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DVD-Besprechung - Blood Waves

Story:
Urlaub kann zum Horror werden, wenn die Zimmer schmutzig sind, das Personal frech ist und das Essen nicht schmeckt. Doch die fünf jungen Leute unter der Leitung des Wellenreiters Collin (Kaiwi Lyman), die sich zum Surfen nach Mexiko aufmachen, erleben einen echten tödlichen Albtraum. Kaum haben sie zufällig menschliche Überreste gefunden, werden sie selbst zu Gejagten. Ein unbekannter Gegner verspeist seine menschlichen Opfer bei lebendigem Leibe und die fünf sind in größter Gefahr.

Meinung zum Film:
"Blood Waves" ist ein einigermaßen gelungener Mix aus diversen Horrorfilmen, wobei er sich deutlich an "The Hills Have Eyes" und "Blair Witch Projekt" orientiert. Während der filmische Rahmen dem Horrorstreifen aus der Ödlandschaft ähnelt, geht die technische Umsetzung grob in die Richtung des Hexenfilms. Teilweise werden die von den Mimen per Hobbykamera festgehaltenen Bilder gezeigt, mal übernimmt wieder das Kamerateam den Dreh mit wackeligen Bildern, die Dynamik suggerieren sollen. Trotzdem dies eine Amateurarbeit ist, kann sich das Ergebnis weitgehend sehen lassen und der einzige echte Nervfaktor ist die Unwissenheit, wer denn da die Leute abmurkst. An und für sich gesehen ist dies eigentlich ein Spannungsfaktor, doch in diesem Fall wäre die Aufklärung besser eher erfolgt. Dafür spricht auch die interessante Figur des "El Gringo", die der Zuschauer vielleicht noch mal in einer Mainstreamproduktion zu sehen bekommt.

Die Story um einen verfluchten Landstrich, der übersetzt "Ort der offenen Augen" bedeutet, ist nicht unbedingt neu, doch nach der ersten Viertelstunde nimmt der Film dann Fahrt auf. Wer sich beim Überlebenskampf in einer abgelegenen Gegend amüsieren kann und wem z.B. "Wolf Creek" gefallen hat, der könnte auch hier Gefallen an dem Geschehen auf dem Bildschirm finden. Eine Gruppe von Surffreaks macht sich auf zu einem Geheimtipp, den andere weitergegeben haben. Bei dem Versuch, die erste Gruppe zu finden, scheitern die anderen und die verwaiste Gegend scheint menschenleer zu sein. Dies ist aber eine Fehleinschätzung und nach und nach wird klar, dass sich alle in einer großen Gefahr befinden. Dies ist für den versierten Horrorfan alles nichts Neues, aber die vorliegende Inszenierung hat das Zeug, dass man sich den Film wenigstens einmal ansehen kann.

Bei der Brutalität haben die Filmemacher einen goldenen Weg gefunden und es wurde nicht allzu blutig, daher die FSK-Freigabe ab 16 Jahren. Das heißt aber nicht, dass gänzlich auf derbe Einlagen verzichtet wurde, doch sie werden eher immer dann als Stilmittel zur Spannungssteigerung eingesetzt, wenn es passt. So gibt es hier nicht eine dumpfe Aneinanderreihung von Spezialeffekten, sondern recht gut abgestimmtes Kino. Es gibt coole Typen, hübsche Frauen und eine unbekannte Bedrohung, das Ganze mit einem ordentlichen Spannungsbogen versehen und schon ergibt sich ein ansehnlicher Streifen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann dem guten Hauptfilm in Sachen Qualität nicht ganz folgen und weist teilweise Überblendungen auf, die ein wenig stören. Der Kontrast schwächelt zuweilen ebenfalls. Die Farben wirken realistisch, was augenscheinlich am Ausgangsmaterial liegt. Der Ton ist soweit in Ordnung.

Bei den Extras wurde minimalistisch gearbeitet, denn es gibt lediglich den Originaltrailer und eine Bildergalerie geboten.

Fazit:
Insgesamt gesehen ist "Blood Waves" ein guter Amateurfilm geworden, der viele Horrorfilme zitiert, aber letztendlich doch eine neue Grusel-Figur im Horrorsegment präsentieren kann. Die technische Umsetzung in punkto Bild kann nicht ganz überzeugen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
82:49 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Originaltrailer
  • Bildergalerie
Blood Waves - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Blood Waves
Trespassers

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Ordentliches B-Movie für Fans des Genres


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA/ Mexiko, 2006
Regie:
Ian McCrudden
Drehbuch:
Tim Tori, Ian McCrudden
Darsteller:
Michelle Borth, Alex Feldman, Jon Ada, Kaiwi Lyman, Joleigh Fioreavanti

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
13.04.2007