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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Feed

Story:
Philipp Jackson (Jack Thompson) ist Cybercrime-Ermittler bei der australischen Polizei und durchforstet das Internet nach kriminellen Handlungen, die mit sexuellen Abarten zu tun haben und gegen Gesetze und Menschenrechte verstoßen. Durch Zufall kommt er auf die Webseite von Michael Carter (Alex O'Loughlin), auf welcher dieser Frauen bis zum Tode mästet und dies im Internet zur Schau stellt. Jackson kommt dem Fetischisten auf die Spur, da dieser jedoch in Amerika lebt, hat er keine direkte Handhabe gegen ihn und geht mit nicht ganz rechtskonformen Methoden gegen den Sadisten vor.

Meinung zum Film:
Das Thema Fetisch ist kein ganz einfaches. Für Außenstehende meist als abstoßend und unnormal bewertet, geht es für die Betroffenen um die Erfüllung sehnlichster Wünsche. "Feed" zeigt am Rande einige dieser meist als Abart abgestempelten Riten, welche meist nur im Geheimen und hinter verschlossenen Türen stattfinden. In erster Linie handelt "Feed" aber von der (sexuellen) Befriedigung mancher Männer, Frauen in abartiger Weise zu mästen, bis diese gewaltige Ausmaße annehmen und schließlich sterben. Viel Augenmerk legt Regisseur Brett Leonard ("Virtuosity") auf die seelische Abhängigkeit, die zwischen dem Täter (Feeder) und dem Opfer (Gainer) besteht und auf eindringliche, aber ohne jeden Zweifel auch abstoßende Art und Weise demonstriert er seinem Publikum, welch zerstörerischen Konsequenzen diese mit sich bringt.

Vor allem zu Beginn, wenn der Fetisch von Michael recht ausführlich und in recht ekligen Bildern beschrieben wird, kann es bei empfindlichen Mägen zu Problemen führen. Hinzu gesellen sich noch kurze Eindrücke anderer Fetisch-Arten, die man mittels einer Suchmaschine sicherlich im World Wide Web finden kann, die man hier allerdings ungefragt vorgesetzt bekommt. Die "Keine Jugenfreigabe"-Kennzeichnung sollte man von daher auf jeden Fall ernst nehmen. Aber die Darstellung ist keinesfalls zum Selbstzweck eingebaut. Sie ist wichtig, um der Handlung ihre Intensität zu verleihen und für die beklemmende und verstörende Atmosphäre zu sorgen. Beim Sehen des Films taucht man zwangsläufig in eine Welt ein, die man nur sehr zögerlich und äußerst widerwillig betreten möchte. Was man sieht, dreht einem den Magen um und lässt unweigerlich die Frage aufkommen, wie so etwas überhaupt jemandem gefallen kann.

Die Geschichte selbst kommt erst nach rund der Hälfte so richtig in Gang. Der erste Teil des Films gehört fast alleine dem Portrait der Welt des Fetischs und der Ausarbeitung der beiden Hauptcharaktere. Das Spiel zwischen den beiden Protagonisten ist interessant aufgezogen, an mancher Stelle aber vielleicht ein wenig zu klischeehaft. Der Cop ist besessen davon, den Täter unter allen Umständen zu stellen, während dieser voller Überzeugung und fadenscheiniger Argumente sein Handeln adelt. Die Ermittlungen am Computer halten zwar keinem näheren Blick stand, werden aber so schnell abgehandelt, dass es nicht zu sehr ins Gewicht fällt. In der letzten halben Stunde beschwört der Film eine recht düstere Atmosphäre herauf, die an gute alte Backwood-Filme erinnert und mit einem zum Inhalt passenden Ende schließt. Nach dem Abspann sind es aber ohne Zweifel die ekelerregenden Bilder, die beim Zuschauer haften bleiben. "Feed" ist garantiert kein Film für die breite Masse. Nur wer bereit ist, in eine Welt voller Abarten abzutauchen und vor drastischen Bildern und einer teils vulgären Handlung nicht zurückschreckt, sollte sich den Film anschauen.

Digitale Aufarbeitung:
Durch den reichlichen Einsatz von Farbfiltern ist es nicht ganz einfach, das Bild zu bewerten. So weit dies geht, hinterlässt es jedoch einen ordentlichen Eindruck und kann das Sehvergnügen nicht schmälern. Der Ton in wahlweise Dolby Digital 5.1 oder Dolby Digital 2.0 hat ein angenehmes Stereo-Klangbild, vernachlässigt aber den hinteren Bereich. Einzig die Musik macht sich das ein oder andere Mal dort breit.

Bei den Extras findet sich ein sehr ausführlicher Bericht über die Herstellung des "Fat Suits", in welcher eine durchschnittlich gebaute Darstellerin schlüpfte und das Gainer-Opfer spielte. In einem Interview mit dem Regisseur erfährt man einiges über die Bedingungen am Set, das teilweise in dessen Haus aufgebaut war, während man in einem aus Spaß gedrehten Marketing-Spot Darsteller Jack Thompson für den Feeder-Fetisch werben sieht. Abgerundet werden die Extras durch eine Slideshow und den Trailer zum Film.

Fazit:
"Feed" ist alles andere als leichte Kost und kann durch seine schockierende Handlung und die ekelerregenden Bilder bei zarten Gemütern problemlos für unruhige Mägen und schlaflose Nächte sorgen. Nur wer genau weiß worauf er sich da einlässt, sollte sich in diese Abgründe der menschlichen Seele hinabwagen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
96:47 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Behind the scenes: "Fat Suit Produktion"
  • "Fake Marketing Spots / Fun behind the scenes"
  • Interview mit Regisseur Brett Leonard
  • Originaltrailer
  • Slideshow
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Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Dem Einen sein Fetisch ist der Anderen ihr Tod


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Australien, 2005
Regie:
Brett Leonard
Drehbuch:
Kieran Galvin
Darsteller:
Patrick Thompson, Alex O'Lachlan, Gabby Millgate, Jack Thompson

Label Deutschland :
MC One
Verkaufsstart Deutschland :
23.03.2006