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DVD-Besprechung - The Eye
Story:
Huang Jiawen (Lee Sin-Je) ist seit ihrer frühestens Kindheit blind. Doch im Alter von 20 Jahren bekommt sie die Chance, durch eine Hornhauttransplantation ihr Augenlicht wiederzugewinnen. Die Operation wird ein Erfolg und die junge Frau kann von Tag zu Tag besser sehen. Doch ihr Glück über die neugewonnene Sehkraft ist nicht ungetrübt. Denn auf einmal sieht Huang geisterhafte Gestalten, deren Herkunft sie sich nicht erklären kann. Ist sie verrückt oder haben die Erscheinungen etwas mit dem neu gewonnenen Augenlicht zu tun?
Meinung zum Film:
Die Pang Brother beweisen ein ausgeprägtes Geschick für ruhige Bilder. Wenn Huang Jiawen zu Beginn des Filmes langsam ihr Augenlicht zurückgewinnt und von mal zu mal ein wenig mehr von ihrer Umgebung entdeckt, verpacken die Filmemacher die Eindrücke der Heldin in stimmungsvolle Bilder, in denen man als Zuschauer ebenfalls das Gefühl hat, langsam diese Erfahrung mitzuerleben. Und auch die Visionen in der Nacht, in der Huangs Zimmer zu verschwimmen scheint und wie ein ganz anderer Raum aussieht, sind in eindrucksvoller Weise umgesetzt. Doch auch in den Schockmomenten sind Schnittfolge und Bildkompositionen beeindruckend aufeinander abgestimmt und sorgen zusätzlich für spannende Unterhaltung, die durch den stimmigen Soundtrack den letzten Schliff erhält.
Wie es sich für einen guten Mystery-Thriller gehört, sind es die Schockmomente, die dem Zuschauer nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Die Schlagzahl bei den geisterhaften Erscheinungen nimmt mit der Dauer des Filmes immer weiter zu und sorgt für reichlich Gänsehaut. Es gibt immer wieder schemenhafte Gestalten in der Entfernung, starre bleiche Gesichter, die schon allein durch ihre bloße Anwesenheit Schauer verbreiten und alptraumhafte Momente, in denen Geister sich auf die junge Frau zu stürzen scheinen. "The Eye" versteht es gerade in diesen schaurigen Einstellungen, in allerbester Weise mit den Nerven des Betrachters zu spielen. Der Horror spielt sich irgendwo zwischen "The 6th Sense" und "Die Mothman Prophezeiungen" ab. Gerade das Finale erinnert stark an letztgenannten Titel, ist hier aber weitaus gelungener und packender. Von der Qualität reicht "The Eye" schon fast an erstgenannten heran.
Bei der Story wird kein Geheimnis daraus gemacht, dass Huang Jiawen die Geister von verstorbenen Menschen sehen kann. Aber die Frage ist, was wollen die Geister von ihr? Was will der kleine Junge ihr sagen, der unentwegt nach seinem Zeugnis sucht? Warum kommt ein Geist auf sie zugestürmt und fragt, was sie auf ihrem Platz zu suchen hat? Die Antworten hierauf sind dem Zuschauer nicht gleich offensichtlich und die Pang Brothers verstehen es gekonnt, mit genau diesen Fragen zu fesseln. Mit fortlaufender Dauer werden genügend Hinweise darauf gegeben, was sich abspielt und zum Schluss gibt es dann auch eine hinreichende Auflösung des Mysteriums. Nimmt man zu der spannenden Geschichte noch die ständige Anspannung hinzu, dass um jeder Ecke wieder eine unheimliche Gestalt lauern könnte, ist es keine Frage, dass "The Eye" ein Film ist, der Freunde von Gänsehaut-Thrillern garantiert fesseln wird. Ein großes Plus ist auch die westliche Aufmachung des Streifens, die es selbst strikten Ablehnern von asiatischem Kino ermöglicht, dieses gelungene Stück Gruselkino zu genießen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt mit natürlichen Farben, einem gesunden Kontrastwert, der auch in dunklen Sequenzen noch für den notwendigen Durchblick sorgt, und einer mittelmäßigen Schärfe daher. Es ist ein mäßiges Grundrauschen im Bild zu erkennen. Der deutsche Dolby Digital 5.1 Ton ist sehr ausgewogen und gut verständlich, die Effektlautsprecher machen ihrem Namen alle Ehre und werden in Schockmomenten gezielt und angsteinflößend angesteuert.
Die zum Test vorliegende DVD war ohne Extras. Angekündigt für diese Rubrik ist sind ein Making Of und ein TV Spot.
Fazit:
Durch seine eindringliche Spannung, die wahrlich spannungsgeladenen Schockmomente und den durchweg gelungenen Inszenierungsstil, ist "The Eye" absolutes Pflichtprogramm für Freunde von Mystery-Thrillern. Technisch ist die DVD okay. Der gezielte Einsatz des Surround-Systems kann allerdings vollends überzeugen!
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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92:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Chinesisch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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The Eye
Jian Gui
Manche Augen sehen mehr als andere
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Hong Kong / Thailand, 2002 Regie: Oxide Pang Chun, Danny Pang Drehbuch: Jojo Hui, Pang Brothers Darsteller: Lee Sin-Je, Lawrence Chou, Chutcha Rujinanon, Candy Lo, Pierre Png, Edmund Chen
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 15.07.2004
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