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DVD-Besprechung - Der Prinz aus Zamunda (2-Disc Royal Edition)
Story:
Akeem (Eddie Murphy) ist in der misslichen Lage, der Kronprinz des Königreiches Zamunda zu sein, weswegen er keinen echten Einfluss auf die Wahl seiner Braut hat. Er soll eine adelige Dame ehelichen, die in seinem Sinne erzogen wurde und keinen eigenen Willen hat. Diesem Schicksal will er sich nicht fügen und erfindet einen Grund, um aus Zamunda auszureisen. Zusammen mit seinem Freund Semmi (Arsenio Hall) macht er sich auf nach Amerika. Denn wo anders als in Queens sollte man eine wahrliche Königin finden.
Meinung zum Film:
"Der Prinz aus Zamunda" war zu Recht ein Kinoerfolg, denn Regieveteran John Landis ("American Werewolf") hat mit ihm einen modernen Klassiker geschaffen. Der Clou dabei ist, dass die Story selbst aus der Feder von Eddie Murphy stammt und er sich die Rolle des nach einer Braut suchenden Prinzen Akeem auf den Leib geschrieben hat. Die Geschichte eines Monarchensohnes, der nach der wahren Liebe sucht, wirkt fast schon klassisch, wird aber modern und gar nicht altbacken erzählt. Ein weiterer Pluspunkt sind die tollen Kostüme, die vor allem im Palast von Zamunda zu sehen sind. Der Humor der Komödie ist nicht vergleichbar mit Murphys bisheriger Paraderolle als "Beverly Hills Cop", denn er ist wesentlich ruhiger, aber ohne Abstriche beim Faktor Witzigkeit.
Der Film entstand in der Hochphase von Regisseur John Landis, in der er Treffer wie "Drei Amigos" oder "Spione wie wir" landete. "Der Prinz aus Zamunda" wurde für 2 Oscars nominiert, die er schließlich nicht erhielt, dafür jedoch andere Preise. Der Film ist ein Paradebeispiel für schwarzes Kino, da fast ausnahmslos farbige Schauspieler vor der Kamera stehen und die Haupt- und Nebenrollen besetzen. Der kleine Clou des Films ist die Tatsache, dass Eddie Murphy und sein Kumpel Arsenio Hall ("Amazonen auf dem Mond") jeweils gleich vier Rollen spielen, Männer wie auch Frauen. Eine Meisterleistung der Maske bildet dabei die Verwandlung von Eddie Murphy in einen weißen Rentner, der in der Boxgeschichte schwelgt.
Die Besetzung ist hochkarätig, da Eddie Murphy sich zu diesem Zeitpunkt auf der Höhe seiner Karriere befand. Seine Laufbahn begann er als Stand-Up-Comedian und aus dieser Zeit kennt er dann auch Arsenio Hall. Einer harmonischen Zusammenarbeit der beiden stand also nichts im Wege. John Amos ("Roots") als Frittenkönig Cleo McDowell ist eine Institution in der Schauspielwelt und seine markante Nase ist wohl auch sein Markenzeichen. Shari Headly als Lisa konnte bis zu ihrem Engagement in "Der Prinz aus Zamunda" zwar noch nicht viel Kameraerfahrung nachweisen, doch ihre Visitenkarten aus "Miami Vice" und "Die Cosby Show" reichten offenbar aus. Als König Jaffe Joffer hat die Schauspielikone James Earl Jones ("Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben") eine schöne und würdevolle Rolle erhalten. Jones hat eine angenehme sonore Stimme und wird gern als Synchronsprecher engagiert. Er spricht im Originalton von "Star Wars" den Bösewicht Darth Vader.
Digitale Aufarbeitung:
Die Optik dieser DVD ist als gelungen zu bezeichnen. Das Bild ist scharf, verfügt über saubere Konturen und einen ordentlichen Kontrast. Bei den Farben passt alles und sie wirken mal bonbonfarben, wie z.B. im Palast von Zamunda und mal etwas schriller wie beispielsweise beim Kirchenauftritt der Band "Sexual Chocolate". Der deutsche Ton liegt zwar nur im Surroundformat vor, was aber nicht weiter tragisch ist, da er klar und sauber herüber kommt.
Der Extrapunkt "Amerika und Zamunda" beinhaltet die Geschichte zur Entstehung des Films, beginnend mit dem 25-seitigen Skript, das Eddie Murphy ein wenig an "Cinderella" angelegt hat. Hier wird ebenfalls auf die Entstehung der Besetzung eingegangen. In "Die Kostüme" wird ausführlich erklärt, wie die Ideen zu den Kostümen und der Ausstattung umgesetzt wurden. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit den tollen Masken des Maskenbildners Rick Baker. Der nächste Menüpunkt führt den Zuschauer in die musikalische Welt des Films. Dann folgen 5,5 Minuten mit einem seit 20 Jahren nicht gezeigten Interview von Arsenio Hall und Eddie Murphy, in dem die beiden auch mal ein wenig herumalbern. Abschließend gibt es noch den Originaltrailer und eine nette Bildergalerie. Alle Extras sind mit deutschen Untertiteln versehen.
Fazit:
Diese Ausgabe von "Der Prinz aus Zamunda" ist die wohl beste Fassung, zumal die Extras auf der zweiten DVD recht umfangreich und sehr informativ sind. Technisch gibt es auch nach rund 20 Jahren nichts zu bemängeln.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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112:15 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Surround |
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Untertitel:
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Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Holländisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Amerika und Zamunda
- Die Kostüme
- Die vielen Gesichter des Rick Baker
- Die musikalischen Talente von Nile Rodgers
- Eine Nachlese
- Originaltrailer
- Bildergalerie
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Der Prinz aus Zamunda
Coming To America
Der vielleicht beste Eddie Murphy
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1988 Regie: John Landis Drehbuch: Eddie Murphy Darsteller: Eddie Murphy, Arsenio Hall, James Earl Jones, John Amos, Shari Headley
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 03.05.2007
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