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Blu-ray-Besprechung - Donnie Darko
Story:
Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) macht eine schwierige Phase durch. In seiner Familie gerät er zusehends zum Außenseiter, der ständig bei den anderen Mitgliedern des Hauses aneckt. Mittels Beruhigungstabletten, die ihm seine Therapeutin verschreibt, wird versucht, ihn ruhig zu halten. Als Donnie eines Abends die Erscheinung eines Riesenhasen mit Namen Frank hat, welcher ihm prophezeit, dass die Welt in 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden untergehen wird, geht es mit seinem Leben weiter bergab. Am nächsten Morgen wacht Darko auf einem Rasenstück auf und muss feststellen, dass durch sein Zimmer die Turbine eines Flugzeuges knallte, die sein Leben beendet hätte, wäre er zum Zeitpunkt des Einschlages in seinem Zimmer gewesen. Die mysteriösen Ereignisse gehen weiter und schon bald muss Donnie erkennen, dass 28 Tage schnell vorbei sein können.
Meinung zum Film:
Wie viele Mysterythriller der unterhaltenden und packenden Sorte spielt auch "Donnie Darko" mit dem Geheimnis hinter der Geschichte. Die ganze Zeit über ist der Zuschauer mit verschiedenen Mysterien konfrontiert, die ihn mit dem Ausschauhalten nach Hinweisen um die Auflösung beschäftigen. Immer wieder neue Visionen, die zu tatsächlichen Ereignissen führen, sorgen für ein Ansteigen der Spannung, welche immer wieder durch kleinere Gags und Kleinstadtidylle gelockert wird, um dann mit einem großen Schlag wieder präsent zu sein. Doch die Fragen bleiben den ganzen Film über bestehen: Was hat es mit dem angekündigten Weltuntergang auf sich? Wieso hat Donnie Visionen von einem kitschigen, überdimensionalen Hasen und warum ist er diesem anscheinend hörig? Wer ist dieser Donnie Darko überhaupt? Ist er letzten Endes nur ein gewöhnlicher Spinner mit gespaltener Persönlichkeit oder hat er tatsächlich einen Weg gefunden, durch Wurmlöcher in der Zeit zu wandern?
Regisseur und Drehbuchautor Richard Kelly hat einen äußerst interessanten und unheimlichen Inszenierungsstil. Durch seine Bilder und der erzeugten Atmosphäre wirkt selbst der wirklich alles andere als unheimlich aussehende Visionshase Frank wie ein bedrohliches Monster. Doch das Ziel Kellys ist es nicht nur, den Zuschauer unter Spannung zu setzen. Er füllt sein Werk mit reichlich Symbolik und scheinbar belanglosen Aktionen, die selten gleich auf Anhieb verstanden werden können. Und nicht erst, wenn der Abspann über den Bildschirm flimmert, beginnt erst das Grübeln in den grauen Zellen des Betrachters. Die rätselhaften Ereignisse in Donnies Welt bieten viel Platz für Interpretationen und dies ist auch gewollt. Natürlich gibt es auch eine Lesart, die Regisseur Richard Kelly bevorzugt. Es ist wie bei einem modernen Gemälde, bei dem sich der Betrachter seine ganz eigenen Gedanken zu dem macht, was sich da dem Betrachter präsentiert.
