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DVD-Besprechung - The Drone Virus - Tödliche Computerviren
Story:
Eigentlich hatten die Ärzte diagnostiziert, dass die kleine Jamie (Talia-Lynn Prairie) den Krebs besiegt hatte. Doch bei einer abschließenden MRI-Untersuchung kommt es zu einer mysteriösen Komplikation, durch die das kleine Mädchen stirbt. Ihr Vater Stephen (Billy Wirth) ist verzweifelt, aber selbst der behandelnde Arzt Dr. Caine (David Jean Thomas) und die Leiterin der Abteilung, Dr. Colleen O'Brian (Maeve Quinlan) können sich den Auslöser für den Vorfall nicht erklären. Stephen hat den Verdacht, dass der MRI-Scanner einen Defekt hat und beginnt auf eigene Faust Untersuchungen anzustellen.
Meinung zum Film:
Regisseur und Drehbautor Damon O'Steen ("29 Reasons to Run") legte sich mit seinem zweiten, 2004 entstandenen Spielfilm mächtig ins Zeug. Gleich zu Beginn lässt er ein kleines Mädchen sterben, was man generell nicht gerne in Filmen sieht, haben die Heranwachsenden doch noch immer einen speziellen Status und werden meist nur für dramaturgisch notwendige Situationen geopfert. Es wäre möglich gewesen, diese Situation bedeutend für den Film einzusetzen, doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass das Kind auch ohne emotionale Verluste durch eine Ehefrau oder einen Bruder hätte ausgetauscht werden können, ohne, dass dies große, inhaltliche Konsequenzen gehabt hätte. Vor allem die Umsetzung der Trauer um die Tochter fällt ziemlich dürftig aus und wurde fast schon nebensächlich eingebaut.
Viele werden sich sicherlich auch fragen, ob sie wirklich den richtigen Film eingelegt haben, während sie ihn sich anschauen. Auf dem Cover prangert nämlich ein reißerisches "Tödliche Computerviren" unter dem Titel, von denen man allerdings nicht mal ansatzweise etwas während des Films zu sehen bekommt. Durch diese unnötige Erweiterung des Filmtitels hat man sich seitens Koch Media sicherlich einen Bärendienst erwiesen, da man dadurch eine gewisse Erwartungshaltung beim zahlenden Kunden erweckt, die der Film dann allerdings nicht erfüllen kann. Denn mit einem High-Tech-Thriller um einen raffinierten Computer-Virus hat die Handlung ungefähr genauso viel gemein, wie "Das Sakrileg" von Dan Brown mit fundierten geschichtlichen Recherchen. Es gibt lediglich ein wenig BOT-Netze, wie sie von sogenannten Trojanern auf ungeschützten Rechnern im Internet erzeugt werden. Hier heißen sie gefährlich "Dronen" und die Technik wird mit einer wilden "Bienenkönigin" als gefährlicher Steuersupercomputer angereichert, der durch einen Aufruf alle Dronen für seine Zwecke fernsteuern kann. Technischer Hokus Pokus, der filmisch relativ spannungsarm und hanebüchen umgesetzt wurde.
Wer das Glück hat, sich von dem Slogan nicht irre leiten zu lassen, oder aber die Erwartungen gleich von Beginn an in die korrekte Richtung lenkt und abdämpft, bekommt zumindest einen recht ordentlichen, wenn auch nicht übermäßig an den Nerven zehrenden Krankenhaus-TV-Thriller geboten, der über seine 90 Minuten zumindest nicht übermäßig langweilt. Die Dialoge sind allerdings meist nahe der Null-Linie angesiedelt, die Handlung hält keiner näheren Betrachtung stand und die Darsteller empfehlen sich auch nicht gerade für höhere Weihen, aber dennoch reicht es bei dem Film so eben noch zu einer ordentlichen Heimkino-Premiere. Das beste am Streifen ist aber eindeutig der atmosphärische und maßgeblich zur Spannung beitragende Soundtrack aus dem Soundcomputer von Konstantinos Christides, der schon als Score-Koordinator an Blockbustern wie "Was das Herz begehrt" und "Das Urteil" mitgearbeitet hat. "Drone Virus" ist der richtige Film, um das Hirn auf Stand-By runterzufahren, den Player einzuschalten und sich sanft von den Bildern und dem guten Soundtrack berieseln zu lassen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild hat einen feinen Rauschschleier und die Konturen fallen nicht vollends scharf aus, was aber wohl auf das beim Filmen verwendete Material zurückzuführen ist. Der deutsche Ton klingt in dts und Dolby Digital 5.1 gleichermaßen klar und durch die Musik wird auch immer ein leichtes Räumlichkeitsgefühl vermittelt.
Als Extras gibt es neben dem Trailer und kurzen Bio- und Filmografien zu den wichtigsten Personen auch noch eine kurze Slideshow, die sich aus Screenshots aus dem Film zusammensetzt.
Fazit:
"The Drone Virus" hat in der zu sehenden Handlung nur höchst wenig mit dem Titelzusatz "Tödliche Computerviren" zu tun. Er ist ein durchschnittlicher Thriller auf TV-Niveau, der allerdings ohne nennenswerte Höhepunkte auskommen muss, und den man ganz sicher nicht gesehen haben muss.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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92:07 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Deutsch Dolby Surround |
Englisch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Surround |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Slideshow
- Bio-/Filmografien
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The Drone Virus - Tödliche Computerviren
The Drone Virus
Hier gibt es so viele tödliche Computerviren zu erleben wie Kommunisten im Weißen Haus
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Damon O'Steen Drehbuch: Damon O'Steen, Dr. Gerald Clarke Darsteller: Billy Wirth, Maeve Quinlan, Philip Boyd, Michael Ensign, David Jean Thomas, Christa Campbell, Barbara Niven, Adam Kendrick
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 21.04.2006
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