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DVD-Besprechung - Fantastisches Tierreich - Zwischen Legende und Wirklichkeit
Story:
Bei allen erstaunlichen Dingen, die durch Menschenhand erschaffen wurden, sind es am Ende immer wieder in der Natur vorkommende Lebewesen und Ereignisse, die schlichtweg unglaublich erscheinen. Denn während beim Menschen das meiste bis ins Detail geplant und haargenau konstruiert wurde, sind Tiere und Umwelt natürlich gewachsene Ereignisse. Wie erstaunlich diese Vorkommnisse sein können, zeigt die Dokumentation "Fantastisches Tierreich".
Meinung zum Film:
Auf dem Cover von "Zwischen Legende und Wirklichkeit - Fantastisches Tierreich" steht "Von John Downer, dem Steven Spielberg des Tierfilms". Die Erwartungen nach solch großmundigen Behauptungen sind natürlich groß und es bedarf schon mehr als nur ein paar niedlicher Aufnahmen, wie sie ab 1965 bereits von Heinz Sielmann in seinen "Expeditionen ins Tierreich" gezeigt wurden, um die Zuschauer nicht zu enttäuschen. Die Dokumentation wurde in 3 Kapitel unterteilt und den Beginn macht der "Aufbruch in die dritte Dimension", wo die unterschiedliche Art der Fortbewegung gezeigt wird. Es folgt "Die Kunst der Kriegsführung", wo sich mit Angriffs- und Verteidigungsmechanismen beschäftigt wird, während "Im Rausch der Sinne" sich den Lastern der Tieren widmet.
Bemerkenswert sind die Bilder, die John Downer ("Pride") immer wieder eingefangen hat. Bildschirmfüllende Aufnahmen von Tierköpfen, egal welcher Größe und welcher Gefahrenklasse zugehörend, geben wirklich hervorragende Eindrücke von dem jeweiligen Lebewesen. Kleine Geschichten, in denen ein Großteil der Informationen verpackt wird, sorgen überdies dafür, dass die tierischen Protagonisten so etwas wie einen Charakter bekommen. Besondere Eindrücke hinterlassen auch bereits in Spielfilmen erzählte Geschehnisse. Wie etwa die, wo man erfährt, dass ein Hund und ein Fuchs befreundet sein können, wenn sie von Kindheit an zusammen aufwachsen - ganz wie in Disneys tragischer Geschichte "Cap und Capper". Auch witzig durch die Gegend springende Lemuren lassen die Bilder aus Disneys "Dinosaurier" im Kopf des Zuschauers aufblitzen. Durch diese Art der Präsentation wird vor allem jüngeren Zuschauern auf sehr unterhaltsame Weise eine Menge Wissen vermittelt, das alles andere als trocken wirkt. Ganz im Gegenteil - es ist höchstlebendig und wird gerne konsumiert.
Es ist aber nicht alles nur spaßig. Wenn Schlangen und Vögel gemeinsam mit einem Opossum auf perfekte und erstaunliche Weise "tot spielen", um einen Angreifer abdrehen zu lassen, hat das vielleicht noch etwas witziges an sich. Wenn allerdings gezeigt wird, wie eine Gottesanbeterin ihrem Liebespartner beim Akt den Kopf abreißt, oder ein Kaninchen erst durch einen schnellen Tanz hypnotisiert wird, um anschließend als Beute verschleppt zu werden, zeigt dies, dass in der Tierwelt so manch niedlich anmutendes den Tod bedeuten kann. Es gibt aber auch Anekdoten zu erfahren, wie etwa den Umgang im Bienenvolk mit durch Gegehrtes betrunken gewordenen Artgenossen. Diese werden von den Wachen am Eingang des Bienenstocks abgewiesen und nicht mehr eingelassen, damit diese die Arbeit im Stock nicht gefährden. Bei Randalierern, die nicht aufgeben wollen, wird kurzer Prozess gemacht und die Beine werden abgetrennt. Harte Sitten, die sich in der Menschenwelt bisweilen zum Glück noch nicht ganz durchgesetzt haben. Genauso wenig ist es zu den Menschen durchgedrungen, dass es eine der größten Anerkennungen ist, wenn man einen Familienvater als "Du Ochsenfrosch" betitelt. Warum dies so ist, erfährt man im "Fantastischen Tierreich".
Digitale Aufarbeitung:
Die Bilder sind wie bei Dokumentationen üblich nicht immer 100% klar, die meiste Zeit über ist das Bild in diesem Fall aber über jeden Zweifel erhaben und bietet zusammen mit dem klar verständlichen Stereo-Ton ein rundes Filmvergnügen.
Extras gibt es keine auf der DVD.
Fazit:
"Fantastisches Tierreich" ist eine wahrhaft fantastische Dokumentation über sicherlich nicht allgemein bekannte Fakten und Anekdoten aus der Natur. Selbst wer ansonsten eher keine Dokus schaut, sich aber dafür ein wenig für die Welt der Tiere interessiert, sollte unbedingt einen Blick riskieren. Nicht zuletzt die abwechslungsreiche Präsentation macht diese zu einem großen Vergnügen, das vor allem auch kleinere Zuschauer begeistern wird.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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127:20 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Fantastisches Tierreich
Weird Nature
Wahrhaft fantastisch informativ und hochwertig unterhaltend
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 2003 Regie: John Downer Drehbuch: John Downer Darsteller: -
Label :
BBC
Verkaufsstart : 24.03.2006
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