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DVD-Besprechung - End Day - Der letzte Tag
Story:
Dr. Robert Howell (Glenn Conroy) ist Wissenschaftler und steht kurz vor dem Start eines großen Experiments. Während er sich auf dem Weg von England nach New York macht, brechen auf der ganzen Welt Katastrophen aus, denen Millionen von Menschen zum Opfer fallen. Mit dem Eintreten einer Katastrophe endet jeweils der Tag für Dr. Howell und er erwacht erneut am Morgen des fatalen Tages, um diesen erneut mit einem anderen Ende zu erleben.
Meinung zum Film:
Immer wieder sorgen große Katastrophen in der Welt für Aufsehen und zeigen überdeutlich, dass man trotz aller technologischen Errungenschaften den Naturgewalten hilflos ausgeliefert ist. Die Doku-Spezialisten der BBC haben sich einmal dieser Situation angenommen und schildern innerhalb eines Spielfilm-Szenarios fünf verschiedene Katastrophen, die dem menschlichen Leben ein schnelles Ende bereiten. Zu diesen Ereignissen zählen ein Tsunami, ein Meteoriten-Einschlag, ein tödlicher Virus, der Ausbruch eines Vulkans, sowie ein missglücktes Atom-Experiment. Ein großer Nachteil in den Erzählungen ist die recht kurze Gesamtlaufzeit von nicht einmal einer Stunde und die Gewissheit, dass man das ganze noch wesentlich interessanter hätte gestalten können, mit ein wenig mehr Zeit in der Darstellung der Wirkung der Katastrophen und den dann geltenden, allgemeinen Umständen.
Den Beginn bei den Desastern macht ein gewaltiger Tsunami, der auf Manhattan zurast und die Stadt nahezu ertränkt. In (nachgestellten) Interviews sieht man Menschen, welche die Bedrohung herunterspielen, während andere sich der Gefahr überhaupt nicht bewusst zu sein scheinen. Als nächstes folgt ein Meteoriteneinschlag in Berlin, der trotz aller Bemühungen nicht verhindert werden kann und fatale Auswirkungen auf das Weltklima hat. Dramatischer und erschreckender wirkt der anschließend gezeigte Ausbruch eines Killervirus, der sich rasend und unaufhaltsam unter der Bevölkerung ausbreitet und eine Spur des Todes hinterlässt. Der Ausbruch eines Super-Vulkans in Amerika ist geografisch gesehen sicherlich begrenzt, besitzt aber in der Konsequenz ein weltweit spürbares Vernichtungspotential. Das Ende bildet ein schiefgelaufenes Experiment, das in seiner Wirkung sicherlich am drastischsten ist und recht plastisch die Warnung ausgibt, gut zu überlegen, welche Risiken man bereit ist in Kauf zu nehmen, um am Ende nicht die Büchse der Pandora zu öffnen.
Inszenatorisch ist der Film sehr gut gelungen und bietet einen passenden Rahmen für die Darbietung der einzelnen Katastrophen. Fünf mal steht man gemeinsam mit Dr. Howell auf und immer wieder gibt es an dem einen Tag auch etwas von den folgenden Tagen zu erleben. Stimmungsvolle Musik sorgt für den passenden Rahmen und auch der ein oder andere Witz ist eingebaut, wie in etwa ein Kino, in dem der Film "Groundhog Day" ("Und täglich grüßt das Murmeltier") läuft. Die Reaktionen der Menschen in den einzelnen Szenarien wird recht milde gezeigt, vor allem die bei etwaigen Ereignissen stattfindende Panik wird kaum berücksichtigt. Dafür sind die Katastrophen an sich recht packend und erschreckend in Szene gesetzt worden und erzielen durchaus ihre Wirkung. Die Trickeffekte sind ausreichend gut gelungen, um zu erschrecken, sind an der ein oder anderen Stelle allerdings nicht ganz perfekt. Am Ende ist man sich aber auf jeden Fall eines Gewiss - es gibt Ereignisse, die, wenn sie erst einmal losgelassen, nicht mehr zu stoppen sind und fatale Auswirkungen auf die Menschheit haben. Bis jetzt allerdings zum Glück erst mal nur im Film!
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ohne Fehl und Tadel, lediglich die Kompression hat stellenweise unschöne und überdeutliche Kammeffekte erzeugt. Der deutsche Ton ist in Dolby Digital 5.1 vorhanden und unterscheidet sich bei den Effekten von der ebenfalls vorhandenen Dolby-Digital-2.0-Variante in Deutsch deutlich und bietet einiges an Futter für die hintere Lautsprecherfront.
Als Extra gibt es lediglich ein paar Fact-File-Tafeln, die wissenschaftliche Hintergründe zu den Katastrophen im Film bieten.
Fazit:
"End-Day - Der letzte Tag" bietet fünf erschreckende Blicke auf unterschiedlich drastisch ausfallende Katastrophen. Am Ende sollte auch der letzte Zweifler überzeugt sein, wie unbedeutend und zerbrechlich das einzelne menschliche Leben auf dem Planeten ist, im Vergleich zu den Kräften, die es schnell beenden können. Unterhaltsam, spannend und informativ zugleich. Wobei der Informationswert klar hinter dem Unterhaltungswert zurücksteht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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56:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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End Day - Der letzte Tag
End Day
Alles was wir sind ist ein Staubkorn im Wind
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 2005 Regie: Gareth Edwards Drehbuch: Gareth Edwards Darsteller: Glenn Conroy
Label :
BBC
Verkaufsstart : 26.09.2005
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