Doch „Donnie Darko“ bietet nicht allein den Ansatz des Mystischen oder Phantastischen, der Film besitzt auch interessante Nebenhandlungen. Da ist z.B. die Romanze zwischen Donnie und Gretchen, die gerade erst an seine Schule gewechselt ist. Diese Geschichte fesselt das Publikum nicht zuletzt durch die latente Melancholie. Stimmungsvoll wird hier der Soundtrack perfekt eingesetzt und wenn Joy Division mit „Love Will Tear Us Apart“ einsetzt, dann ahnt der Zuschauer, was passieren kann. Aber auch die Musik von Tears For Fears passt perfekt als musikalische Untermalung. Drew Barrymore („Eine Hochzeit zum Verlieben“) als ambitionierte Lehrerin Karen Pomeroy, spielt zwar nur eine Nebenrolle, doch sie meistert diese souverän und überzeugend. Zudem zeigt sie hier, wie breit ihr schauspielerisches Spektrum ist. Nicht unerwähnt bleiben darf Patrick Swayze („Dirty Dancing“) als Motivations-Coach Jim Cunningham. Als eitler und von sich selbst überzeugter Blender versucht er die Loser der Schule auf Vordermann zu bringen. Letztlich erweist er sich als wahres Monster. Die Besetzung ist erstklassig.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Bluy-ray entspricht leider nicht ganz dem, was der Zuschauer erwarten darf. Es ist zwar besser als das der DVD, aber es fehlt an diversen Qualitäten. Die Bildschärfe bei näheren Aufnahmen ist akzeptabel, dennoch werden die Details nicht ganz so deutlich erkennbar. Tiefenschärfe ist fast kaum zu erkennen und die Farben fallen ein wenig schwach aus, da das Bild einen Tick zu hell ausgefallen ist. Der Kontrast hingegen ist in Ordnung und sorgt für Übersicht, auch bei den dunklen Szenen. Der Ton ist gut und es fällt auf, dass hier gerne mit dem Surround-Sound gespielt wird. Besonders, wenn Frank spricht, dann kommt seine Stimme nur über die Rears und man hat den Eindruck, dass er den Zuschauer von hinten ansprechen würde. Dialoge und Nebengeräusche wirken sehr ausgewogen.
Das Bonusmaterial wurde 1:1 von der DVD-Directors-Cut-Ausgabe übernommen. Ja es prangt sogar aufgedruckt auf der Bonus-DVD. Interessant ist der fast 1-stündige Making-Of-Beitrag, der einige unkommentierte Blicke hinter die Kulissen gewährt und auf Wunsch mit Kommentar des Regisseurs genossen werden kann. Witzig ist der Beitrag, in dem der nach eigenen Aussagen größte "Donnie Darko"-Fan den Darsteller und dem Regisseur nachstellt. Es folgen noch reichlich weitere Beiträge wie Interviews und Texttafeln mit einigen Hintergrundinformationen. Sehr schön ist auch, dass der komplette Soundtrack des Films als Audiospur vorhanden ist, und wahlweise in PCM Stereo oder Dolby Digital 5.1 angehört werden kann. Leider wurde beim Hauptfilm auf einen Audiokommentar verzichtet.
Fazit:
"Donnie Darko" war 2001 ein echter Überraschungsfilm und besitzt mittlerweile Kultstatus. Seine mystische Handlung zusammen mit den Nebenplots bietet sehr gute Unterhaltung und sorgt sogar für Gesprächsstoff. Das Bild der Blu-ray hätte besser umgesetzt werden können, der Ton ist in Ordnung. Unter Verzicht auf einen Audiokommentar entsprechen die Extras ansonsten denen der DVD-Directors-Cut-Version.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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113:12 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Storyboard-/Film-Vergleich
- Making Of
- Darkomentary
- Fotogalerie
- Videoclip "Mad World" von Tears for Fears
- Interviews
- Cunnung Visions
- The Philosophy of Time Travel
- theymademedoit.com
- Filmmusik
- Wissenswertes
- Trailer
- Biografien
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Donnie Darko
Donnie Darko
They made him do it
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2001 Regie: Richard Kelly Drehbuch: Richard Kelly Darsteller: Jake Gyllenhaal, Mary McDonnell, Katharine Ross, Drew Barrymore, Patrick Swayze, Noah Wyle, Maggie Gyllenhaal, James Duval
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 06.10.2005
Vertrieb :
Ascot Elite Switzerland
Verkaufsstart : 06.10.2005
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