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DVD-Besprechung - Little Miss Sunshine
Story:
Olive (Abigail Breslin) ist sieben Jahre alt und hat ein ehrgeiziges Ziel, denn sie will unbedingt zu einem Schönheitswettbewerb für Kinder. Durch die Disqualifikation eines anderen Mädchens bei den Vor-Wettbewerben bekommt sie nun die Gelegenheit zur Teilnahme beim "Little Miss Sunshine". Auch wenn es ihrer Familie aus diversen Gründen nicht passt, mit einem altersschwachen VW-Bus gut tausend Meilen nach Redondo Beach in Kalifornien zu fahren, sie machen sich auf den Weg. Und es wird eine Reise, an die sie sich alle erinnern werden.
Meinung zum Film:
"Little Miss Sunshine" ist ein Roadmovie der etwas anderen Art, denn es wird ausnahmsweise mal nicht einem Schatz, einer verlorenen Liebe oder einem prekären Video nachgesetzt, sondern es soll in diesem Fall ein Schönheitswettbewerb für Kinder sein. Die kleine Olive träumt davon, bei dem "Little Miss Sunshine"-Wettbewerb zu starten und als der Zufall es so will, geht sie mit ihrer Familie in einem klapprigen VW-Bus auf die Reise. Natürlich wird die Fahrt zu einer Ansammlung von kleinen Katastrophen und großen und kleinen Niederlagen, was unter anderem auch an den durchweg unterschiedlichen Charakteren in der Familie liegt.
Ein echter Volltreffer ist Opa Hoover, der so gar nicht in die Rolle des Großvaters passen mag. Angesichts seines Drogenkonsums und seiner extrem derben Sprüche ist es dann auch kein Wunder, dass er aus seinem Altenpflegeheim geflogen ist. Aber er ist auch ein Mann mit Prinzipien, der Drogen für Jugendliche ablehnt, jedoch im Alter absolut befürwortet. So zieht er sich zum Frühstück erst mal eine Linie Kokain, und Heroin liegt dem Patriarchen näher als ein tiefer Schluck Doppelherz. Der extreme Gegenpol ist sein Enkel Dwayne, der beschlossen hat, frei nach Nietsche, nicht mehr zu sprechen. In Wirklichkeit will er aber durchsetzen, dass er Kampfflieger werden darf. Einen ebenfalls eher ruhenden Pol verkörpert der homosexuelle Onkel Frank. Gut, er hat gerade einen Suizidversuch hinter sich und wird in die Obhut seiner Familie übergeben, aber er bleibt immer auf dem Boden und verströmt ein wenig Menschlichkeit. Richard Hoover ist ein Motivationstrainer und versucht den Erfolgsgedanken an seine Klientel zu vermitteln, allerdings nur mit geringem Erfolg. Eigentlich ist der Erfolg so gering, dass seine Frau Sheryl ihn auch schon für einen Versager hält. Seine dauernden Versuche, die ach so schlauen Lebensweisheiten auch in der Familie zu verbreiten nerven irgendwann sogar den Zuschauer.
Der Film strotzt vor Humor und die Rahmenhandlung vom eher öden Schönheitswettbewerb sollte niemanden von dieser witzigen Komödie abhalten. Neben dem attestierten Humor kann der Zuschauer auch den Schauspielern ein gutes Zeugnis ausstellen. Offenbar haben die Produzenten bei der Auswahl der Mimen Sorgfalt walten lassen, denn es scheint so, als ob sie jede Rolle mit einer Idealbesetzung ausfüllen konnten. Alan Arkin ("Rocketeer") als Opa auf dem Drogentrip spielt ebenso erstklassig wie auch der schweigende Paul Dano ("Die Sopranos"), der durch seine ausdrucksstarke Mimik brilliert. Greg Kinnear ("Fast Food Nation") verkörpert den erfolglosen Familienvater Richard erstklassig und seine miserablen Versuche, seine Familie auf den Erfolgsgedanken einzuschwören, scheitern an einer gut aufgelegten Toni Coletti ("Shaft - Noch Fragen?"), die als Sheryl Hoover still versucht, die Geschicke der Familie zu lenken.
Digitale Aufarbeitung:
Bis auf kleinere Überblendungen bei Außenaufnahmen ist das Bild in Ordnung und gibt keinen weiteren Anlass zu Kritik. Der Ton bietet zwar keine echten Überraschungen, entspricht aber den aktuellen Ansprüchen an eine DVD.
Als Extra bietet es sich an, den Film mit dem Audiokommentar von Regisseur Jonathan Dayton und Drehbuchautorin Valerie Faris anzusehen. Zusätzlich gibt es noch vier verschiedene Schlussszenen, die wahlweise auch mit dem Kommentar von Regisseur Jonathan Dayton gesehen werden können. Interessanterweise passen alle Alternativen prima in den Film, so dass man sich vorstellen kann, dass die Auswahl des letztlich verwendeten Endes recht schwierig war. Das war es dann aber auch schon mit den Extras.
Fazit:
"Little Miss Sunshine" ist ein humorvolles Roadmovie mit herrlich verschiedenen Charakteren, die man so nicht unbedingt in ein und derselben Familie vermuten mag.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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98:22 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Regisseur Jonathan Dayton und Drehbuchautorin Valerie Faris
- Alternative Enden
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Little Miss Sunshine
Little Miss Sunshine
Witziges Roadmovie der etwas anderen Art
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris Drehbuch: Michael Arndt Darsteller: Abigail Breslin, Alan Arkin, Brenda Canela, Greg Kinnear, Jill Talley
Label :
20th Century Fox Home Entertainment
Verkaufsstart : 14.05.2007
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