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DVD-Besprechung - Elizabethtown
Story:
Drew Baylor (Orlando Bloom) hat gerade einen Schuhkonzern an die Wand gefahren, als auch noch sein Vater stirbt. Er entschließt sich, sein Leben zu ändern und sich nicht mehr dem ständigen Stress und den Zwängen der harten und emotionslosen Geschäftswelt hinzugeben. Auf der Reise zu der Beerdigung seines Vaters lernt er die Stewardess Claire Colburn (Kirsten Dunst) kennen, die durch ihre natürliche und lebensfrohe Art gleich sein Herz gewinnt. In einer einsamen Nacht ruft er Claire an und sie vereinbaren, gemeinsam ein wenig Zeit miteinander zu verbringen. Ein Entschluss, der seine Ansicht über das Leben grundlegend verändert.
Meinung zum Film:
Der Vorteil eines gefeierten Regisseurs ist es, dass einem die Türen bei den bekannten Darstellern offen stehen. Einer dieser Regisseure ist Oscarpreisträger Cameron Crowe, der mit seinen Filmen "Jerry Maguire", "Almost Famous" und "Vanilla Sky", zu denen er auch selbst das Drehbuch beisteuerte, die Aufmerksamkeit von Publikum und Kritiker auf sich zog. Nur wenige können es sich leisten, jahrelang dauernde Pausen zwischen ihren Arbeiten zu machen, ohne dabei in Vergessenheit zu geraten. Ganze 4 Jahre lagen zwischen "Vanilla Sky" und seinem aktuellen Film "Elizabethtown", der nun auf Wunsch in die Heimkinos kommt. Bei der Umsetzung seines Drehbuchs stand ihm auch diesmal eine Reihe namhafter Hollywood-Darsteller zur Verfügung.
Die Hauptrolle wurde mit Orlando Bloom ("Königreich der Himmel") besetzt, der überaus froh sein kann, dass er für seinen Durchbruch als Legolas im "Herr der Ringe" durch seine langen blonden Haare optisch nur entfernt an die natürliche Kurzhaarpracht erinnert, die er üblicherweise trägt. Denn während Elijah Wood wahrscheinlich sein Leben lang als Frodo angesehen wird, bleibt Orlando so einfach Mr. Bloom. Die weibliche Hauptrolle spielt Kirsten Dunst ("Spider-Man"), die sehr gut mit ihrem Leinwandpartner harmoniert und vor allem durch ihr charmantes Lächeln und ihre natürliche Art in ihren Bann zieht. Alle anderen Rollen sind nur Nebencharaktere, die unter anderem mit Susan Sarandon ("Lorenzo's Oil"), Alec Baldwin ("Pearl Harbor"), Bruce McGill ("Collateral"), Judy Greer ("The Village - Das Dorf"), Jessica Biel ("Blade: Trinity") und Alice Marie Crowe, die Mutter des Regisseurs, die in allen Filmen ihres Sohnes zu sehen ist, besetzt wurden. Ein Hauptdarsteller im Film ist ohne Zweifel aber auch der grandiose Soundtrack, bestehend aus verschiedenen bekannten Songs, die in beispielhafter Weise das jeweilige Gefühl des Films wiederspiegeln.
Und die Gefühle im Film sind besonders wichtig, da es im Grunde nur um sie geht. Cameron Crowe versucht in "Elizabethtown" die Freude darzustellen, die man im Leben erfahren kann, wenn man sich auf einfache Dinge und das Leben an sich konzentriert. Drew und Claire reden den ganzen Film hindurch und geben ihre Ansichten über das Leben preis. Dabei entstehen dann solch magische Momente, wie das erste, endlos erscheinende Telefonat zwischen den beiden, in denen sie den Spaß an der Unterhaltung entdecken. Wer eine tiefgreifende Geschichte erwartet, wird auch nach dem Abspann nicht fündig geworden sein. Dies ist aber nicht weiter schlimm, wenn man sich der Poesie der Gespräche und der Ereignisse hingeben kann. Romantischen Seelen wird dieses leicht fallen und wer schon seinen Seelenpartner gefunden hat, wird sich sicherlich auch in der ein oder anderen Szene wiederfinden. Wem dieses Glück noch nicht wiederfahren ist, weiß nach dem Abspann zumindest, worauf er im Leben nicht verzichten sollte. "Elizabethtown" ist einfach ein Stück Lebensgefühl, das man jedem Menschen als Lebenserfahrung wünschen möchte.
Digitale Aufarbeitung:
Die Schärfe ist nicht unbedingt immer optimal, doch auch die durchschnittlichen Werte sorgen in Verbindung mit dem restlichen guten Ergebnis für ein ordentliches Erscheinungsbild. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr klar abgemischt und die Musik hinterlässt stellenweise einen extrem plastischen und raumfüllenden Eindruck.
Das Bonusmaterial sieht auf den ersten Blick umfangreich aus, stellt sich bei näherem Hinsehen aber als recht kurz heraus. Die Beiträge "Stützräder" und "Triff die Crew" sind rund 2-3 Minuten dauernde Features, die unkommentierte Blicke hinter die Kulissen werfen. Es folgen noch zwei erweiterte Szenen, eine Fotogalerie und zwei Trailer zum Film.
Fazit:
"Elizabethtown" ist weniger ein Film als vielmehr die Vermittlung eines Lebensgefühls. Wer auf eine konsequent erzählte Geschichte verzichten kann und sich allein durch Emotionen und Erfahrungen unterhalten lässt, ist in dieser Stadt bestens aufgehoben und sollte sich schleunigst auf den Weg machen. Selten wurden Gefühle besser und plastischer vermittelt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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118:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Stützräder
- Triff die Crew
- Erweiterte Szenen
- Rusty lehrt das Hören Teil 8
- Unterwegs mit Russell in Memphis
- Fotogalerie
- Trailer
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Elizabethtown
Elizabethtown
Weniger ein Film, als vielmehr ein 2-stündiges Lebensgefühl
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Cameron Crowe Drehbuch: Cameron Crowe Darsteller: Orlando Bloom, Kirsten Dunst, Susan Sarandon, Alec Baldwin, Bruce McGill, Judy Greer, Jessica Biel, Alice Marie Crowe
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 02.03.2006
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