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DVD-Besprechung - Domino - Live Fast, Die Young
Story:
Domino Harvey (Keira Knightley) hat alles, was sich die meisten jungen Frauen wünschen - Geld, ein hübsches Äußeres und ein sorgenfreies Leben. Doch die Rebellin will all das nicht geschenkt haben und sie entschließt sich, sich den beiden Kopfgeldjägern Es Mosbey (Mickey Rourke) und Choco (Edgar Ramirez) anzuschließen und sich auf die abenteuerliche und gefährliche Jagd von flüchtigen Bad Boys zu machen.
Meinung zum Film:
Regisseur Tony Scott ("The last Boy Scout") war fasziniert, als er in einer Zeitung einen Bericht über die wahre Domino Harvey las. Diese war die Tochter von Schauspieler Laurence Harvey ("Botschafter der Angst") und einem bekannten Modell. Doch der ganze Glamour von Beverly Hills war nichts für die junge Frau, die immer wieder in der Glitzerwelt auffiel. Zufällig kam sie in Berührung mit der abenteuerlichen, aber auch gefährlichen Welt der Kopfgeldjäger, in der sie es schaffte, Fuß zu fassen und sich zu behaupten. Tony Scott involvierte Domino Harvey in die Entstehung des Filmes, dessen endgültige Fertigstellung diese aber nicht mehr erlebte, da sie kurz vorher in ihrem Hotelzimmer einen Herzinfarkt erlitt und starb. Ab welcher Stelle im Film die biografischen Details weichen und der künstlerischen Freiheit Platz machen, will man seitens der Filmemacher nicht sagen, aber selbst das kleinste bisschen Inhalt als Wahrheit ist schon eine bemerkenswerte Geschichte.
Optisch trägt der Film ohne jeden Zweifel die Handschrift von Tony Scott. Vor allem die Parallelen zum seinem letzten Rachethriller "Man on Fire" sind mehr als offensichtlich. Ein hoher Einsatz von Farbfiltern und der Set-Ausleuchtung mit kräftigen Farben werden in Verbindung mit schnellen Schnitten, wechselnden Perspektiven, Texteinblendungen und schnellen Aufnahmen von Handkameras immer mehr zu dem Markenzeichen des Mannes, der als Kickstarter seiner Karriere mit "Top Gun" das perfekt durchgestylte Produkt schuf. So macht er im Grunde einen ähnlichen Wandel durch wie die Heldin in seinem Film - vom edlen Glamour zum düsteren Raubeinigen. Es wird sicherlich den ein oder anderen geben, der sich mit dieser Art Optik nicht sonderlich anfreunden kann, doch wer sich mit einer etwas anderen Art Inszenierungsstil anfreunden kann, wird sicherlich seine Freude am Ergebnis haben. Neben der Optik bietet der Film rasant inszenierte Action, mit einer großen Portion "Auf die Schippe nehmen" des Sensations-TVs und reichlich cooler Sprüche. Erst kurz vor dem Finale nimmt sich der Film eine kurze Auszeit vom ansonsten zügigen Tempo.
Darstellerisch konnte Tony Scott einige große Namen vor die Kamera locken. Keira Knightly ("Stolz und Vorurteil") überzeugt als "Tough Cookie" Domino und bringt sowohl die zarte als auch die harte Seite der Filmfigur auf den Bildschirm. An ihrer Seite kämpfen Mickey Rourke ("Sin City") als Ed und der bislang noch recht unbekannte Edgar Ramirez als sein Begleiter Choco. Auch die Nebenrollen sind bestens besetzt. Delroy Lindo ("Nur noch 60 Sekunden") spielt den Leiter der Kopfgeldagentur, Ian Ziering & Brian Austin Green spielen sich selbst und lassen ihre Vergangenheit als "Beverly Hills 90210"-Stars mächtig aufs Korn nehmen, Sängerin Macy Gray hat einen Auftritt als "Black Sister", Lucy Liu ("3 Engel für Charlie") spielt eine Ermittlerin, Jacqueline Bisset ("Der große Grieche") spielt die Mutter Dominos, Christopher Walken ("True Romance") einen quotengeilen Sendeleiter, Mena Suvari ("American Pie") seine Assistentin, Jerry Springer sich selbst in seiner Show und der bereits zum amerikanischen Kulturgut gehörende Barde Tom Waits tritt als engelhafte Erscheinung auf. Es ist nicht zuletzt diese hochwertige Auswahl an Darstellern, welche die ein oder andere Holprigkeit im Drehbuch und manch weniger gelungene Idee schnell vergessen lassen und "Domino" zu einem temporeich inszenierten Actionfeuerwerk werden lassen, das der früh verstorbenen Domino Harvey ein sicherlich mehr als gutes Denkmal setzt. Nur schade, dass sie es selbst niemals sehen konnte.
Digitale Aufarbeitung:
Auf Grund des erhöhten Einsatzes an Bildverfremdungen ist das Bild nicht mit normalen Maßstäben zu bewerten. Man hat allerdings nie das Gefühl, etwas zu verpassen. Der deutsche Ton liegt in dts und Dolby Digital 5.1 vor, wobei beide sehr gut verständlich ausfallen und auch einiges an räumlichen Effekten zu bieten haben. Die dts-Version ist dabei nicht nur insgesamt lauter abgemischt, sondern bietet zusätzlich auch eine breiteres Klangbild.
Als Extras gibt es neben Interviews mit Cast & Crew und einem Blick hinter die Kulissen noch einen sehr informativen, knapp 20-minütigen Bericht über die wahre Domino Harvey, bei dem neben Domino unter anderem auch der echte Choko zu Wort kommt. Ein sehr interessanter Beitrag, dem man sich nach dem Film auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte.
Fazit:
"Domino" ist ein optisch abwechslungsreicher und von der üblichen Norm weit entfernter Action-Thriller, der cool, temporeich und mit exzellenter Besetzung zu unterhalten weiß. Regisseur Tony Scott ist wieder in seinem Element und wird seine Fans sicherlich auch diesmal nicht enttäuschen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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122:30 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Domino Harveys Leben
- Blick hinter die Kulissen
- Interviews
- Darstellerfilmografien
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Domino - Live Fast, Die Young
Domino - Live Fast, Die Young
Coole Jagd auf böse Buben mit einer gleichermaßen coolen und harten Keira Knightley
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich / USA, 2005 Regie: Tony Scott Drehbuch: Richard Kelly, Steve Barancik Darsteller: Keira Knightley, Mickey Rourke, Edgar Ramirez, Riz Abbasi, Delroy Lindo, Mo'Nique, Ian Ziering, Brian Austin Green, Macy Gray, Shondrella Avery, Lucy Liu, Jacqueline Bisset, Christopher Walken, Mena Suvari, Jerry Springer, Tom Waits
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 22.06.2006
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