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DVD-Besprechung - Evil
Story:
Drei Arbeiter entdecken zufällig eine unbekannte Höhle nahe Athen. Bei einem ersten Erkundungsgang werden sie von etwas Unbekanntem angefallen. Stunden später fallen sie ihre Mitmenschen an und zerfleischen sie. Diese stehen dann ebenfalls von den Toten auf, gierig nach frischem Menschenfleisch. Eine blutige Welle des Todes bricht über Athen herein.
Meinung zum Film:
Auf dem Cover von "Evil" steht schon sehr genau, was den Zuschauer im Film erwartet. Keine Innovation, nichts Neues, dafür aber ein Sammelsurium aus bekannten Zombiestreifen. Im Fall von "Evil" sind zwei Filme gut erkennbar: "Dawn Of The Dead" wegen des Überlebensthemas und "28 Days Later" mit seiner optischen Umsetzung. Die verschiedenen Charaktere hetzen anstatt durch England dann eben durch Athen und landen von einer Metzelei in der nächsten. Leider gibt es mehrere Faktoren, die den Film platt wirken lassen und er keine Chance auf internationalen Ruhm hat. Die Kameraarbeit ist zeitweise zwar ordentlich, dann aber ungewollt wacklig und kantig. Absicht kann dies nicht sein, da dies nicht immer dynamische Szenen betrifft.
Die Story beginnt mit einem kleinen Mysterium, denn die drei Arbeiter, die in der bislang unentdeckten Höhle auf Etwas treffen, werden kurze Zeit später zu Zombies. Schön und gut, aber warum? Das Etwas, das sie angreift, präsentiert sich aus einer Eigenperspektive und es wird nicht aufgeklärt, was es ist. Kein Hinweis gibt dem Zuschauer auch nur den Hauch einer möglichen logischen oder auch unlogischen Erklärung. Solche inhaltlichen Mängel nerven einfach nur. Der Plot, der dann auf dem Überlebenskampf basiert, wird mit einem enorm schwachen Ende "gekrönt", wenn die vier Überlebenskämpfer in einem kleinen Fußballstadion die Zombieübermacht erwartet. Anstatt einen Ausweg zu suchen, erklären sie sich gegenseitig, dass sie auf die Toilette müssen. Was vielleicht witzig als Abschlussgag herhalten soll, aber so gar nicht zum Film passt. Insgesamt macht die Story durchaus verschiedene Handlungsinhalte auf, die jedoch weitgehend versanden und dem Zuschauer mehr Fragen als Antworten geben. Die Story ist mit den Witzen des Comedians Piet Klocke, dem Meister des unvollendeten Satzes, zu vergleichen.
Die Dialoge sind simpel, teilweise unsinnig und stumpf. Belanglose Phrasen werden von den überforderten Schauspielern gedroschen und immer wieder erkennt man schlecht nachgemachte Szenen aus anderen Filmen. Bei den Spezialeffekten hingegen haben die Filmschaffenden dann aber alles richtig gemacht und so könnten für den einen oder anderen Splatterfan ein paar Szenen dabei sein. Eines kann der Zuschauer erahnen, trotz des faden Endresultats hatten die Mimen Spaß am splattern bzw. an der Tatsache, dass sie in einem Horrorstreifen mitspielen. Wer in den griechischen Originalton hineinhört, der kann schnell den Eindruck gewinnen, dass einige Darsteller bei den Todesszenen Schmerzensschreie von sich geben, die kurz vor einem Lachanfall sind.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ein wenig farbarm, was an dem Filmmaterial bzw. der Kamera liegt. Bedingt durch viele, schnelle Schnitte wirkt es oft hektisch. Der Ton ist eine Spur zu unentschlossen, wann er das Geschehen raumtechnisch begleiten soll. Ansonsten ist er aber in Ordnung.
Das Making Of ist mit deutschen Untertiteln versehen, dauert rund 30 Minuten und birgt erfreulicherweise wenig Eigenwerbung, sondern gute Infos zur Entstehung. Ein weiteres Extra zeigt in gut sieben Minuten, wie die visuellen Effekte umgesetzt wurden. Danach folgt eine geschnittene Film-Sequenz von 40 Sekunden. Vier mehr oder weniger gute Kurzfilme ergänzen das Angebot der Extras. Es folgt noch ein Interview mit dem Regisseur, den letzten Punkt bildet dann der Trailer zum Hauptfilm.
Fazit:
Die ordentlichen Extras zu "Evil" können nicht verdecken, dass der Film nicht über einen mäßigen Trashstatus hinaus kommt. Filmhandwerkliche Fehler bei Plot, Dialogen und filmischer Umsetzung reduzieren ein mögliches Publikum auf die Splatterfans. Technisch gibt es Abstriche bei Bild und Soundgestaltung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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80:03 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Spezialeffekte
- Deleted Scenes
- 4 Kurzfilme
- Interview mit Regisseur Yorgos Noussias
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Evil
To Kako
Undynamischer Zombiemix
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Griechenland, 2005 Regie: Yorgos Noussias Drehbuch: Yorgos Noussias Darsteller: Meletis Georgiadis, Yannis Katsambas, Andreas Kontopoulos, Daphne Larouni, Pepi Moschovakou
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 29.06.2007
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