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DVD-Besprechung - Honor
Story:
Ray (Russel Wong) hat sich nach einem Knastaufenthalt entschieden, seinen Weg jenseits der Gesetze weiter zu gehen. Auf der Straße wird er zu einer Macht und seine Leute treiben bei den Geschäftsleuten Schutzgelder ein. Gabriel (Jason Barry) kommt abgerissen und seelisch ausgebrannt aus der Armee. Er musste zu vieles erleben und nur schwerlich kann er mit ansehen, dass sein Jugendfreund eine kriminelle Größe geworden ist. Viele Machtkämpfe werden in diesem Milieu durch direkte physische Kämpfe ausgefochten und so stehen sich die beiden alten Freunde bald schon als Feinde gegenüber.
Meinung zum Film:
"Honor" ist vielleicht nicht der glamouröse Kämpferstreifen, der die Massen in die Videothek bewegt, doch wer sich die DVD mit nach Hause nimmt, der wird sicherlich nicht enttäuscht sein. Auch wenn nicht alles vollends ausgereift wirkt und die Sets nicht den Charme von "Bloodsport" versprühen, vermag es der Streifen dennoch zu unterhalten. Die Handlung wurde straff in Szene gesetzt und selbst die üblichen 90 Minuten haben die Filmemacher um fast 10 Minuten reduziert. Dies macht den Actionkrimi gut bekömmlich und die Zeit vergeht wie im Flug. Als Szenerie wurden absichtlich heruntergekommene Ecken wie alte Lagerhallen gewählt, was den Film durchaus authentisch wirken lässt.
Die Grundstory selbst bietet keine echten Neuerungen, denn das Schema, dass sich zwei alte Kumpels nach Jahren wieder sehen und feststellen, dass sie auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes stehen, ist nicht neu. Schon in den guten alten Westernzeiten wurde dieser Plot oftmals verwendet und es gab, wie auch in "Honor", eine deutliche Abgrenzung zwischen dem guten Jungen und dem bösen Buben. Gabriel taucht unvermittelt und abgewrackt in der Story auf und macht zunächst einen sehr passiven Part. Er wird Zeuge von Drogengeschäften, Schutzgelderpressung und Körperverletzung, doch er rührt erst mal keinen Finger, obwohl man ihm anmerkt, dass ihm diese kriminellen Aktivitäten zuwider sind. Ray hingegen sieht sich in einer Art Opferrolle, den die Gesellschaft zu dem gemacht hat, was er nun ist. Er gefällt sich in seiner neuen Machtposition und mit seinen Handlangern stellt er sich selbst als neues Schwergewicht auf. Schnell wird klar, dass die einstigen Jugendfreunde gegeneinander antreten werden, da die Jahre ihre Ansichten schwer geändert haben.
Die Kämpfe sind erstklassig choreografiert und wurden auch gut in Szenen gesetzt. Beide Hauptdarsteller passen zu ihren Rollen. Jason Barry ("Beyond Re-Animator") spielt den Ex-Soldaten Gabriel mit dem Hang zur Gerechtigkeit sehr gut und seine Leistungen im Martial-Arts-Bereich können sich sehen lassen. Als Gangster Ray kann Russell Wong ("Romeo Must Die") ebenfalls überzeugen. Sein Spiel bewegt sich zwischen einem eingebildeten Emporkömmling und einem Mann, der weiß, dass er Unrecht tut. Eine hübsche Frau darf natürlich bei einem solchen Film auch nicht fehlen, der Held muss ja wissen, wofür er sich pulvert, und so haben die Produzenten die Rolle der Polizistin Kate mit Linda Park ("Jurassic Park III") besetzt. Bei dem Charakter des ehemaligen Polizisten Tyrell werden eingefleischte Filmfans Ex-Wrestler Roddy Piper erkennen, der unter John Carpenter die Hauptrolle in "Sie leben" spielte.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt in seinen Farben nüchtern und wenig poppig, dafür aber realistisch. Unschärfen sind nicht erkennbar, doch ein etwas stumpfer Eindruck stellt sich ein, was offenbar am Material selbst liegt. Der Dolby-Digital-5.1-Sound ist einfach gestrickt und breitet sich eher bei Musikuntermalung im Raum aus.
Bei den Extras kann man zunächst Texttafeln aufrufen die einige Informationen zu Regisseur David Worth beinhalten. Weiter geht es dann mit den Profilen der verschiedenen Kämpfer, die auch im wahren Leben Martial-Arts-/Ultimate-Fighter sind. Remy Bonjasky kann man unter anderem auch oft montags abends auf Eurosport kämpfen sehen. Zusätzlich stehen hier auch noch Interviews mit deutschen Untertiteln zur Verfügung. Den Abschluss bilden dann Texttafeln zu den Hauptdarstellern.
Fazit:
"Honor" ist ein Actionfilm, der zwar keine sonderlichen Innovationen bietet, aber unterhaltsam inszeniert wurde. Freunde des Genres werden gut bedient. Technisch ist das Bild nicht ganz so optimal, doch das sollte niemanden vom Filmgenuss abhalten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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80:55 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Biografie des Regisseurs
- Fighter Profile
- Biografien und Interviews der Darsteller
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Honor
Honor
Netter, gutwertiger Prügelstreifen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: David Worth Drehbuch: Larry Felix Jr. Darsteller: Jason Barry, Russel Wrong, David Worth, Linda Park, Joanna Pacula
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 11.05.2007
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