film durch abschaltbare deutsche Untertitel verständlich werden, und somit die Bedeutung der Texte, die eine große Bedeutung für den Film und die jeweilige Szene haben, auch nicht englischsprachigen deutlich gemacht wird.
Fazit:
"De-Lovely" ist ein wahrhaft bezaubernder Film über das Leben und vor allem die Musik von Cole Porter. Kevin Kline und Ashley Judd überzeugen in ihren Rollen als fast unerschütterliches Liebespaar und einige Gastauftritte von Stars der Musikbranche sorgen für zusätzlichen Glanz.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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119:58 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Holländisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Irwin Winkler & Hauptdarsteller Kevin Kline
- Making of "De-Lovely"
- Die Musik von De-Lovely
- Anatomie einer Szene "Sei ein Clown"
- Anatomie einer Szene "Liebe im Angebot"
- Geschnittene Szenen
- Soundtrack TV
- Kinotrailer
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De-Lovely - Die Cole Porter Story
De-Lovely
Das Leben eines fantastischen Komponisten in einem bezaubernden Film
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Irwin Winkler Drehbuch: Jay Cocks Darsteller: Kevin Kline, Ashley Judd, Jonathan Pryce, Kevin McNally, Sandra Nelson, Allan Corduner, Keith Allen
Label :
MGM
Verkaufsstart : 24.05.2005
Vertrieb :
Videophon AG
Verkaufsstart : 24.05.2005
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