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DVD-Besprechung - Dreamer - Ein Traum wird wahr

Story:
Bei einem Rennen bricht sich das Vollblutpferd Sonador ein Bein. Trainer Ben Crane (Kurt Russell) wird bei einem Streit, ob das Pferd gleich an Ort und Stelle eingeschläfert werden soll, von Stallbesitzer Palmer (David Morse) gefeuert, erhält dafür aber das verletzte Tier als Teil seiner Abfindung. Ben hat die Hoffnung, das Pferd wieder fit zu bekommen und noch einen angemessenen Preis für es erzielen zu können. Doch auch Tochter Cale (Dakota Fanning) freundet sich immer mehr mit dem Patienten an, was den eigentlichen Plänen des Vaters eine neue Richtung gibt, nicht zuletzt dank der Einmischung von Großvater "Pop" Crane (Kris Kristofferson).

Meinung zum Film:
John Gatins hat im Filmgeschäft schon einiges versucht: Produzent ("Ready to Rumble"), Darsteller ("Witchboard 2 - Die Tür zur Hölle") und Drehbuchautor ("Coach Carter"). Mit "Dreamer" versuchte er sich neben dem Drehbuch-Schreiben zum ersten Mal auch als Regisseur. Das Thema eines Rennpferdes, das sich ein Bein bricht, dann aber nicht wie erwartet den Gnadenschuss erhält, scheint dabei nicht unbedingt neu, wurde eine ähnliche Geschichte doch erst kürzlich in "Seabiscuit" erzählt. Doch die Geschichte von "Dreamer" ist ein wenig anders gelagert. Hier geht es nur am Rande um das Pferd und seinen Kampf, vielmehr erzählt sie von einer Familie, die, ohne es zu wissen, mit dem Tier auch das Zusammenleben wieder hinbekommt. Genauso wie Sonador, was der spanische Begriff für "Dreamer" ist, um sein Comeback kämpft, genauso versucht auch Familie Crane wieder auf die Beine zu kommen, nachdem finanzielle Engpässe immer mehr zu Problemen führen.

Die Hauptrolle spielt Kurt Russell ("Die Klapperschlange"), der zu den weisen Ex-Action-Darstellern gehört, die wussten, wann ihnen der harte Mann nicht mehr abgenommen wird und es besser ist, sich auf andere Rollen zu verlegen. Die Show stiehlt ihm aber ohne jeden Zweifel der derzeitige Top-Star unter den Kinderdarstellern, Dakota Fanning ("Hide and Seek"), die mit ihrer Willenskraft und ihrem Kindercharme problemlos Vater und Publikum um die Finger zu wickeln weiß. Kris Kristoffersen ("Blade") bietet routiniert die Darbietung des alten, weisen Mannes, während Elisabeth Shue ("Leaving Las Vegas") die gute Seele der Familie gibt. Abgerundet wird die Darstellerriege durch Luis Guzmán ("Das Urteil - Jeder ist käuflich") als Pferde-Pfleger, Freddy Rodríguez ("Das Mädchen aus dem Wasser") als Jockey im Früh-Ruhestand und David Morse ("The Long Kiss Goodnight") als unsympathischer Rennstallbesitzer.

Die größte Stärke von "Dreamer" ist, dass er eine sehr ausgewogene Mischung aus schönen Szenen rund um Cale und Sonador zeigt, in vielen Einstellungen mit Ben dafür aber sehr ernst und teils auch deprimierend daher kommt. Die Sorgen der Familie Crane sind zu Beginn nicht immer leicht zu verstehen, doch mit der Zeit klärt es sich immer weiter auf und es ist nachvollziehbar, was die Familie derart zerrüttet hat. Umso interessanter ist es mit anzusehen, wie parallel zur Genesung des Bruchs am Bein von Sonador auch der familiäre Segen wieder gekittet wird. Es ist nicht unbedingt notwendig, Pferdeliebhaber zu sein, um sich "Dreamer" anzusehen, eine Gegenliebe zu schönen Familienstoffen mit ernsten Anteilen ist absolut ausreichend. Den Rest erledigt Dakota Fanning mit ihrem treffsicheren Charme und eine Geschichte, die sicherlich nicht als erste aufzeigt, dass es sich lohnt, um einen Traum zu kämpfen, da dabei oftmals gefunden wird, was gar nicht erst zu suchen gewagt wurde.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen, unterschiedlich stark auftretendes Rauschen und eine durchschnittliche Hintergrundschärfe halten es allerdings von höheren Weihen ab. Der Ton ist insgesamt ein wenig leise abgemischt, was aber schon der einzige Kritikpunkt ist. Die Musik sorgt fast durchweg dafür, dass ein feines Räumlichkeitsgefühl entsteht.

Zahlreiche Extras sorgen dafür, dass auch nach dem Film noch nicht Schluss ist mit Träumen. Neben einem Audiokommentar mit dem Regisseur gibt es unter anderem einen Beitrag, der sich mit der Begebenheit beschäftigt, die John Gatins zu seinem Drehbuch inspirierte. Es folgen Beiträge, die sich mit der Arbeit mit den Vollblütern und Dakota Fannings Pferdepflege beschäftigen. Ein recht ausführlicher Beitrag widmet sich den Darstellern und den Gründen, warum gerade sie für ihre Rolle gecastet wurden. Es folgen zwei nicht verwendete Szenen, ein Interview mit dem Regisseur, eine Musikvideo zum Film und eine Fotogalerie. Ein DVD-ROM Part beinhaltet weitere Text- und Bildinformationen zum Film.

Fazit:
"Dreamer" ist ein sehr schön anzusehender Familienfilm, der durch seine gelungene Mischung für jeden in der Familie beste Unterhaltung bietet. Die Geschichte ist zwar weitestgehend vorhersehbar, doch dank der guten Besetzung kommt dieses kaum zum Tragen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
2,40:1
2,40:1
101:00 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar von Regisseur John Gatins
  • Die wahre Geschichte Mariah's Storm
  • Die Arbeit mit Vollblütern
  • Die Dreamer Traumbesetzung
  • Pferdepflege mit Dakota Fanning
  • Deleted Scenes
  • Interview mit John Gatins
  • Musikvideo
  • Fotogalerie
  • Trailer
  • DVD-ROM Part
Dreamer - Ein Traum wird wahr - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dreamer - Ein Traum wird wahr
Dreamer: Inspired by a True Story

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Gewinnen ist nicht alles - manchmal reicht es schon, den Traum zu träumen


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005
Regie:
John Gatins
Drehbuch:
John Gatins
Darsteller:
Kurt Russell, Dakota Fanning, Kris Kristofferson, Elisabeth Shue, David Morse, Freddy Rodríguez, Luis Guzmán

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
03.11.2006