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DVD-Besprechung - Doom - Extended Edition
Story:
Eine spezielle Einsatztruppe wird zu einer Forschungseinrichtung auf dem Planeten Mars geschickt, die nach dem Auslösen eines Alarms unter Quarantäne steht. In dem Komplex wurden geheime Experimente durchgeführt, deren schreckenserregenden Ergebnisse nun ausgebrochen sind und in den dunklen Gängen für reichlich Schrecken sorgen. Für Sarge (Dwayne Johnson) und seine Männer beginnt ein harter Kampf, denn die furcherregenden Wesen haben nur ein Ziel - alles zu töten, was sich ihnen in den Weg stellt.
Meinung zum Film:
Zu einer Zeit, als der PC als vollwertiger Spielecomputer entdeckt wurde und den bisherigen Platzhirschen den Rang als Rechner für Spieler immer mehr ablief, kam mit "Doom" ein Spiel auf den Markt, das für reichlich Aufsehen sorgte. Aus der Ich-Perspektive zog man durch düstere Gänge und erlegte monströse Angreifer, die ihrerseits hinter dem eigenen Bildschirm-Leben her waren. Zu sehen waren von dem Helden selbst nur die Hände, in denen die jeweils gewählte Waffe gehalten und bedient wurde. Mit der Zeit wurde der PC immer leistungsfähiger und die Grafikpracht immer gewaltiger. Nach einiger Wartezeit hielt auch "Doom 3" in diese High-Tech-Grafik-Welt ihren Einzug und sicherte sich in der mittlerweile dicht besiedelten Welt der immer beliebter werdenden "First-Person-Shooter" seinen Platz in den Ruhmeshallen. Die überaus große Beliebtheit des Spiels sorgte immer wieder dafür, dass Gerüchte über eine Verfilmung die Runde machten. Dabei wurden über die Jahre selbst Namen wie Arnold Schwarzenegger für die Hauptrolle gehandelt. 2005 war es dann endlich soweit, und die lang ersehnte Monsterhatz fand ihren Einzug auf der großen Leinwand.
Mit Andrzej Bartkowiak wurde ein Regisseur verpflichtet, der mit "Exit Wounds" und "Born 2 die" eher mäßige Action-Produktionen herausbrachte, dafür aber als Kameramann bei Filmen wie "Species" oder "Speed" für reichlich positives Aufsehen sorgte. Der Grund, warum gerade bei "Doom" sein erster sehenswerter Film rauskommen könnte, ist eindeutig - von der Story- und der Charakterentwicklung erwartet niemand etwas. Fans, die sich den Film ansehen, wollen nur eines - Nonstop Action mit reichlich Monster-Gemetzel und nervenaufreibender Spannung und möglichst vielen Elementen aus den Spielen. Die Drehbuchautoren Wesley Strick ("Arachnophobia") und sein Partner, Newcomer Dave Callaham, versuchen zwar ein wenig Leben in die Charaktere zu hauchen, was aber nur als Überleitung zwischen den einzelnen Actionsequenzen so eben reicht. Die Dialoge sind dann auch von der Sorte "Hauptsache cool, selbst wenn es derbe peinlich ist" und sollten möglichst nicht weiter beachtet werden. WWE-Wrestling-Superstar Dwayne "The Rock" Johnson ("Welcome to the Jungle") sorgt dafür, dass reichlich Heldenpower im Film zu sehen ist. Unterstützt wird er dabei von Karl Urban, der den meisten als Eomer aus der "Herr der Ringe"-Trilogie bekannt sein dürfte.
Wer selber gerne auf die Jagd nach Monstern im gleichnamigen Spiel ging, wird einige Elemente aus diesem wiederfinden können. Vor allem eine rund 5-Minütige-Sequenz zum Ende des Films, die aus der First-Person-Perspektive das Gemetzel zeigt, ist ein echtes Highlight der ansonsten eher stupiden Ballerorgie. Mit dem Namen Dr. Carmack hat man selbst "Doom"-Erschaffer John Carmack einen namentlichen Platz im Film gegönnt. Doch bei allen zu erkennenden kleinen Details aus der Spiel-Vorlage werden einige Abänderungen in der Geschichte den Fans nicht unbedingt gefallen. Am auffälligsten abweichend ist, dass nun nicht mehr durch Ausgrabungsarbeiten ein Tor zur Hölle geöffnet wurde, aus dem allerlei Dämonen an die Oberfläche drängen, sondern wissenschaftliche Experimente Auslöser der Monsterpopulation darstellen. Wer die Spiele nicht kennt, den wird es sicherlich nicht stören. Eingefleischten Doom-Fans wird dieser Hintergrund, den man eigentlich von "Resident Evil" kennt, sicherlich die Zornesröte ins Gesicht treiben. Am Ende sollte man all dem jedoch nur am Rande bis gar keine Beachtung schenken, da es ohnehin inhaltlich sehr sinnleer zugeht. Wenn man sich allein auf die schweißtreibende Monsterhatz durch dunkle Gänge mit reichlich Schockeffekten konzentriert, bietet "Doom" leicht verdauliche Fast-Food-Kost, die ordentlich zu unterhalten weiß. All zuviel Denken schadet dem Vergnügen merklich und sollte von daher möglichst schnell eingestellt werden.
Digitale Aufarbeitung:
Bild und Ton sind äußerst gut gelungen. Trotz vieler dunkler Szenen behält man stets den Durchblick und die knackigen Farben und die gute Schärfe wissen zusätzlich zu gefallen. Der Sound des Films kann nur als bombastisch bezeichnet werden. Es kracht quer durch den Raum aus allen Ecken und der Bass rummst ebenfalls kräftig dazwischen. So und nicht anders wünscht man sich die Sounduntermalung bei Action-Filmen!
Das Bonusmaterial ist ordentlich, aber bei weitem nicht so gut gelungen wie der Ton. Es gibt einen Bericht über die Ausbildung der Schauspieler, was die Handhabung von Waffen betrifft. Es folgt eine Betrachtung der Maske von "The Rock", ein Feature über die Schaffung der Monster und last but not least ein Bericht über die aufwendige Entstehung der First-Person-Shooter-Seuquenz.
Fazit:
"Doom" bietet genau das, was man von ihm erwarten kann - vollkommen sinnfreie, hirnlose, spannungsgeladene und blutrünstige Actionballereien von hohem Niveau. Wer nicht mehr von einer First-Person-Shooter-Verfilmung erwartet, sollte sich unbedingt in diese Verdammnis begeben, nachdem er das Denken abgestellt hat. Der Sound ist so perfekt und hochwertig abgemischt, dass er gutes Referenzmaterial darstellt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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108:07 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Grundausbildung: Wie lade ich eine Waffe
- Rocks Verwandlungen - Make-Up Tricks
- Monstermacher Meisters - Erschaffung der Kreaturen
- Schießsequenz aus Ihrer Sicht
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Doom
Doom
Hirnlos, sinnfrei, blutrünstig, spannungsgeladen, actionreich - mit einem Wort "Doom"
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Tschechien / USA, 2005 Regie: Andrzej Bartkowiak Drehbuch: Dave Callaham, Wesley Strick (basierend auf den Computerspielen) Darsteller: Karl Urban, Dwayne "The Rock" Johnson, Rosamund Pike, Dexter Fletcher, Ben Daniels, Al Weaver, Richard Brake, Razaaq Adoti, Deobia Oparel
Label :
Universal Pictures Germany
Verkaufsstart : 16.03.2006
Vertrieb :
Universal Pictures Switzerland
Verkaufsstart : 16.03.2006
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